Sigma vermeldet Fortschritte bei der Entwicklung ihres Vollformat-Foveon-Sensors
Noch in diesem Jahr will Sigma die finale Entwicklungsstufe für ihren Vollformat-Foveon-Sensor erreichen, wie CEO Kazuto Yamaki im Interview mit PetaPixel bekannt gab.
Die Entwicklung der Vollformat-Version des Foveon-Sensors begann dabei bereits 2018 und dauert nunmehr acht Jahre, wobei laut Yamaki diverse Probleme das Projekt immer wieder zurückwarfen. Im Interview mit Chris Nicholls von PetaPixel gab der CEO als größte technische Schwierigkeit das Bildrauschen an, wobei man hier nun Fortschritte gemacht habe. Dennoch sei man weiter in der zweiten Stufe des internen Entwicklungsprozesses, was, wie Yamaki 2022 erläuterte, ein Testen eines gegenüber dem Serienmodell kleineren Sensors mit gleicher Pixelgröße, aber reduzierter Pixelanzahl sei. Die dritte Stufe, das Testen eines dem Serienmodell vollständig baugleichen Prototypen, soll noch in diesem Jahr erreicht werden.
Fehlende Lichtstärke mit hohem Bildrauschen war ein Schwachpunkt vergangener Sigma-Kameras mit Foveon-Sensor, aktuellere Modelle wie die BF oder die von uns getestete fp L setzten auf „klassische“ Sensoren mit Bayer-Matrix, bei welchen alle Pixel auf einer Ebene mosaikartig angeordnet liegen. Im Gegensatz dazu setzen Foveon-Sensoren auf drei Ebenen mit jeweils blauen, grünen oder roten Pixeln. Da so jeder Pixel vollständig in drei Farben aufgezeichnet wird, soll das entstandene Bild eine höhere Schärfe, Farbgenauigkeit und weniger Artefakte aufweisen. Man darf gespannt sein, inwieweit der Vollformat-Foveon-Sensor Einzug in künftige Sigma-Kameras einhalten wird und ob sich der Sensor auch in der Video-Aufnahme bewähren kann. Vergangene Modelle mit Foveon-Sensor wie beispielsweise die dp-Serie mit APS-C-Senoren waren reine Fotokameras.
Weiterführende Links:
Bildquellen: Sigma; Amada44 und wdwd über Wikimedia Commons |