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Yamaha: neue URX-Audio-Interfaces mit 32 Bit und Touchscreen zur NAMM

| Jonas Schupp

Yamaha bringt zur NAMM 2026 mit URX22, URX44 und URX44V neue Audio-Interfaces mit Touchscreen und umfassenden Anschlussmöglichkeiten mit.

Die neuen Interfaces hören auf die Namen URX22, URX44 und URX44V und unterscheiden sich primär in ihren Eingängen voneinander: während das URX22 zwei XLR/Klinke-Kombibuchsen mit zuschaltbarer Phantomspeisung besitzt, haben die 44-Variaten derer vier. Ein weiter Eingang ist als TRS-Anschluss für Mikrofone oder in Kombination mit einem TRS-Ausgang für Headsets gedacht, ebenso kann man via AUX beispielsweise Signale vom Handy zuspielen. Das macht die Produkte zu 4 In/2 Out- respektive 6 In/4 Out-Interfaces, die Ausgänge sind dabei als 6,3 mm-Klinkenbuchsen ausgeführt. Ebenfalls in diesem Format sind zwei Kopfhöreranschlüsse gefertigt. Alleinstellungsmerkmal des URX44V ist der HDMI-Anschluss mit Passthrough und Aufnahme-Funktion in 4K mit bis zu 60p oder Full HD mit maximal 240p. Alle drei Interfaces nehmen maximal mit 32-Bit-Auflösung und einer Samplingrate von 192 Kilohertz auf.

Wie die anderen Interfaces braucht auch das URX22 kein Netzteil, die Stromversorgung übernimmt der USB-C-Anschluss.

Zwei USB-C-Ports dienen der Verbindung mit dem Rechner: Zum einen der Hauptanschluss mit Aufnahme und Wiedergabe von 18 Spuren (URX22: 16 Spuren), zum anderen der Nebenausgang mit Zwei-Spur-Aufnahme respektive -Wiedergabe. 18 respektive 16 Spuren könen die Geräte auf microSD-Karten aufzeichnen, alternativ können zwei Spuren von der Karte wiedergegeben werden. Kernelement der Interfaces ist der 4,3 Zoll (etwa 11 cm) große berührungsempfindliche Bildschirm, dessen Bedienung sich mit vier kleinen Drehreglern sowie einem großen Dreh-/Drück-Rad an Digitalmischpulten orientiert. Dies wird von Yamaha auch explizit angepriesen, so besitzen die neuen URX-Modelle speicherbare Szenen, um zwischen verschiedenen Konfigurationen wechseln zu können. An Kanaleffekten stehen neben Auto Gain und Cip Safe-Übersteuerungsschutz unter anderem Ducker, Delay und Multiband-Kompressor an Bord.

Zwei Ein- und zwei Ausgänge mehr als das URX22 besitzt das URX44, kostet dafür aber auch 100 Euro mehr.

Yamaha wirbt weiterhin mit der nahtlosen Integration der Interfaces mit Elgatos Stream Deck sowie OBS Studio, zudem liefert der Hersteller als Software die „kleinen“ AI- und LE-Versionen von Cubase und Wavelab sowie die kostenlose MixKey-Anwendung mit. Diese kommen von Steinberg, welches zu Yamaha gehört – Steinberg-Interfaces werden seit jeher von Yamaha entwickelt, gefertigt und seit Oktober nur noch als Yamaha URX-C- und UR-MK3-Serie verkauft. Im Handel sind URX22, URX44 und URX44V ab sofort in Schwarz oder Weiß erhältlich, die Preise liegen bei 399 Euro (URX22), 499 Euro (URX44) und 799 Euro (URX44V).

Wie die anderen Interfaces ist auch das URX44V in Schwarz sowie Weiß erhältlich.