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Gimbaltest: DJI Ronin RS 5 – Bedienung einfacher, Stabilisierung und Tracking perfektioniert - Bedienung und Akku

| Joachim Sauer

Seite 2 von 4: Bedienung und Akku

BEDIENUNG

Die Show beim Anschalten ist bereits bekannt: Das Gimbal löst die Sperren und entfaltet sich automatisch. Das ist aber nicht nur schick, sondern aus unserer Sicht sehr praktisch. Zumal die automatische Verriegelung auch im Standby für eine erhöhte Sicherheit sorgt und bei uns in kurzen Drehpausen bereits Standard ist. So kann man das Gimbal leichter und absetzen und spart zudem noch Strom. Seitlich findet man immernoch den bekannten Schieberegler für die Betriebsmodi und auch die restlichen Tasten sind unverändert. Wir haben sehr viel mit der Nikon ZR auf dem RS 5 gearbeitet, die sich bis jetzt noch nicht vom Gimbal aus steuern ließ – eigentlich schade, denn genau hier macht die Kamera eine sehr gute Figur und die Steuerung der Aufnahme vom Gimbal aus wäre schon schick. Wir gehen allerdings davon aus, dass dies nur eine Frage der Zeit ist, bis das funktioniert, was bei Panasonic und Sony-Modellen schon fast Standard ist.

Der neue Ausleger erleichtert die Gimbalführung und bietet eine weiter Bedieneinheit, was die Gimbalsteuerung bei gezielten Bewegungen deutlich einfacher macht.

Prinzipiell kann man festhalten, dass die Bedienung über das Display immer noch sehr fummelig ist. Die Bedienflächen sind relativ klein, das Display reagiert nun zwar besser, aber nicht noch nicht ganz zuverlässig auf die Berührung. Zudem sind die vielen Menüpunkte auf dem kleinen Display nicht übersichtlich unterzubekommen und entsprechend in Untermenüs verteilt. Man kann sich daran gewöhnen – schicker wäre dennoch ein größeres Display. Wobei man das Menü in der Regel nur für die Grundeinstellungen und die Kalibrierung benötigt. Auf der anderen Seite kommt dem Display durch das neue Tracking Modul eben auch eine weitere Funktion zu – dazu im entsprechenden Kapitel mehr. Sehr gut gefallen uns dagegen Joystick und das vordere Einstellrad mit denen man die Achsbewegungen wirklich sanft hinbekommt. Wird der DJI RS 5 mit zwei DJI Focus Pro Motoren kombiniert, lassen sich Zoom und Fokus ebenfalls über den Joystick beziehungsweise das Einstellrad steuern.

DJI RS5 DisplayDie Bedienung über die Tasten und Schieber ist sehr gut – das Display könnte noch etwas sensitiver auf die Finger reagieren.

AKKULAUFZEIT

Eine konkrete Akkulaufzeit können wir derzeit leider nicht benennen, denn tatsächlich hat DJI aus technischen Gründen vor circa zwei Wochen den Akkugriff zurückgefordert und einen Ersatz angekündigt, der bisher im Zoll festhängt. Was wir aus der langen Testzeit festhalten können: Nach einem (langen) Drehtag war der Akku niemals leer – realistisch lassen sich damit sogar zwei (normale) Drehtage hinbekommen. Wir halten die Angabe von 14 Stunden also für völlig realistisch. Ebenfalls bestätigen können wir die kurze Ladezeit, die DJI mit einer Stunde für die Vollladung beziffert. Wem das dennoch nicht ausreicht, kann zum neuen BG70-Griff greifen, mit dem DJI eine Akkulaufzeit von auf 30 Stunden erreichen will. Wichtig dürfte dies in erster Linie dann sein, wenn man weitere Verbraucher vom Gimbal mit Stom versorgt – schließlich liefert das RS 5 genug Schnittstellen dafür.

DJI RS5 USB C AnschluesseDer Akkugriff versorgt das Gimbal auch an langen Drehtag ohne Sorge vor Stromknappheit, so dass man durchaus auch die Kamera per USB versorgen kann.

Stabilisierung und Tracking
Seite
Autor:
Joachim Sauer
Bildquellen:
DJI, Joachim Sauer, Jonas Schupp MEDIENBUREAU

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