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Lesertest: Nikon ZR bei Event- und Performance-Videografie - Ergonomie und Belichtung

| Joachim Sauer

Seite 2 von 3: Ergonomie und Belichtung

ERGONOMIE 

„Die Nikon ZR liegt sicher in der Hand und wirkt sehr hochwertig verarbeitet,“ meint Tom, schränkt jedoch ein, dass „für kleinere Hände der Body jedoch etwas breit ist, weshalb ein Cage die Handhabung weiter verbessern würde.“ Der große und sehr helle Monitor ist seiner Meinung nach eines der Highlights der Kamera und auch im Clublicht hervorragend ablesbar. Für ihn besonders erfreulich war die Touch-Bedienung, die präzise und zuverlässig reagiert. „Im Vergleich zu meiner bisherigen Kamera arbeitet die Nikon ZR deutlich stabiler und zuverlässiger.“ Viele Situationen, die für ihn zuvor kritisch waren, ließen sich mit der Nikon ZR souverän meistern, wobei er auch die interne Bildstabilisierung als eines der stärksten Merkmale der Nikon ZR hervorhebt: „Selbst sehr schnelle, handgehaltene Bewegungen wirken extrem ruhig. Im Gedränge eines Clubs sieht das Material fast aus wie mit einem Gimbal aufgenommen. Für meine Arbeit ist das ein enormer Vorteil.“ 

Lesertest NikonZR Schniedenham Frage5Im direkten Vergleich zu Sonys ZV-E10 zeigt sich der Fortschritt der Nikon ZR durch einen großen Monitor, aber eben auch eine verbesserte Stabilisierung und Low-Light-Leistung.

BELICHTUNG

Die Einstellung von Blende, ISO und Belichtungszeit funktionierte bei Tom Schniedenharn problemlos: „Ich habe überwiegend manuell gearbeitet, konnte mich aber auch auf die Automatiken verlassen.“  Typischerweise ist es im Club-Umfeld eher dunkel, so dass bei seinen Drehs die ISO-Werte meist bei etwa 8000, in vielen Situationen auch ISO 12.800 lag. „Selbst bei diesen hohen Werten blieb das Bild sehr sauber und gut nutzbar. Das erleichtert die Arbeit im Low-Light enorm“, resümiert Tom. Auch ohne LOG-Aufzeichnung liefern die Standardprofile sehr neutrale und flache Bilder, die sich bei ihm mit leichter Kontrastanhebung gut graden ließen. Gegenüber seinem bisherigen Equipment stellt die Low-Light-Performance einen klaren Fortschritt dar. Die Cine-Modi und RED Picture Controls hat Tom nur kurz getestet, da sie für seinen Club-Workflow weniger relevant sind. Der R3D NE Codec bietet seiner Meinung nach dennoch deutlich mehr Spielraum beim Color Grading. In DaVinci Resolve ließ sich das Material problemlos bearbeiten, wobei im besonders der Dynamikumfang und Farbneutralität positiv aufgefallen sind.

Lesertest NikonZR Schniedenham Frage8Selbst bei sehr hohen ISO-Werten zeigt die Nikon ZR kaum sichtbares Rauschen.

Autofokus, Ton und Fazit
Seite
Autor:
Tom Schniedenharn, Joachim Sauer
Bildquellen:
Nikon, Tom Schniedenharn

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