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easyDCP und DCPtools: Rechtemanagment für Kinos und Filmschaffende

| Joachim Sauer

Die Software Suite easyDCP hat sich zu einer weltweit führenden Softwarelösung für Postproduktions- und Distributions-Workflows des digitalen Kinos entwickelt. Aber es gibt auch eine Lösung für Filmschaffende, die nicht das Kino im Blick haben.

Die Experten des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen IIS aus Erlangen waren dabei maßgeblich an der Standardisierung des Digitalen Kinos für die DCI (Digital Cinema Initiatives) beteiligt und arbeiteten an den SMPTE Standards für digitale Kinopakete DCPs und des Interoperable Master Formats (IMF) mit. Im Rahmen dieser Arbeiten wurde die Software Suite easyDCP erstellt, die von DCPtools vertrieben wird. Während easyDCP dafür sorgt, dass Digital Cinema Packages auf den Kinoservern funktionieren, ist das KDM Studio dafür zuständig, dass die Vorführrechte auf allen Leinwänden, auf denen ein Film laufen soll, auch genutzt werden können. Der Online-Service übernimmt automatisch die Erstellung und Verteilung von Key Delivery Messages (KDMs) für eine beliebige Anzahl von Kinos weltweit. Er übernimmt die Verwaltung von Kinoveröffentlichungen, Spielstätten und Buchungslisten mit integrierter Zertifikatsdatenbank. Das kostenlose Tool KDM Inspector ermöglicht es, KDMs, DCPs/CPLs und Serverzertifikate mit nur einem Mausklick zu analysieren und zu vergleichen, um Fehler im Vorfeld zu vermeiden.

Mit DCPShare hat man die Möglichkeit die Rechte des eigenen Films zu verwalten und gezielt Anwendern frei zu geben. 

Das jüngste DCPtools-Produkt ist DCPshare, ein Online-Service vor allem für unabhängige Filmemacherinnen und Filmemacher, die eine E-Delivery-Lösung für DCPs suchen. DCPShare ist zugleich eine umfassende Veröffentlichungsplattform. Der Service dient nicht nur der E-Delivery von DCPs, Pressemappen oder Trailern, sondern bietet Dienste zur Präsentation und Vermarktung von Filmprojekten. DCPshare umfasst außerdem die cloudbasierte Bearbeitung in easyDCP. Hinter den Serviceleistungen steckt letztlich die Firma Richtwerk GmbH, die Filmschaffenden derzeit kaum etwas sagen wird. Nicht zuletzt weil die 2013 als hundertprozentige Tochtergesellschaft gegründete easyDCP GmbH die von Fraunhofer IIS entwickelten Softwaresuiten easyDCP und IMF Studio. Die Software ist die führende Lösung für die Erstellung, Wiedergabe und Verschlüsselung von Interop- und SMPTE-konformen DCPs (Digital Cinema Packages) und IMF-Paketen auf Standardrechnern.

Thea Kummerth übernimmt von ihrem Vater die Geschäftsführung und will das Unternehmen im Kreativmarkt weiter verankern. 

Hinter beiden Firmen steht Richard Kummeth, der seit rund 25 Jahren Softwarelösungen für die Kinowirtschaft entwickelt und vertreibt, und sich nun aus dem operativen Geschäft zurückzieht. Ab sofort übernimmt seine Tochter Thea Kummeth die Geschäftsführung der easyDCP GmbH und der Richtwerk GmbH, besser bekannt als www.dcptools.com. Die 33-jährige Managerin (M.Sc. Management and Technology) war zuletzt Marketingreferentin bei der BSH Hausgeräte GmbH München (Bosch). Sie hat aber bereits früher in den Unternehmen ihres Vaters unter anderem im Vertrieb und im First-Level-Support gearbeitet. Als Geschäftsführerin der easyDCP GmbH verantwortet sie den weltweiten Vertrieb der gleichnamigen Software von Fraunhofer IIS. Mit der Richtwerk GmbH leitet sie zudem die Mutterfirma, die Software und Cloud-Services für die Kinowirtschaft entwickelt und vertreibt.