Adobe: Neue Funktionen in Premiere, Firefly-Boards und After Effects
Mit neuen Funktionen will Adobe im Schnittprogramm Premiere Pro und After Effects Arbeiten erleichtern, die zuvor aufgrund des hohen Zeitaufwands nicht realisierbar waren. So soll das Rotoscoping dank neuer Maskierungsfunktionen in wenigen Sekunden erledigt sein.
Möglich macht es eine neue Funktion, die den Auswahl- und Maskierungsprozess grundlegend verändert und das Verfolgen komplexer Motive schneller und intuitiver macht. Die neu gestalteten Ellipsen-, Rechteck- und Stiftmasken bieten jetzt mehr Kontrolle bei der Arbeit mit Effekten wie dem Unkenntlichmachen von Gesichtern, der Neubeleuchtung von Bildausschnitten und vielem mehr. Dank der Firefly Boards-Integration soll die Verbindung zwischen dem AI-first-Kollaborationsworkspace von Adobe und Premiere nun einfacher werden. Die Ideenfindung und visuelle Planung via KI erfolgt in Echtzeit während der Pre- und Postproduktion, wobei die Assets direkt an Premiere gesendet werden, damit man sie dort weiter bearbeiten kann. Auch die Adobe Stock-Integration in Premiere soll den Übergang von der Suche in die Verwendung im Projekt ebenen, indem man im Schnittprogramm eine Vorschau angezeigt bekommt, direkt lizenzieren und importieren kann.
Auch in After Effects soll nun das Entwerfen und Anpassen von 3D-Formen mithilfe parametrischer Meshes und kombinierbarer Formen, mit neuen Punkt- und Parallellinien-Schatten leichter sein. So soll man Assets wie stilisierten Grafiken und fotorealistischen Kulissen leichter verbessern können. Dazu gibt es über 1.300 kostenlose Substance 3D-Materialien und somit Zugriff auf neue Assets und animierbare Eigenschaften. Zudem hat Adobe eine variable Schriftanimation integriert, die eine Ergänzungen zum Textanimator-System ist und vollständige Unterstützung für Keyframes, Expressionen und flexible Steuerelemente für Titel und Vorlagen bietet. Der verbesserte Vektor-Workflows soll als Tool zum Importieren von SVGs dienen. Damit lässt sich eine Datei als native Formebenen unter Beibehaltung der bearbeitbaren Farbverläufe und Transparenz aus Illustrator übernehmen.
Des weiteren kündigt Adobe an, dass man den Film & TV Fund zur Unterstützung unterrepräsentierter Kreativer um fast 10 Millionen Dollar aufsockt. Davon sollen angehende Videoprofis und Kreative aus benachteiligten Communitys profitieren und einen leichteren Karrierestart bekommen. Adobe stellt im Rahmen des Adobe Film & TV Fund in 2026 Beiträge und Projektzuwendungen in Höhe von fast 10 Millionen US-Dollar bereit. Die neue Investition baut auf den 10 Millionen US-Dollar auf, die Adobe seit der Gründung des Funds beim Sundance Film Festival 2024 bereits bereitgestellt hat, sodass sich die Beiträge und Produktzuwendungen in drei Jahren auf insgesamt 20 Millionen US-Dollar belaufen. In Zusammenarbeit mit dem Sundance Institute führt Adobe außerdem den Ignite Day ein – für aufstrebende Kreative im Alter von 18 bis 25 Jahren. Der Ignite Day verbindet praktisches Lernen, Mentoring und kreativen Austausch für junge Geschichtenerzähler, damit sie Kontakte knüpfen, experimentieren und Einblicke in die Praxis gewinnen können, während sie Wege erkunden, um ihre Ideen zum Leben zu erwecken.
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Bildquellen: Adobe |