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Hitzesommer: 25 Prozent mehr Datenverluste

| Joachim Sauer

Überhitzte Notebooks, NAS-Systeme und Festplatten gibt es in diesem Hitzesommer laut CBL deutlich mehr. Klare Argumente für Backups und Klimatisierung.

Hohe Temperaturen haben sich bei CBL Datenrettung im Sommer 2026 deutlich im Auftragseingang niedergeschlagen. Nach Angaben des Kaiserslauterer Unternehmens gingen 25 Prozent der zuletzt untersuchten Datenverluste auf Überhitzung zurück. Besonders häufig betroffen waren Notebooks mit passiver oder überwiegend passiver Kühlung, darunter MacBook- und Surface-Modelle, außerdem iMacs, Smartphones, ältere Festplatten sowie NAS- und RAID-Systeme. In einem dokumentierten Fall fielen bei einem 27-Zoll-iMac sowohl die interne Seagate-Festplatte als auch das Fusion Drive aus. Mehrere Smartphones seien beim Laden im Auto zu Datenrettungsfällen geworden; bei einem Notebook habe sich der Akku durch die Wärmeeinwirkung aufgebläht. Trotz der Hardwaredefekte hätten die Daten in den meisten von CBL bearbeiteten Fällen wiederhergestellt werden können. Die Statistik bildet allerdings ausschließlich den Auftragseingang des Datenrettungsdienstleisters ab und lässt sich nicht ohne Weiteres auf alle Speicherausfälle übertragen.

Bei dieser 2TB M2 SSDs fiel laut CBL der Controller durch Überhitzung aus und der Akku eines Notebooks war gefährlich aufgebläht. 

Für Video- und Medienschaffende betrifft das Risiko vor allem mobile Rechner, SSDs und zentrale Speicher, die beim Kopieren, Schneiden oder Rendern über längere Zeit stark belastet werden. Kann die Eigenwärme wegen hoher Raumtemperaturen oder mangelnder Luftzirkulation nicht abgeführt werden, können Controller, Boards und Laufwerke beschädigt werden. Bei mechanischen Festplatten kommen Materialausdehnung, veränderte Schmierstoffe und infolgedessen mögliche Schäden an Lagern oder Schreib-Lese-Köpfen hinzu. CBL rät daher zu klimatisierten Technikräumen, frei gehaltenen Lüftungswegen und dem Abschalten nicht benötigter Geräte, die den Raum zusätzlich erwärmen. Entscheidend bleibt eine Backup-Strategie mit getrennten Kopien, deren Wiederherstellung regelmäßig getestet wird. Für Produktionen empfiehlt sich außerdem ein dokumentierter Notfallplan: Fällt ein Datenträger aus, sollte er nicht durch wiederholte Start- oder Reparaturversuche weiter belastet werden. So bleibt die Ausgangslage für eine professionelle Diagnose erhalten, falls keine aktuelle Sicherung verfügbar ist. CBL nennt keinen Pauschalpreis. Die Diagnose sei kostenlos; Kosten würden nur bei erfolgreicher Wiederherstellung berechnet. Der Datenrettungsservice ist in Deutschland verfügbar.