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Test DJI Osmo Pocket 3: Der perfekte Camcorder? - Transport und Fazit

| Joachim Sauer

Seite 5 von 5: Transport und Fazit

TRANSPORT

Sind wir mal ehrlich: Das „große“ Paket mit Mikrofon und Zusatzakku wird man in der Regel auf die Wanderung nicht mitnehmen – zumal das gar nicht nötig ist, denn der integrierte Akku reicht problemlos für etwa 35 Minuten Aufnahmezeit in voller Auflösung. Zumal die Kamera immer schnell an und direkt in Aufnahme ist, entstehen in der Regel wenig zeigen, in denen die Osmo Pocket 3 „leer“ läuft ohne Video aufzuzeichnen. Das ist alles schon ziemlich clever an dem ausgerichtet, was man heute üblicherweise benötigt. Allerdings ist das kompakte Gimbal dann doch nicht so einfach zu transportieren. Zwar fährt die Osmo Pocket 3 die Kamera automatisch in die Halteposition und rastet dort ein, doch die Rasterung ist zu leichtgängig und damit die Kamera ist in der Jackentasche schnell gedreht. Dann liegt die Optik entsprechend ungeschützt in der Jackentasche, so dass man besser dort nichts Weiteres drin haben sollte. Sonst ist die Optik schnell verkratzt.

MEDIENBUREAU DJI OsmoPocket3 1057904Vor allem die Größe macht die Pocket 3 reisetauglich, wenn auch mit etwas Optimierungspotential.

 

FAZIT

Joachim Sauer VIDEOAKTIV Autor

Nein, ein echter Camcorder ist die DJI Osmo Pocket 3 natürlich nicht. Dazu fehlt ihr schlicht und ergreifend eine Optik mit ordentlichem Telebereich. Wer die kleine Kamera nutzt, muss sich bewegen und eher Objekten folgen und ihnen auf die Pelle rücken. Das entspricht durchaus den derzeitigen Gestaltungsgewohnheiten – besonders, wenn man mit Interviews oder im Selfie-Bereich unterwegs ist. Dafür spricht der klar auf diesen Anwendungsbereich optimierte Lieferumfang mit dem Funkmikrofon. Auch wenn der Zusatzakku längere Laufzeiten verspricht ist die Osmo Pocket wegen der Wärmeproblematik nicht für Langzeitaufzeichnungen geeignet. Eigentlich schade, denn eigentlich könnte sie das.

Die große Stärke und Neuerung bei der Osmo Pocket 3 ist der größere Sensor, der besser auf Video optimiert ist und deshalb dank großer Pixel bei wenig Licht überzeugt. Auch wenn die Osmo Pocket vielleicht ab und zu etwas zu hell belichtet: Die Kamera macht nicht nur bei Sonnenschein brillante Bilder, sondern überzeugt mit Lowlight-Fähigkeiten, von denen die Camcorder meist weit entfernt blieben. Etwas zu nervös regeln uns die Automatiken bei der Belichtung und Weißabgleich nach – das ist allerdings Jammern auf hohem Niveau und zudem mit manuellen Einstellungen zu verhindern.

Gleichzeitig ist die Gimbal-Leistung untadelig und den alten Camcordern weit überlegen. Lediglich Wippbewegungen beim harten Laufen bekommt die Osmo Pocket 3 nicht ausgeglichen – aber das wäre ja auch die vierte zu beruhigende Achse. Man muss also schon selbst darauf achten, dass man sanft abrollend geht und nicht mit dem Arm wippt.

DATEN

 

DATEN UND TESTERGEBNISSE

Canon EOS C50 Tabellenbild

Hersteller DJI
Modell Osmo Pocket 3
Preis 429 Euro (Basismodell)
549 Euro (Kreativ Combo)
Abmessungen 14 x 4,2 x 3,4 cm
Gewicht 179 g
Internet www.dji.com
DATEN
Aufzeichnungsformate UHD (120//60/50/30/25/24p), 2,7K (120/60/50/48/30/25/24p), Full-HD (240/120/60/50/30/25/24p)
max. Datenrate 130 Mbit/s
Codecs (Dateiformate) H.264
Max. Abtastung intern 4:2:0 (10 Bit, 8 Bit)
Aufnahmemedien Micro-SDXC
Bildwandler/Auflösung 1 Zoll/9,4 Megapixel
BILDQUALITÄT max. 44 Punkte 32/sehr gut
Outdoor sehr gut
Indoor gut
Lowlight sehr gut
Bildberuhigung sehr gut
Aufnahmewinkel (min - max.) 84 Grad
TON max. 7 Punkte 6/sehr gut
Tonaufnahme stereo
Mikrofonanschluss drahtlos
Tonqualität gut
AUSSTATTUNG max.23 Punkte 16,3/sehr gut
GPS-Empfänger/Bluetooth/WLAN ●/●/●
Akkufach/Zusatz-Akku ○/●
Anschlüsse USB-C
USB-C Speicher (intern/Karte) –/Micro-SD
Spritzwasserschutz –
wasserdicht/Tiefenangabe  –/–
Unterwassergehäuse –
Objektiv drehbar ●
Überkopfkorrektur manuell/automatisch
LED-Leuchte optional
Intervall-Fotofunktion ●
Aufnahmeloop ●
Pre-Recording 15 Sek.
Lieferumfang Stativgewinde, sonstige Halterung
BEDIENUNG max.26 Punkte 19,5/sehr gut
Bedienungsanleitung nur digital, vollständig, verständlich
Akkulaufzeit  130 Minuten 
Akku-Ladezustand in Prozent
Fernbedienung via App
Smartphone-App IDJI Mimo
Touch-Dsplay ●
Status/Kontroll-Display (Diagonale) ●/● (5 cm)
Ein-Tasten-Aufnahme ●
gut erkennbare Record-Funktion ●
Menüstruktur übersichtlich und logisch
Fernsteuermöglichkeit sehr gut
Tasten/Handhabung gut bedienbar (auch mittels Gesten-/Sprachsteuerung)
va logo kl 100  
Urteil max.100 Punkte sehr gut 73,8
Preis/Leistung sehr gut
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