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Praxistest: DJI Osmo 360 II – das neue 360-Grad-Topmodell - Bedienung, Ton und Stitching

| Jonas Schupp

Seite 4 von 5: Bedienung, Ton und Stitching

BEDIENUNG

Auch wenn die Kameramenüs zwischen Rundum- und Actioncam-Betrieb unterscheiden, bleibt die Bedienlogik beim bekannten DJI-Schema. So ruft man beispielsweise mit einem Wischen von oben nach unten das Hauptmenü auf, währen man im Vorschau-Bildschirm mit einem Druck auf das jeweilige Symbol man in Pre- und Loop-Recording-Moni oder die Bildeinstellungen gelangt oder vergangene Aufnahmen aufruft. Im Hauptmenü besitzen die einzelnen Einstellungen kleine Piktogramme, was für Einsteiger etwas Eingewöhnung erfordert, dann aber flüssig von der Hand geht. Gesten- und Sprachsteuerung ist ebenso möglich wie die Fernsteuerung über die Mimo-App.

DJI Osmo360II HauptmenueIm Hauptmenü besitzt jeder Punkt eine kleine Kachel mit Piktogramm, was dem Actioncam-Standard entspricht. Nach kurzer Eingewöhnung findet man sich sofort zurecht.

TON

Vier eingebaute Mikrofone erfassen den Ton aus verschiedenen Richtungen. Die Richtungsinformation dient dabei wohl vor allem der intelligenten Rausch- und Windunterdrückung: Wird ein Mikrofon stark vom Wind getroffen, kann die Kamera dessen Signal zurücknehmen. Ausgegeben wird dann ganz klassische Stereospur. Im Praxiseinsatz arbeitet die Reduzierung unserem Eindruck nach gut und vergleichsweise intelligent. Die Sender der zahlreichen Funkstrecken von DJI lassen sich direkt mit der Kamera verbinden, sei es das kürzlich erschiene Mic Mini 2S oder ältere Modelle. Der Versuch mit dem Insta360 Mic Pro scheiterte dagegen trotz Bluetooth-Schnittstelle – zwischen den beiden Zubehörsystemen gibt es also keine freie Austauschbarkeit. Wie bei anderen Actioncams ist auch die Pegelung etwas umständlich über das Tonmenü.

DJI Osmo360II TonmenueFür die Verbindung mit Bluetooth-Funksendern hat die Osmo 360 II ein eigenes Tonmenü. 

STITCHING

Dadurch, dass 360-Grad-Kameras zwei Signale zusammenrechnen müssen, entsteht zwangsläufig an der Schnittstelle zwischen den beiden Kameras eine Kante. Wie stark diese ausfällt, hängt letztendlich von der Kamera sowie der Entfernung vom Objekt ab. Grundsätzlich ist bei aktuellen 360-Grad-Kameras die sogenannte Stitching-Kante ab etwa einem Meter Abstand zur Kamera verschwunden ist. DJI wirbt mit einem Mindestabstand von 75 Zentimetern, wir würden jedoch noch ein paar Zentimeter Sicherheitsabstand geben, um Verzerrungen vorzubeugen. In der Nachbearbeitung kann man zwischen zwei Stitching-Varianten wählen. Das „Optical Flow-Stitching“ ist soweit bekannt und sorgt für einen möglichst minimalen Übergang und biegt sich dafür auch gerne mal das Bild etwas zurecht, was beispielsweise zu leicht verformten Armen im unmittelbaren Nahbereich führt. Neu ist das „Hochintelligente KI-Stitching“, was zwar einen sanfteren Übergang erzielen soll, nach unserem Eindruck aber eine größere unscharfe Zone um die Stitching-Kante erzeugt und damit nicht automatisch die bessere Wahl ist.

DJI Osmo360II StitchingWie alle 360-Grad-Kameras besitzt auch die Osmo 360 II eine Stitching-Kante, hier bei Abständen von unter 75 cm zu den Schmalseiten.

Bildeindruck und Fazit mit Bewertung
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Autor:
Joachim Sauer, Jonas Schupp
Bildquellen:
DJI, Joachim Sauer, Jonas Schupp MEDIENBUREAU

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