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Praxistest: Sony FX2 – die unterschätzte Cine-Kamera - Formate und Auflösungen, Fazit mit Wertungstabelle

| Joachim Sauer

Seite 4 von 4: Formate und Auflösungen, Fazit mit Wertungstabelle

FORMATE UND AUFLÖSUNGEN

Während die FX2 über den HDMI-Ausgang RAW-Signale ausgeben kann, nimmt sie intern in diversen XAVC-Codecs auf. Die maximale Auflösung beträgt 4K (DCI und UHD), wobei die Kamera ein 7K-Oversampling des 33 Megapixel-Sensors durchführt. Was uns fehlt, ist ein 7K-Open Gate-Modus oder eine ähnliche Alternative, um dank der hohen Auflösung beispielsweise Hoch- und Querformatvideos mit einer einzigen Aufnahme und nachträglichem Kadrieren erstellen zu können. Die maximale Bildwiederholrate beträgt in 4K 60 Bilder in der Sekunde, wobei die Kamera ab 50p in einen S35-Crop geht. Das gilt es beispielsweise bei Aufnahmen mit viel Bewegung zu berücksichtigen, denn angeschlossene Vollformat-Objektive ändern im Crop ihre Brennweite. Unser verwendetes 16-35 mm-Objektiv wurde beispielsweise zu einer 24-53 mm-Optik.

Während der obere Slot sowohl CFexpress Typ A als auch SD-Karten aufnimmt, lassen sich in den unteren Slot nur letztere einschieben.

LICHTSTÄRKE

Die FX2 besitzt, wie nahezu alle Cine-Kameras, zwei native ISO-Empfindlichkeiten. In S-Log3 liegen diese bei ISO 800 und ISO 4000. Damit ist klar, dass man spätestens bei Sonnenscheinen einen ND-Filter einsetzen muss. Interne ND-FIlter gibt es in der FX-Serie erst in der FX6, bei allen anderen muss ein entsprechender Filter vor das Objektiv geschraubt werden. Die hohe ISO-Basisempfindlichkeit hat jedoch auch eine gute Seite, denn wie für aktuelle Sony-Kameras nicht unüblich entpuppt sich auch die FX2 als sehr gute Kamera in Umgebungen mit wenig Licht. Um es kurz zu machen: Wenn es um die Detailschärfe geht, ist für uns bei ISO 12800 die Grenze erreicht, um das Material noch professionell einsetzen zu können. Hinsichtlich des Bildrauschens war erst bei ISO 25600 Schluss. Hier kommt der Kamera auch ihr 7K-Oversampling zugute, was das Bildrauschen feiner und damit weniger störend darstellt.

Sony FX2 Test ISO 25600Was das Bildrauschen angeht, würden wir bei ISO 25600 die Grenze ziehen und das Meterial nur noch in Ausnahmefällen einsetzen.

 

FAZIT

Joachim Sauer VIDEOAKTIV Autor

Nicht nur preislich, auch von den Eigenschaften her steht die FX2 genau zwischen FX30 und FX3. Gegenüber der APS-C-Schwester bietet sie mit Vollformat-Sensor mehr Unschärfe bei Offenblende, gegenüber der FX3 punktet sie mit günstigerem Preis. Das macht sie erschwinglicher für Kreativschaffende, die die Kamera nicht täglich nutzen, wie beispielsweise Werbeagenturen, die viel im Social Media-Bereich arbeiten. Was dabei aber hinderlich ist, sind fehlende Formate mit hohen Auflösungen.

Um in die FX2 in den richtigen Kontext zu rücken, muss man deshalb einen Blick über den Tellerrand wagen. Denn der hochauflösende, neigbare Sucher weckt Erinnerungen an Profi-Camcorder, die ebenfalls maximal 4K-Auflösung bieten und auch preislich auf dem Niveau der FX2 mitsamt XLR-Griff liegen. Hier kann die FX2 selbst im S35-Crop mit der größeren Sensorfläche sowie kompakteren Maßen punkten – auch wenn, um brennweitentechnisch beispielsweise mit einer Z200 gleichzuziehen, mehrere Objektive benötigt werden. Wer diese jedoch besitzt, findet mit der FX2 einen modernen Camcorder-Ersatz für aktuelle Produktionen.

+ hochauflösender, neigbarer Sucher
+ übersichtliches Filmmenü
+ sehr guter Autofokus
- kein Open Gate / hohe Auflösungen

DATEN

DATEN UND TESTERGEBNISSE

Sony FX2 Test Tabellenbild

Hersteller Sony
Modell  ILME-FX2 
Preis 3199 Euro
Objektiv (Preis) Sony FE 16-35mm F2,8 GM (1899 Euro)
Internet www.sony.de
DATEN
Aufzeichnungsformate C4K (60/50/30/25/24p), UHD (60/50/30/25/24p), Full-HD (120/100/60/50/30/25/24p)
Codecs (Dateiformate)  ProRes RAW, Blackmagic RAW, H.265, H.264, All-Intra, MOV, MP4, MXF
Max. Abtastung intern 4:2:0, 4:2:2 (8 Bit, 10 Bit)
Max. Abtastung 4:2:0, 4:2:2, 4:4:4 (8 Bit, 10 Bit, 12 Bit)
Aufnahmemedien 1x CFexpress Typ A / SDXC, 1x SDXC
Bildwandler/Auflösung Vollformat/33 Megapixel
Objektiv-Bajonett E-Mount
Zoomfaktor/Brennweite
(KB-äquivalent)
2,2 fach/16 bis 35 mm (F2,8)
Gewicht mit Objektiv 1359 Gramm
BILDQUALITÄT max. 30 Punkte 23,3/sehr gut
Schärfe sehr gut
Dynamikumfang  gut 
Bewegungsauflösung gut 
Rauschen/Bildfehler sehr gut
Lichtempfindlichkeit hervorragend 
Farbwiedergabe hervorragend 
Schärfentiefe-Qualität sehr gut 
Bildstabilisierung gut 
Autofokus hervorragend 
TON 10 Punkte 7,5/sehr gut
Tonformate PCM 2ch, PCM 4ch, AAC 2ch
Manuelle
Tonaussteuerung 
Mikrofon-/Kopfhörer-/
XLR-Buchsen
●/●/—
Tonqualität internes Mikrofon befriedigend
AUSSTATTUNG 30 Punkte 22,/sehr gut
Bildstabilisator
Body/Optik
●/—
Sucher  1228800 RGB-Pixel 
Display/Diagonale ●/3 Zoll (7,6 cm)
Display kippen/drehen/
Touchscreen
●/●/●
Blende/Shutter/ISO
manuell
●/●/●
Weißabgl. manuell/
Presets/Kelvin
●/●/●
Fokus manuell per/
Hilfen
Fokusring, Touchscreen/Ausschnittsvergrößerung, Kantenbetonung
Farbe/Kontrast/Schärfe
einstellbar
●/●/●
Zeitraffer/Zeitlupe ●/● (Full-HD max. 120p )
Log/Log-Vorschau/RAW/HDR S-Log 3/Log-Vorschau/intern+extern/HLG
LAN/WLAN/Bluetooth ○/●/●
Datei-Upload/Livestreaming  ●/●/●
Zubehörschuh standard
/intelligent 
●/●
Digitalausgang  USB-C, HDMI
BEDIENUNG 30 Punkte 24,8/sehr gut
Bedienungsanleitung PDF, online
Ergonomie  sehr gut 
Bedienelemente hervorragend
Menü(Benutzerführung) sehr gut 
Fernsteuermöglichkeit hervorragend 
Smartphone-App Sony Creators‘ App
 
Urteil max.100 Punkte 78/sehr gut
Preis/Leistung sehr gut

 

 

Seite
Autor:
Joachim Sauer
Bildquellen:
Sony, MEDIENBUREAU

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