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Praxistest: DJI Osmo 360 II – das neue 360-Grad-Topmodell - App und Studio, Bildstabilisierung

| Jonas Schupp

Seite 3 von 5: App und Studio, Bildstabilisierung

APP UND STUDIO

Wie bei anderen DJI-Kameras ist zur dauerhaften Nutzung eine Aktivierung über die eigene Mimo-App nötig, ohne Registrierung lässt sich die Kamera nur fünfmal einschalten – ein unnötiger Zwang, den wir weiterhin kritisieren. Immerhin ist die Mimo-App einfach zu bedienen: Clips lassen sich auf das Smartphone übertragen, reframen, bearbeiten und direkt für soziale Netzwerke ausgeben. Videographen dürften jedoch eher auf DJIs Studio-Software für den Schnittrechner zurückgreifen, mit der man einfacher Keyframes und Perspektiven setzen kann. Was man bei beiden Anwendungen aber berücksichtigen sollte: die Stock-Musik ist urheberrechtlich geschützt und resultiert bei der Social-Media-Nutzung in einem Copyright Claim. Wer also beispielsweise seine YouTube-Videos monetarisieren möchte, sollte auf andere Anbieter oder die Audio-Bibliotheken von YouTube, Meta oder den jeweiligen Plattformen setzen.

DJI Osmo360II DJI StudioDJI Studio lief in unserem Test stabil und ist für Einsteiger umfangreich genug, um nicht noch ein weiteres Schnittprogramm verwenden zu müssen.

Eine weitere Möglichkeit der Nachbearbeitung ist das direkte Exportieren aus dem Studio und dann die weitere Nachbearbeitung im Schnittprogramm der Wahl – in unserem Fall Adobe Premiere Pro. Die Konkurrenz von Insta360 und GoPro bieten dafür eigene Reframe-Plugins an, mit welchen man die Aufnahmen wie im Studio bearbeiten und animieren kann. DJI bietet kein Plugin an, die Konkurrenz-Plugins funktionieren aber auch mit den Osmo 360 II-Clips. Praktisch ist hier das GoPro-Plugin, in welchem wir dank Linsenkurven-Regler in fast jeder Perspektive den Horizont gerade biegen konnten.

 DJI Osmo360II ReframeDas Reframe-Plugin von GoPro harmonierte im Test gut mit den DJI-Aufnahmen.

BILDSTABILISIERUNG

Bei 360-Grad-Kameras funktioniert die Bildstabilisierung anders als bei normalen Actioncams, denn hier wird die Aufnahme für ein optimales Stitching nicht direkt stabilisiert. Die Stabilisierung und Horizont-Begradigung führt man dann in App oder Studio durch, wobei das Ergebnis ein quasi vollständig ruckelfreies Video ist – wenig überraschend, da die Algorithmen das gesamte 360-Grad-Bild ausnutzen können. Anders sieht es bei der Einzelcam-Aufnahme aus, bei welcher die elektronische Stabilisierung wie bei klassischen Actioncams direkt eingreifen muss. Das gelingt sehr gut, ohne jedoch ganz das Niveau von Osmo Action oder GoPro Hero 13 respektive Mission 1 zu erreichen. Wie bei DJI üblich, empfinden wir „Rocksteady“ als völlig ausreichend, bei „Rocksteady Plus“ stören digitale Verzerrungen die Aufnahme, zudem kann man hier nicht mehr den Bildwinkel wählen.

DJI Osmo360II StabiNeben dem Öffnungswinkel ist in der Einzelcam-Aufnahme auch die Stabilisierung auswählbar, bei 360-Grad-Aufnahmen erfolgt diese nachträglich.

Bedienung, Ton und Stitching
Seite
Autor:
Joachim Sauer, Jonas Schupp
Bildquellen:
DJI, Joachim Sauer, Jonas Schupp MEDIENBUREAU

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