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Praxistest: DJI Osmo Pocket 4P – das Imperium schlägt zurück - Auflösungen und D-Log 2

| Joachim Sauer

Seite 2 von 4: Auflösungen und D-Log 2

AUFLÖSUNGEN UND D-LOG 2

In der Kamera arbeiten zwei Sensoren mit jeweils 37 Megapixeln, wie man im Fotomodus erkennen kann – DJI bietet jedoch für kurze Verarbeitungszeit einen 9- respektive 8-MP-Modus an. Trotzdem der hohen Pixelanzahl sind im normalen Videomodus „nur“ 4K-UHD mit bis zu 60 Bildern in der Sekunde möglich, auch in Full-HD sind maximal 60 Bilder drin. Kippt man die Kamera um 90 Grad, filmt sie automatisch im Hochkant-Format, zusätzlich bietet DJI aber auch einen Hochkant-Filmmodus, dann jedoch nur in 3K. Wir empfehlen deshalb, im 4K-Querformat zu bleiben und das Hochkant-Video nachträglich aus dem Querformat-Material herauszustanzen. So kann man auch gleichzeitig Videos in Hoch- und Querformat für die unterschiedlichen Social Media-Plattformen ausgeben. Für durchaus möglich halten wir es, dass DJI höhere Auflösungen oder Bildwiederholraten nachträglich per Firmware-Update freigeschaltet, so wie es beispielsweise bei der Osmo Action 6 der Fall war. Wer aktuell mehr Bilder pro Sekunde braucht, muss in den speziellen Zeitlupen-Modus wechseln, in welchem dann bis zu 240p möglich sind – allerdings auf Kosten der Tonaufnahme und auch HDR sowie Log-Profile sind nicht mehr auswählbar.

Maximal 60 Bilder pro Sekunde kann die Pocket 4P im normalen Videomodus aufzeichnen – zumindest derzeit.

Log-Profile? Richtig, denn natürlich ist wie in der kleinen Schwester D-Log an Bord, allerdings hat DJI extra für die 4P ein neues, D-Log 2 genanntes Farbprofil entwickelt. Bei beiden handelt es sich im sogenannte Log-Profile, bei denen helle und dunkle Bildbereiche „komprimiert“ aufgezeichnet werden. Das Resultat ist ein flaches, milchig wirkendes Bild, was erst in der Nachbearbeitung mittels sogenannter Look-Up-Tables, kurz LUTs, in den jeweiligen Farbraum umgewandelt werden muss. Diese Aufnahmen besitzen jedoch eine wesentlich höhere Bilddynamik als Clips im Standard-Farbprofil und sind deshalb in der Videobranche inzwischen Standard, wenn es um Kino-ähnliche Bilder geht. Stellt man D-Log und D-Log 2 direkt gegenüber, fällt der deutlich höhere Dynamikumfang des neuen Profils auf, was uns vor allem bei einer Abendhimmel-Vergleichsaufnahme auffiel, wo D-Log 2 mit deutlich mehr Farbnuancen und Helligkeitsdetails auftrumpfen konnte. Allerdings funktioniert D-Log 2 nur auf der Hauptkamera, im Dreifach-Zoom muss man mit dem „normalen“ D-Log leben, was aber immer noch eine professionelle, dynamische Option ist. Sehr schön dabei: Auf dem Display bekommt man trotz Log-Profil eine korrigierte oder besser gesagt korrekte Vorschau.

DJI Osmo Pocket 4P D Log VergleichStellt man D-Log 2 und D-Log gegenüber, fällt die höhere Dynamik des neuen Profils besonders auf.

Neben HDR gibt es natürlich auch das Standard-Farbprofil, falls es mal schnell gehen soll oder man sich nicht mit der Log-Farbkorrektur via LUTs herumschlagen möchte. Für einen trotzdem speziellen Look bietet DJI insgesamt sechs sogenannte „Filmlooks“ an (Kaltweiß, Negativfilm, Pastell, Warmer Ton, Film und Retro), die sich in den Intensitätsstufen 30, 50, 70 und 100 Prozent auf das normale Bildprofil legen lassen. Gespeichert wird sowohl auf eine microSD-Karte als auch auf einen internen Speicher mit satten 103 GB. Eigentlich braucht man da keine SD-Karte mehr, allerdings verwenden wir trotzdem einen solchen Speicher. Denn während des Tests fiel uns wegen Starkwind die Kamera samt Stativ um und genau mit dem Display auf ein Stein, so dass dieses nicht mehr funktionierte. Damit war die Steuerung und damit auch die Verbindung mit dem Schnittrechner nicht mehr gegeben und die auf dem internen Speicher aufgezeichneten Daten nicht mehr abrufbar. Letztendlich hatten wir Glück, dass die Verbindung zur Mimo-App noch funktionierte, so dass wir die Daten über das Handy auf den Insta360 QuickReader ziehen konnten. Klar, auch SD-Karten können kaputt gehen, dies kommt bei guten Karten allerdings nur äußerst selten vor.

DJI Osmo Pocket 4P Display kaputtEin kaputtes Display machte das erste Testmodell unbenutzbar, glücklicherweise hat uns DJI schnell Ersatz bereitgestellt.

Tracking, Autofokus und Bildberuhigung
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Autor:
Joachim Sauer, Jonas Schupp
Bildquellen:
DJI, Joachim Sauer, Jonas Schupp MEDIENBUREAU

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