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Sony Bravia-Displays: Anzeigensteuerung via KI-Blickverfolgung

Große Displays statt Papierwerbeflächen – das gehört inzwischen in Einkaufszentren zum Normalfall. Doch künftig sollen diese auf vorbeilaufende Personen reagieren und anhand deren Blicke erkennen welche Inhalte passend sind.

Dahinter steckt die von Sony entwickelte AITRIOS Edge-KI-Technologie die Bildschirminhalte mittels bildverarbeitender KI dynamisiert und der Blickrichtung der Betrachtenden anpassen kann. Diese dynamische Werbelösung soll reaktionsschnell und zielgerichtet Inhalte erstellen, die sich danach richten, wohin der Betrachter auf dem Bildschirm schaut. Sony präsentierte Auf der Digital Signage Summit Europe (DSSE) hat Sony zwei Anwendungsfälle vorgestellt: Blickerkennung und Analyse (in Zusammenarbeit mit AISS) sowie intelligente Objekterkennung (mit ScreenManager). Diese Setups dienen dem Einzelhandel dazu, personalisierte Inhalte auszulösen, um die Kundenansprache zu verbessern.

Dynamisch passende Inhalte anzeigen sollen die Sony Displays und werten dazu via KI die Blicke vorbeilaufender Personen aus.

Autor: Jonas Schupp
Bilder: Magix, Joachim Sauer, Jonas Schupp MEDIENBUREAU

Hands-On Sony FX2: Vollformat-Kamera für Cine-Einsteiger

Link zum Hersteller: Sony - Bravia

Aktuelle Markt-Artikel

WD reaktiviert G-Drive: für Content Creator und alle Kreativschaffenden

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WD reaktiviert G-Drive: für Content Creator und alle Kreativschaffenden

Was bisher unter dem Produktlabel Sandisk Professional lief, soll nun wieder G-Drive heißen, wobei das Produktporfolio weitgehend erhalten bleibt.

Die Neuordnung der Produktsegmente läuft nach der Trennung von SanDisk und WD immer noch auf Hochtouren: Der Markenname G-Drive mit dem markenten G im Kreis, hat WD eigentlich 2021 bereits beerdigt und die Produkte in SanDisk Professional umgewandelt. Viele der Produkte gibt es weiterhin, doch nun kommt die Rolle rückwärts, denn nachdem SanDisk als eigenständige Firma ausgegründet wurde, kommt nun wieder das weiße G auf hellblauem Kreis ins Spiel. G-Drive soll nun wieder die Produktmarke für die Bedürfnisse von Content Creator und Kreativschaffenden, mit ihrem Anspruch auf hohe Kapazitäten und schnelle Schreib- und Lesegeschwindigkeiten, werden.  Unter dem „G“-Logo gibt es künftig Desktop-Festplatten, portable Laufwerke sowie Mehrfach-RAID-Systeme, die für hochauflösende Fotografie, Videoproduktion, Grafikdesign und Audio-Engineering gedacht sind. Damit will WD Einzelanwender, Unternehmen sowie Produktionsstudios erreichen und den gesamten kreativen Workflow von Datenerfassung am Set und Echtzeitbearbeitung bis hin zu Backup und Postproduktion, abdecken.

Im Jahr 2021 hat WD den Markennamen G-Technology/G-Drive beerdigt, um nun das blaue G für die Produktmarke G-Drive wieder aufleben zu lassen. Damit ist ein weiterer Schritt zur Trennung von Sandisk vollzogen. 

Das aktuelle Produktportfolio unter der Marke G-Drive umfasst die ArmorATD als robustes, portables Laufwerk mit bis zu 6 TB Speicherkapazität und die G-Drive als Desktop-Festplatte mit Enterprise-Class Ultrastar HDD und bis zu 26 TB Speicherkapazität. Als G-Drive Project bezeichnet man eine Single-Bay-Desktoplösung mit Thunderbolt 3 und Enterprise-Class Ultrastar HDD mit bis zu 26 TB beziehungsweise als Project 2 ein  Zwei-Bay-Thunderbolt 3 RAID-System. Dazu gibt es noch die G-RAID Shuttle Systeme mit vier bzw. acht Laufwerkseinschüben. Bestehende HDD-basierte Produkte der Marke SanDisk Professional werden weiterhin vollständig von WD unterstützt und unterliegen der geltenden Garantie. Der Übergang der SanDisk Professional-Produkte zur Marke G-Drive wird bis Ende dieses Monats abgeschlossen. WD, eigentlich Western Digital, hat sich selbst gerade ein neues Branding verpasst und eine neue Roadmap für die Festplattenentwicklung verkündet.

Weiterführende Links:

Speicherstrategie: G-Technology ArmorATD - mobiles Backup-Laufwerk im Test

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Link zum Hersteller: WD

Bildquellen: WD

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BVFK-Umfrage: Dreh-Team Honorare 2025/26

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BVFK-Umfrage: Dreh-Team Honorare 2025/26

Der Bundesverband der Fernsehkameraleute BVFK will mit einer Umfrage Transparenz schaffen und die Preisrealität der freien Filmschaffenden abbilden.

Dass der gefühlte Druck auf den sogenannten „Freien“ durch die schwache Auftragslage sehr hoch ist, steht außer Frage. Der BVFK hat, um das Gefühl in Zahlen fassen zu können, deshalb eine Umfrage gemacht, an der sich rund 150 Kameraleute aus ganz Deutschland beteiligt haben. Die Umfrage ist damit nicht wirklich repräsentativ, zeichnet aber ein durchaus realistisches Bild der Marktlage von Filmschaffenden für öffentlich-rechtliche und private Sender und Produktionsfirmen. So liegt marktübliche EB-Team Drehtag im Schnitt bei circa 1.100 Euro, der Single-EB-Einsatz liegt bei rund 795 Euro. Beide Preise sind logischerweise netto. Interessant dabei ist die hohe Differenz der Angaben, denn die Mindestangabe lag bei gerade mal 300 Euro, die Maximalangabe, dann mit Hinweis auf umfangreicheres Equipment, bei 1839 Euro. Für dieses Honorar arbeiten die Filmschaffenden lauf Umfrage pro Drehtag 9,94 Stunden, die durchschnittliche Pausenzeit liegt bei etwa 54 Minuten, so dass sich eine effektive Arbeitszeit pro Drehtag von 9,0 Stunden ergibt.

Nicht nur vor der Kamera muss das Geld fließen, auch die Filmschaffenden selbst wollen oder müssen fair bezahlt werden.

Rechnet man das durchschnittliche Tageshonorar von 1.100 Euro durch die neun Stunden ergibt sich ein Stundenhonorar von 122 Euro. Wohlgemerkt für zwei Leute inklusive des teuren Equipments. Der BVFK rechnet vor, dass sich ein fairer Preis für das EB-Team aus 1100 Euro Leistungswert + 15–30 % Unternehmeraufschlag + 50–150 Euro Organisations-/Logistikpuffer zusammensetzen müsste. Recht offensichtlich deckt sich das wenig bis gar nicht mit der Praxis. Ähnlich sieht es bei Single-EB-Einsätzen aus, die so durchgerechnet zwischen 900 bis 1.150 Euro einbringen müssten. Laut der Umfrage liegt der Reisetag marktüblich zwischen 500–600 Euro und die KM-Pauschale bei 0,50–0,55 Euro.

Im Median-Tagespreis von ca. 1.100 Euro (netto) sind im Schnitt enthalten:

  • 1 Kameraperson
  • 1 Tonperson (außer Single-EB)
  • Kamera inkl. Objektiv & Stativ
  • Zusätzliche Objektive
  • vollständiges Tonequipment
  • Basis-Licht
  • Zubehör

Nicht standardmäßig enthalten (oft extra berechnet) u.a.:

  • Spezialrigs (Gimbal, EasyRig, etc.)
  • Zusatzkameras
  • umfangreiches Licht
  • Spezialtechnik
  • Laptop

Im Fazit nennt der BVFK die Niedrigpreise als einzelne Ausreißer, die auf strukturellen Preisdruck zurückzuführen sind und nicht auf marktübliche Bedingungen. Der Preisabstand zwischen EB-Team und Single-EB, so der BVFK, ist aktuell zu gering und bildet reale Kosten und Risiken nicht ab. Parallel zeigen die Daten massive strukturelle Probleme: Angst vor offener Kommunikation, Eingriffe in die Selbstständigkeit und intransparente Preisbildung.


Ein zentrales zusätzliches Ergebnis der Umfrage ist, dass viele Befragte mit deutlich unterdurchschnittlichen Honoraren berichten, ihnen sei von Auftraggebenden wiederholt vermittelt worden, es gebe keine höheren Budgets bzw. höhere Preise seien „nicht mehr durchsetzbar“. Die statistische Gesamtauswertung widerlegt diese Darstellung klar: Marktübliche Preise existieren real und werden regelmäßig bezahlt. Die Vorgabe vermeintlich niedriger Budgetobergrenzen stellt damit ein wirksames Druckinstrument dar, mit dem Honorare systematisch nach unten verhandelt werden. Die BVFK-Mitglieder fordern klar kollektive Lösungen in Form von Mindesthonoraren, Transparenz und gemeinsamer Verhandlungsmacht.

Weiterführende Links:

Lesertest: Nikon ZR beim Kino- und Werbe-Profi

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Link zum Hersteller: BVFK-Umfrage

Bildquellen: KI-generiert

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EU-Rat: Importzoll jetzt auch auf Kleinsendungen

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EU-Rat: Importzoll jetzt auch auf Kleinsendungen

Auch in der Medienszene machen Hersteller aus Asien den Händlern viel Druck, da sie durch Direktimporte in Kleinmengen den Zoll umgehen. Jetzt schiebt die EU dem ein Riegel vor – was gerade kleines Zubehör teurer machen dürfte.

Lange hat die EU dabei zugeschaut wie Hersteller aus Drittländern Online direkt an Verbraucher verkaufen und mit einer Paketflut an Kleinsendungen den stationären Handel massiv unter Druck gesetzt haben. Denn Warensendungen unter 150 Euro gingen in der Regel ohne weitere Prüfung direkt zum Kunden durch – ohne Importzoll, so dass die Hersteller trotz Versandkosten in einem deutlichen Wettbewerbsvorteil standen. Jetzt will man gegensteuern und mit neuen Import-Zollregeln die Paketflut bremsen. Nach Angaben des Rates sollen Sendungen mit einem Wert von unter 150 Euro künftig nicht mehr zollfrei bleiben: Vorgesehen ist zunächst ein pauschaler Zollsatz von 3 Euro für Waren in solchen Kleinsendungen; ab dem 1. Juli 2026 soll der Zollsatz dann je nach Warenkategorie erhoben werden.

Bisher haben Hersteller aus Drittländern den Import durch Kleinsendungen gezielt umgangen. Das soll ab sofort geändert werden, indem alle Sendungen einer Verzollung unterliegen. 

„Das Geschäftsmodell vieler Onlineanbieter basiert darauf, Produkte als millionenfache Einzelsendungen direkt an Verbraucherinnen und Verbraucher in der EU zu verschicken und genau in diesen Warenströmen finden sich leider auch viel zu viele nicht EU-konforme und damit potenziell unsichere Produkte“, meint Daniel Pflumm, Referent für Produktsicherheit beim TÜV-Verband.

Zudem verzerren die vom Importeur zu entrichtenden Kosten für die Entsorgung nach ElektroG den Wettbewerb, da beim Direktimport an Privatpersonen diese Kosten nicht anfallen. Dennoch dürfen Direktimporte über die kommunalen Entsorgungshöfe entsorgt werden. Aktuelle Zahlen verdeutlichen die Dimension: Im Jahr 2024 wurden nach Angaben der EU-Kommission knapp 4,6 Milliarden Pakete im Wert unter 150 Euro in die EU importiert (rund 12 Millionen Pakete pro Tag); allerdings wurden pro einer Million Produkte nur 82 Produkte von den Behörden kontrolliert. „Das Grundproblem bleibt bestehen“ meint entsprechend der TÜV-Verband: „Zu viele Produkte werden weiterhin über Online-Marktplätze in Verkehr gebracht, ohne dass ihre Konformität mit EU-Anforderungen verlässlich abgesichert ist.“

Weiterführende Links:

Lesertest: Nikon ZR beim Kino- und Werbe-Profi

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Link zum Hersteller: Positionspapier des TÜV-Verbands

Bildquellen: KI-generiert

Songdian: tritt dem Micro Four Thirds System Standard bei

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Antigravity A1: 8K 360-Grad-Drohne jetzt erhältlich

Shenzhen Sonida Digital Technology Co., Ltd. heißt der Hersteller, der unter der Marke Songdian eigene Kameras vermarktet und hierzulande als ODM-Hersteller hinter Kameras anderer Marken stehen.

OM Digital Solutions (damals noch Olympus) und Panasonic haben 2008 gemeinsam den Micro Four Thirds System Standard vorgestellt und haben in der Shenzhen Sonida Digital Technology Co., Ltd. einen weiteren Unterstützer gefunden. Der Micro Four Thirds System-Standard wird derzeit von 63 Unternehmen unterstützt, darunter auch Firmen, die sich auf B2B-Geschäfte konzentrieren. Mit der Teilnahme von Sonida verspricht man sich für die Zukunft neue Produkte zum Micro Four Thirds-Sortiment. Shenzhen Sonida Digital Technology Co., Ltd. ist ein Unternehmen für digitale Bildverarbeitung, das Kameras und Zubehör entwickelt und herstellt und Erfahrung als „ODM-Hersteller für internationale Kameramarken hat“, so die Pressemitteilung. Das Unternehmen vertreibt seine Produkte weltweit unter seiner eigenen Marke SONGDIAN, unter der man nun auch Micro Four Thirds-kompatible Produkte herstellen will.

Sonida steht derzeit eher als Hersteller hinter Kameras, die von Marken ohne eigene Entwicklung und Fertig am Markt agieren. Mit der Eigenmarke Songdian könnte sich das mittelfristig ändern. 

Weiterführende Links:

GoPro, DJI und Insta360: Wer baut die beste 360-Grad-Kamera?

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Link zum Hersteller: Sonida

Bildquellen: VIDEOAKTIV, Hersteller

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Teltec AG: Stellt Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung

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Teltec AG: Stellt Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung

„Sich neu aufstellen“ nennt es Teltec und hat einen Antrag auf Sanierung in Eigenverwaltung stellt. Damit will man alte Finanzverbindlichkeiten loswerden – aber weitermachen.

Teltec spricht von einem operativ gesunden und profitablen Kerngeschäft, das von hohen Finanzverbindlichkeiten aus der Vergangenheit belastet wird. Was fehlt ist die finanzielle Beweglichkeit – sprich die Liquidität. „Wir sind profitabel, die Auftragsbücher unserer neun Standorte gut gefüllt“, lässt sich Ralf P. Pfeffer, CEO der Teltec AG zitieren und spricht von einem „finanziellen Rucksack aus der Vergangenheit.“ Jetzt will man also diesen Ballast abwerfen und somit lieber die Gläubiger und Gläubigerbanken leer ausgehen lassen. Bei der Insolvenz in Eigenverwaltung bleibt die Geschäftsführung im Amt, doch das Unternehmen wird unter Aufsicht eines Sachverwalters selbst saniert. Ziel ist der Erhalt des Unternehmens und der Arbeitsplätze, meist durch einen Insolvenzplan, ohne dass ein externer Insolvenzverwalter die Kontrolle übernimmt. Herauskommen soll Teltec „als Innovationsmotor“ mit dem man seine Position in Europa weiter ausbauen will. Dabei betont man, dass man sich der Verantwortung gegenüber den rund 100 Mitarbeitenden, den Lieferanten und den Kunden in der Medienbranche bewusst ist.

Teltec hat in den letzten Jahren viele Fachhändler geschluckt, nun gerät man selbst unter die Räder und will mit einer Insolvenz in Eigenverwaltung wieder zurück in die Spur kommen. 

Der Geschäftsbetrieb läuft an allen neun Standorten in Deutschland und Österreich sowie im Onlineshop weiter. Alle bestehenden Aufträge sollen wie gewohnt abgearbeitet werden und die Warenversorgung sichergestellt sein. Angedeutet haben sich die Probleme bereits Ende 2024, wo man im ersten Schritt bpm und Videodata mit Teltec verschmolzen hat. Auf Nachfrage bei Ralf Pfeffer hat die Insolvent keine Auswirkungen auf die Muttergesellschaft Avemio unter deren Dach auch MoovIT gehört, die somit auch nicht betroffen ist. Dennoch ist die Reaktion an der Börse mehr als deutlich: Die Aktie der Muttergesellschaft Avemio ist auf einen Schrottwert von um die 40 Cent gefallen.

Weiterführende Links:

Gimbaltest: DJI Ronin RS 5 – Stabilisierung und Tracking perfektioniert

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Link zum Hersteller: Teltec

Bildquellen: VIDEOAKTIV

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