Obsbot Tiny 3 und Tiny 3 Lite: 4K-PTZ-Webcam mit Spatial Audio
Mit der Tiny 3 will Obsbot nicht nur, aber auch die Webcam am Rechner, ersetzen und verspricht verbessertes Tracking und einen durch Raumklang aufgewerteten Ton.
Anstatt Audio, Bildqualität und Kamerasteuerung als separate Funktionen zu behandeln, soll die Tiny 3 als Gesamtsystem am Rechner arbeiten und professionellen Klang, 4K-Videoqualität und intelligentes Tracking bieten. Entsprechend hat die Tiny 3 ein omnidirektionales Mikrofon mit zwei gerichteten MEMS-Mikrofonen. Damit soll die natürliche Raumakustik erhalten bleiben und dennoch soll fokussiert die sprechende Person ohne seitliche Störgeräusche zu hören sein. Die Tiny 3 bietet fünf Audiomodi: Pure, Spatial, Smart Omni, Directional und Dual-Directional, so dass man zwischen unbearbeiteter Aufnahme, immersivem Stereo-Sound oder gezielter Sprachaufnahme wählen kann. Zudem wirbt der Hersteller mit 24-Bit-Audio, Unterstützung von bis zu 130 dB SPL und einem Signal-Rausch-Abstand von 69 dB.
Das Aluminiumgehäuse ist mit Abmessungen von 37 × 37 × 49 mm und einem Gewicht von nur 63 g klein und leicht. Dennoch soll die Abwärme der Elektronik inklusive des 1/1,28″ CMOS-Sensor gut abgeleiteet werden. Der Sensor liefert einen ISO-Bereich von 100 bis 12.800, was laut Hersteller eine starke Low-Light-Performance und reduziertes Bildrauschen in unterschiedlichsten Umgebungen ermöglicht. Die Videoausgabe unterstützt 4K mit bis zu 30 fps sowie Full HD mit bis zu 120 fps. Für eine stabile Belichtung setzt Tiny 3 auf DCG (Dual Conversion Gain) Single-Frame HDR, bei dem Lichter und Schatten innerhalb einer einzigen Belichtung erfasst werden. Dieser Ansatz vermeidet Bewegungsartefakte, wie sie bei Multi-Exposure-HDR auftreten können, und eignet sich besonders für Live-Anwendungen und Streaming. Der Autofokus basiert auf Dual All-Pixel PDAF; zusätzlich steht ein manueller Fokus zur Verfügung, wenn bei Präsentationen oder festen Bildkompositionen präzise Kontrolle gefragt ist.
Obsbot verspricht mit dem AI Tracking 2.0 eine perfektionierte Kamerasteuerung deren räumlicher Eindruck durch das Voice Tracking auf die jeweils aktive sprechende Person besser sein soll. Dazu gibt es Tracking-Modi wie Only Me und Object Tracking, mit denen die Kamera auch bei Bewegung, Präsentationen oder Demonstrationen stets eine bewusste Bildkomposition beibehalten soll. Zur Tiny 3 bietet Obsbot die Software Obsbot Center und Obsbot Live die aus der Webcam ein flexibles Produktionstool machen sollen. So bekommt man Zugriff auf Bildeinstellungen wie Exposure Gamma Curve, White Balance R/B Gain und Auto White Balance Offset. Weitere Tools wie Beauty Mode, verbesserte Background Blur & Replacement, Green Screen Enhancement, Overlays sowie die Unterstützung von Nvidia Maxine Eye Contact sollen bei Live-Präsentationen und Streams helfen.
Der Unterschied zwischen den zwei Modellen ist relativ gering, denn die Tiny 3 und Tiny 3 Lite basieren auf einer gemeinsamen Grundlage. Die Tiny 3 soll als Flaggschiff der Serie dienen während die Tiny 3 Lite eine „schlankere Konfiguration“ hat und sich an Nutzer richtet, die einen besonders zugänglichen Einstieg in OBSBOTs KI-gestütztes PTZ-Ökosystem suchen – verzichten muss man offensichtlich auf das Spatial Audio System und man muss mit Abstrichen beim Tracking leben. Beide Modelle sind ab sofort erhältlich. Die Tiny 3 ist zu einem Preis von 379 Euro (inkl. MwSt.) / 319 Euro (exkl. MwSt.) erhältlich während die Tiny 3 Lite 229 Euro (inkl. MwSt.) / 199 Euro (exkl. MwSt.) kostet.
Weiterführende Links:
Bildquellen: Obsbot |