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Smartphone-Gimbal-Test: DJI Osmo Mobile 8P – das Profi-Gimbal für Content Creation - Bedienung und Modi

| Joachim Sauer

Seite 2 von 3: Bedienung und Modi

DIE BEDIENUNG

Da das Display in der Fernsteuerung größer geworden ist gibt es nun im Osmo Mobile 8P kein Platz mehr für die Tasten für den Modus- sowie den Kamerawechsel. Außerdem ist das seitliche Drehrad der Fernsteuerung zum Opfer gefallen. Deshalb gibt es an der Fernsteuerung seitlich eine unscheinbare Taste, mit der man den Joystick von der Gimbalsteuerung zur Zoombedienung umfunktionieren kann. Der Kamerawechsel von den Kameramodulen an der Front zur rückseitigen Selfie-Kamera erledigt man jetzt über das Display der Fernsteuerung – oder der App. Auch Vivien betont dabei, dass deren Einrichtung einfach ist und sich viele Funktionen damit von allein erklären. Sie fand es aber ein bisschen schade, dass es nur ein Tutorial auf dem Handy bezüglich der Einstellungen und Funktionen, nicht jedoch für die Fernsteuerung gibt. Auch für sie haben sich erst im Nachhinein und durchs Ausprobieren einige Funktionen und Einstellmöglichkeiten der Fernbedienung erschlossen.

Wischt man von unten nach oben oder von oben nach unten, öffnen sich zwei unterschiedliche Menüs. Wir hätten eine Zusammenfassung besser gefunden.

Dass man in alle Richtung über das Display wischen und an verschiedene Einstelloptionen kommt, ist nicht besonders intuitiv. Gerade weil es sowohl von oben nach unten als auch von unten nach oben in die Grundeinstellungen geht – allerdings in unterschiedliche Optionen. Der Swipe von rechts nach links offenbart dagegen die Screen Mirroring Funktion, die zumindest im Zusammenspiel mit dem iPhone 17 sehr unzuverlässig funktioniert und meist mehrere Verbindungsversuche benötigt, um zur gewünschten Vorschau auf der Fernsteuerung zu kommen. Leichter ist es, wenn man das OM Multifunktions-Modul 2 hat, denn dann reicht ein Swipe von links nach rechts um eine Vorschau auf die Zusatzkamera zu kommen – wobei sich so eben nicht das Objekt für das Tracking markieren lässt, wenn man die Mimo-App verwendet – dazu muss man dann das Display des Smartphones nutzen. Ohne Verbindung klappt das Tracking am Gerät, was wir mit einem Sony-Smartphone getestet haben.

Die Vorschau auf der Fernsteuerung bietet nur dann eine Möglichkeit das Objekt für das Tracking zu markieren (rechts), wenn man nicht DJIs Mimo-App nutzt (links).

MODI-OPTIONEN

Vivien hat sich besonders für die Spin-Shot Aufnahmen begeistert und hat damit einige Testaufnahmen gemacht mit einen sie auch auf den ersten Blick zufrieden war. Einige Aufnahmen wurden mit dem Samsung Galaxy S25 Ultra gedreht, wo die Bildrate auf 60 FPS eingestellt wurde - allerdings gibt es auch Aufnahmen mit dem Samsung Galaxy S21 Ultra und hier konnte sie nur eine niedrigere Bildrate von 30 FPS festlegen. Dabei weist die App darauf hin, dass es zu Bildrucklern kommen kann. Die Bildruckler sind leider wirklich vertreten, können allerdings im Schnitt recht gut überspielt werden. Weiterer Haken: Die Spin-Shot Aufnahme geht leider nicht komplett im Kreis, sondern gefühlt erreicht circa 220 Grad. Das ist sehr schade, den eigentlich wirken komplette Rotationen besser. Ganz gut gefallen hat uns dagegen die Option die Bewegungsgeschwindigkeit einzustellen, was gerade mit dem freien FPV-Modus sinnvoll ist, da dieser je nach erwünschter Bildwirkung auch mal in eher ruckliger aber schneller Bewegung gut rüberkommt. Wer normal PTF-Modus arbeitet nutzt dagegen besser die langsame und damit ausgewogen ruhige Bewegungsberuhigung.

Die Mimo App erlaubt über einen speziellen Beauty Modus das Gesicht aufzuhübschen, wobei man getrennt beispielsweise Augenringe reduzieren, Falten Glätten oder Zähne weißen kann. In 4K klappt das allerdings nur mit bis zu 30 Bildern in der Sekunde.

Stabilisierung, Tracking und Fazit mit Wertung
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Autor:
Joachim Sauer
Bildquellen:
DJI, Joachim Sauer, Jonas Schupp MEDIENBUREAU

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