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Filmwerkstatt: Compositing - Teil 4

| Joachim Sauer

Seite 4 von 5: Teil 4

Um eine passende Bauchbinde für die Interviews basteln zu können sollte auf der Aufnahme Bewegung zu sehen sein, zuviel Action ist allerdings auch nicht gut. Ein Spaziergang hat etwa die richtige Geschwindigkeit, da sich die Personen gemessen durchs Bild bewegen. Auch die Farben sind wichtig, sie sollten zum Interviewbild passen und nicht zu bunt sein. Jetzt wird das Bild gestaucht und etwa auf die Größe einer Bauchbinde skaliert.

Bauchbinde1 Bewegung in der Aufnahme: Für die passende Bauchbinde ist etwas Bewegung im Bild von Vorteil. Bauchbinde2 Die Bauchbinde verschönern: Mit passenden Filtern wird das Aussehen den eigenen Wünschen angepasst.

Die Personen im Bild sind nun zwar verzerrt, aber immer noch erkennbar, deshalb helfen verschiedene Filter auch die letzte menschliche Silhouette unkenntlich zu machen. Zum Beispiel kann die Farbbalance die Farbe noch besser auf das Hintergrundbild optimieren, der Helligkeitsregler sorgt für Lesbarkeit der Schrift. Ein Verzerrungsfilter bringt die immernoch erkennbaren Formen durcheinander und der Gaußsche Weichzeichner sorgt für harmonische Farbübergänge und ein weiches Auslaufen der Bauchbinde an der Seite. Optimal platziert wurde der Schrifthintergrund auf einer Seite über den Rand des Filmfensters hinausgezogen und damit abgeschnitten, auf der anderen Seite läuft er dank des Weichzeichners langsam aus.Damit die Bauchbinde nicht abrupt im Film erscheint wird sie mit einer Überblendung animiert. In diesem Beispiel lässt eine weiche Blende das Bild langsam auftauchen und wieder verschwinden.Professioneller wird die Bauchbinde, wenn sich die Bewegung während der Schrifteinblendung wiederholt: Hierzu wird der Clip umgedreht (rückwärts abgespielt)und alternierend mehrfach kopiert. Jeder Clip muss nur wenige Sekunden lang sein. Das Endbild eines Clips entspricht jetzt stets der Ausgangsposition des anderen.

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