Behringer Flow 4V: 32-Bit-Digitalmischer und -recorder für den Außeneinsatz
Behringer wagt sich auf das Feld der ProAV-Fieldrecorder vor und präsentiert mit dem Flow 4V einen 10-Spur-Mischer als günstige Alternative zu Tascam, Zoom und Sound Devices.
Deutlichstes Argument pro Flow 4V dürfte der geringe Preis von 279 US-Dollar sein, wobei ein Europreis aktuell noch nicht bekannt ist. Für diesen dennoch geringen Preis bekommt man ein vollausgestattetes Gerät mit zehn Spuren und quasi übersteuerungsfreier 32-Bit-Technik. Vier XLR/Klinke-Kombibuchsen mit 48 Volt-Phantomspeisung sowie Dual-Gain-Preamps nehmen Eingangssignale auf, der Dynamikumfang liegt laut Behringer bei 142 Dezibel. Darüber hinaus besitzt der Mischer einen TRS-AUX-Eingang sowie zwei TRRS-Buchsen, wobei ein TRRS-Anschluss ein Headset aufnehmen kann kann, während der andere ein reiner analoger Ausgang ist. Die beworbenen zehn Spuren setzen sich aus den benannten Eingängen sowie einem zusätzlichen Stereo-Mixsignal zusammen. Für Filmende interessant ist der microHDMI-Anschluss, über welchen man die Kamera- und Mischeraufnahme synchron aktivieren kann. Generell unterstützt der Flow 4V Bildwiederholungsraten von 29.98, 24, 25, 30, 50 und 60p. Timecode ist ebenfalls an Bord, wahlweise per SMPTE oder über den AUX-Eingang, wobei der Flow 4V nicht nur Timecode empfangen, sondern auch generieren und senden kann.
Der Flow 4V ähnelt nicht nur optisch dem Tascam FR-AV4, sondern auch in den Eigenschaften. Das deutsche Entwicklerteam hinter dem Mischer zeichnet sich auf für die Digitalmischpulte X32 und Wing verantwortlich.
Über USB-C wird der Mischer zum 12 In/2 Out-Interface, wobei die Bittiefe entweder 24 oder 32 Bit betragen kann, während die Samplingrate fest beim Studiostandard von 48 Kilohertz liegt. Standardmäßig wird auf eine SD-Karte aufgezeichnet, wobei der Mischer die abgeschlossene Aufnahme zwecks Backup direkt auf ein USB-Laufwerk spiegeln kann. Für jeden der Eingangskanäle offeriert der Mischer neben Pegelung auch Panorama-Regelung sowie Tief- und Hochpassfilter und Limiter. Ebenfalls kann man die Auto-Mix-Funktion hinzuschalten und das Pegeln gleich dem Flow 4V überlassen. Bluetooth-fähig ist der Recorder ebenfalls, wobei man mittels Flow 4V Mix-App nicht nur eine Fernsteuerung, sondern auch eine Toneinspeisung ermöglicht. Die Stromversorgung erfolgt über zwei weitere USB-C-Anschlüsse, wobei nur einer von beiden benötigt wird – damit ist ein Hot Swap zu kontinuierlichen Stromversorgung möglich. Einen internen Akku besitzt der Mischer nicht, kann dafür im mobilen Einsatz aber über Powerbanks versorgt werden.
Die Maße gibt der Hersteller mit 5,3 x 18,4 x 12,8 Zentimetern, das Gewicht mit 800 Gramm an. Wann der Flow 4V hierzulande erscheint ist noch nicht bekannt, gleichzeitig mit dem Mischer kündigte Behringer jedoch das Flow 4Vio-Erweiterungsmodul an, welches für 199 US-Dollar vier weitere XLR/Klinke-Kombibuchsen sowie zwei pegelbare 6,3mm-Kopfhöreranschlüsse und ein 4 In/4 Out-USB-C-Interface offeriert. An den Flow 4V-Mischer angeschlossen wird das Modul über Behringers eigene StageConnect-Schnittstelle.
Der Flow 4V ähnelt nicht nur optisch dem Tascam FR-AV4, sondern auch in den Eigenschaften. Das deutsche Entwicklerteam hinter dem Mischer zeichnet sich auf für die Digitalmischpulte X32 und Wing verantwortlich.
Weiterführende Links:
Bildquellen: Behringer |