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Hands-on Sony FX5: Cine-Star mit neuem Sensor, Open Gate und Triple-ISO - Sensor, Videoformate, Audio

| Joachim Sauer

Seite 2 von 4: Sensor, Videoformate, Audio

NEUER SENSOR

Um die neue Kamera klar von der FX3 abzusetzen, hat Sony einen neuen Sensor mit 16,6 Megapixel in die FX5 integriert. Damit bietet die Kamera nun 5K-Auflösung in 3:2-Format und beherrscht die Open Gate-Aufnahme, so dass man nachträglich noch den gewünschten Bildausschnitt wählen kann. Daran erkennt man schon gut, wie sehr das Thema Hochformat inzwischen auch in höheren Kameraklassen wichtig ist. Der neue Sensor baut auf der Stracked-Bauweise auf und bietet Triple-Base-ISO mit entsprechend ISO 800, 4000 und 12.800. Damit geht die Empfindlichkeit im Einstieg etwas nach unten – wobei uns ISO 800 immer noch etwas zu hell ist und bei unserem Sommerdreh einen ND-Filter unumgänglich gemacht hat. Schade, dass Sony hier auf den variablen ND-Filter verzichtet hat, der in eine solche Kamera eigentlich reingehört und durchaus auch ein leicht dickeres Kameragehäuse rechtfertigen würde. Aber offensichtlich soll die FX5 der FX6 eben doch nicht zu sehr Konkurrenz machen. 

Sony FX5 1031754Sony hat uns die FX5 zusammen mit der 35 Millimeter Festbrennweite mit Blende 1.4 geliefert. Mit dem Zoomregler um den „Auslöser“ kann man ein Powerzoom steuern.

VIDEOFORMATE

Gleichzeitig integriert man das Sony-eigene RAW-Format X-OCN in der LT-Version – sprich mit einer kleinen Kompression. Neu dazu kommt zudem ein X-OCN C1 und C2 Format, das noch datenschonender ist und, im höher komprimierten C2-Format), bei rund 230 Mbit/Sekunde liegt. Das ist dann vergleichbar mit dem ebenfalls integrierten XAVC S-Format mit 10-Bit-Farbtiefe, wobei das X-OCN C2 Format aber 16-Bit Farbtiefe liefert und somit nocheinmal mehr Spielraum im Color Grading ermöglicht. Sony stellt zudem in Aussicht, mitels Firmware-Update ein 5K Open Gate Format mit bis zu 120 Bildern und 4K mit bis zu 240 Bildern zu integrieren. Zudem soll es Open Gate auch im XAVC-S Format mit 60 Bildern geben. Damit übertrumpft die Kamera dann sogar die FX6, die bisher das durch die Venice und Burano geprägte X-OCN Format nicht beherrscht. Wobei Sony bereits früh Adobe und Blackmagic involviert hat und damit sicherstellen will, dass die neuen Formate zur Einführung bereits von DaVinci Resolve und Premiere Pro unterstützt werden. Wir sind gespannt, denn für das Hands-On war die Unterstützung auch der XAVC-Aufnahmen in Premiere Pro noch nicht gegeben, weshalb wir die Clips mittels Sonys eigener Catalyst-Software erst in ein unterstütztes Format konvertieren mussten..

Sony FX5 1031771Das X-OCN LT Format war bisher das datensparsamste für Venice 2 und Burano. Für die FX5 gibt es zwei weitere höher komprimierende RAW-Formate, die dennoch 16-Bit Farbtiefe unterstützen.

AUDIO

Der Handgriff erinnert zwar stark an die FX3, doch letztlich ist seine Audioeinheit komplett neu. Sie bietet auf der einen Seite drei Regler, wobei sich Kanal drei und vier nur gemeinsam aussteuern lassen. Auf der Rückseite findet man nun getrennt für Kanal eins und zwei sowie drei und vier die Wahl des Eingangs, wobei nur für die ersten zwei Quellen XLR-Eingänge zur Verfügung stehen. Nur in Zusammenarbeit mit dem Handgriff beherrscht die FX5 die 4-Kanal-Aufzeichnung – und die verlustfreie Aufzeichnung im 32-Bit-Float Format (Formaterklärung hier). Die Handhabung der Audioeinheit ist dabei gewohnt einfach – einzig das Aufstecken und Festschrauben ist etwas gewöhnungsbedürftig und erfordert Werkzeug, damit der Griff auch wackelfrei hält.

Sony FX5 1031757Die Audioeinheit ist alten Hasen vom Camcorder bekannt, bei der FX5 aber etwas umfassender.

Bildstabilisierung und Bildrauschen
Seite
Autor:
Joachim Sauer
Bildquellen:
Joachim Sauer, Jonas Schupp MEDIENBUREAU

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