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Hands-on Sony FX5: Cine-Star mit neuem Sensor, Open Gate und Triple-ISO - Akku & Speicherkarten, Fazit

| Joachim Sauer

Seite 4 von 4: Akku & Speicherkarten, Fazit

LAUFZEIT

Der Akku der FX5 entspringt der Alpha 7R VI und hält tatsächlich vergleichsweise lange durch. Nach rund eineinhalb Stunden Arbeit mit der Kamera hat der Akku noch 50 Prozent der Leistung gehabt – wobei die Kamera natürlich nicht durchgelaufen ist, sondern in Drehpausen aus war. Aufgenommen haben wir damit gut zehn Minuten Material. Das ist angesichts der Leistung ein gutes Ergebnis – allerdings kann man festhalten, dass die FX5 sich hier deutlich mehr an den Fotokameras orientiert und weniger Flexibilität bietet, wie die vielen verschiedenen Leistungsstufen an Akkus, die man an eine FX6 hängen kann. Doch inzwischen haben sich die Zeiten gewandelt: Per USB-C lässt sich die Kamera auch von Leistungsfähigen Powerbanks mit Strom versorgen. Wer längere Aufzeichnungen plant, stellt zudem die Stromversorgung per Netz sicher.

Sony FX5 1031773Der Akku hält ordentlich lange durch – aber mit der Flexibilität der mit verschiedenen Leistungen an der FX6 nutzbaren NP-F-Akkus kann er nicht mithalten.

Entsprechend passt Sony die maximale Laufzeit an: Bis zu 24 Stunden soll die Kamera nahtlos aufzeichnen können. Deshalb hat die Kamera wieder die bekannten zwei Speicherkartenschächte, die jeweils SD-Karten und CF express Typ A entgegennehmen. Somit kann man die Aufzeichnung so einstellen, dass die Kamera automatisch das Speichermedium wechselt und man somit die bereits beschriebene Karte gegen eine leere austauschen kann.

Sony FX5 1031772Sony setzt wie immer auf zwei Doppelspeicherschächte, so dass die FX5 sowohl auf günstige SD-Karten, aber auch auf schnelle CFexpress Typ-A-Karten speichern kann.

 

FAZIT

Joachim Sauer VIDEOAKTIV Autor

Genau genommen ist die FX5 die erste Kamera mit diesem Formfaktor, für die es kein Pendant in der Fotokamera-Riege gibt. Sony möchte hier offensichtlich FX3-Nutzer zu einem Upgrade bewegen und hat deshalb konsequent auf die Videoaufzeichnung gesetzt und mit den neuen 16-Bit-Raw-Formaten X-OCN C ein datensparendes RAW-Format mit 16-Bit-Farbtiefe integriert. Damit greift man dem Trend zu mehr Gestaltungsfreiheit in der Nachbearbeitung auf. Der neue Sensor bietet offensichtlich eine enorme Bilddynamik, die man mit drei nativen ISO-Empfindlichkeiten unterstützt und auch beim Stichwort Open Gate hat man die Hausaufgaben gemacht. Zum Autofokus halten wir uns hier mal zurück, da wir in der Kürze der Zeit für dieses Hands-on und mit nur einer Optik nur sagen können, dass er uns häufiger etwas zu langsam, aber eben auch entsprechend harmonisch erschien.

Nicht ganz verstanden haben wir, warum man beim Sucher so zurückhaltend ist und dessen gemeinsame Nutzung mit dem Handgriff nicht vorgesehen hat. Hier auf Drittanbieter zu setzen zeigt, dass man in der angestrebten Zielgruppe der FX3-Nutzer mit geringer Nachfrage nach dem Sucher rechnet. Und ein Interesse FX6-Nutzer zu einem Downgrade zu veranlassen hat man zwangsläufig nicht. Wir vermuten jedoch, dass dazu auch schon der Verzicht auf den ND-Filter reicht – denn dieser Verzicht schmerzt bei der FX5 noch mehr. Dennoch wird Sony bei der FX6, respektive einer FX7, bald nachlegen müssen, denn mit der RAW-Aufzeichnung X-OCN C hat die FX5 durchaus das Potential, der höheren Klasse gefährlich zu werden.

+ 5K-Open-Gate-Aufzeichnung
+ hohe Empfindlichkeit dank Triple-Base-ISO
+ datenarmes RAW-Format mit 16-Bit-Farbtiefe
- Verzicht auf integrierten ND-Filter

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DATEN

DATEN UND TESTERGEBNISSE

Sony FX5 Hands On Tabellenbild

Hersteller Sony
Modell  FX5 
Preis 5400 Euro (nur Gehäuse)
6000 Euro (inkl. XLR-Griff)
900 Euro (XLR-Griff)
750 Euro (Sucher)
100 Euro (Timecode-Kabel)
Objektiv (Preis) Sony FE 35mm F1.4 G Master (1549 Euro)
Internet www.sony.de
DATEN
Aufzeichnungsformate 5K (60/50/48/30/25/24p),
C4K (120/100/60/50/48/30/25/24p),
UHD (120/100/60/50/48/30/25/24p),
Full-HD (120/100/60/50/48/30/25/24p)
Codecs (Dateiformate)  X-OCN, X-AVC, H.265, H.264, MOV, MP4, MXF 
Max. Abtastung intern 4:2:0, 4:2:2, 4:4:4 (8 Bit, 10 Bit, 16 Bit)
Max. Abtastung 4:2:0, 4:2:2, 4:4:4 (8 Bit, 10 Bit, 16 Bit)
Aufnahmemedien 2x CFexpress Typ A, 2x SDXC in Kombischächten
Bildwandler/Auflösung Vollformat/16,6 Megapixel
Objektiv-Bajonett E-Mount (FE)
Zoomfaktor/Brennweite
(KB-äquivalent)
—/35 mm (F1,4)
Gewicht mit Objektiv 1259 Gramm
   
   
   
 
Urteil  sehr gut 
Preis/Leistung sehr gut

  

Seite
Autor:
Joachim Sauer
Bildquellen:
Joachim Sauer, Jonas Schupp MEDIENBUREAU

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