RødeCaster Video Core: kleiner Videomischer für große Produktionen
Audiospezialist Røde ergänzt seine Videoproduktlinie durch den Eisteiger-Mischer RødeCaster Video Core und führt eine eigene Synchronisation mit den Audio-Produkten sowie den EDL-Export für DaVinci Resolve ein.
Die bisher schlankste Lösung für Video-Podcaster, Solo-Creator und Live-Streamer soll dennoch professionelle Ansprüche erfüllen soll der RødeCaster Video Core, wobei der Hersteller die gleiche Produktionsleistung wie beim Flaggschiff RødeCaster Video verspricht. Der RødeCaster Video Core kombiniert entsprechend einen Video-Mischer, die Videoaufnahme und Streaming mit einem professionellen Audiomixer in einer kompakten Einheit. Parallel dazu startet RødeCaster Sync als neue Funktion, die den RødeCaster Video Core nahtlos mit den Audio-Interfaces RødeCaster Pro II und RødeCaster Duo verbindet und so ein einheitliches Produktionszentrum schaffen soll. Ansprechen will man damit sogenannte Audio-First-Creator die mit geringerem Aufwand ins Video expandieren wollen. Der RødeCaster Video Core unterstützt bis zu vier Videoquellen und fünf vollständig anpassbaren Szenen und arbeitet mit einem Octa-Core-CPU-Video- und Audioprozessor. Drei Full-HD-HDMI-Eingänge bieten eine automatische Bildratenkonvertierung. Der konfigurierbarer HDMI-Ausgang liefert Anzeigen von Programmen, Vorschau und Multi-View. Dazu gibt es noch zwei USB-C-Anschlüsse zum Anschluss von Video- und Audiogeräten und zwei Studio-Neutrik-Combo-Buchsen (XLR/6,3-Klinke).
Røde verspricht eine leistungsstarke Audioverarbeitung mit EQ, Kompressor, Noise Gate, Hochpassfilter, De-Esser sowie die Aural Exciter-, Big Bottom- und Compellor-Effekte. Außerdem unterstützt der Mischer Netzwerkkameras (einschließlich PTZ-Betrieb) mit bis zu vier NDI-Eingängen und einem Ausgang über Ethernet sowie Dual-Cam-Streaming mit der kostenlosen Røde Capture App für iOS-Geräte. Eine externe SSD lässt sich per USB anschließen, um Video aufzunehmen. Alternativ kann der Mischer das Signal via USB direkt als UVC an einen Computer ausgeben. Besonderheit dabei: Der Mischer hat keine Tasten, sondern bietet die Bedienung via Software an. Alternativ bietet er Automatismen, wie das automatische Wechseln von Videoquellen und Szenen basierend auf Audioeingängen. Via RødeCaster App sollen sich leicht benutzerdefinierte Grafiken und Medien zuspielen lassen und individuelles Szenen bauen lassen. Es gibt ein EDL-Export für DaVinci Resolve sowie ein Import von Switch-, Transition-, Grafik- und Timeline-Daten für schnellere Bearbeitung. Der RødeCaster Video Core wird weltweit ausgeliefert und kann für 599 US-Dollar vorbestellt werden.
Neben der Einführung des RødeCaster Video Core und der Einführung von RødeCaster Sync hat Røde eine Reihe bedeutender Firmware-Updates in der RødeCaster Series angekündigt, die die Fähigkeiten seiner Video- und Audioproduktionskonsolen weiter verbessern. So gibt es nun für die gesamte Serie den EDL Timeline Export, mit der man die vollständige Produktionszeitleiste als EDL-Datei für DaVinci Resolve aufbereitet, so man die gesamte Produktion bearbeiten kann. Als Basis hat man so die Schnittstruktur, das Timing und die Clip-Anordnung. Im Update ist zudem eine erweiterte Webcam-Kompatibilität, die sowohl komprimierte als auch unkomprimierte Quellen ermöglicht. Mit der Zeit geht Røde mit dem flexibleren Medienimport, der Videos und Medien auch in bisher ungewöhnlicheren Seitenverhältnissen, wie vertikal oder quadratisch beim Import ermöglicht, wobei diese Dateien automatisch skaliert und optimiert werden sollen. Das RødeCaster Duo Audiointerface wurde ebenfalls verbessert, wobei die Gesamtzahl der Audiokanäle von sieben auf neun erhöht wurde – entsprechend dem RødeCaster Pro II. Außerdem ersetzen drahtlose Eingänge nicht mehr Combo-Eingänge, sodass Entwickler XLR-Eingänge und kabellose Empfänger gleichzeitig nutzen können.
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