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Praxistest: DJI Osmo Pocket 4P – das Imperium schlägt zurück - Tracking, Autofokus und Bildberuhigung

| Joachim Sauer

Seite 3 von 4: Tracking, Autofokus und Bildberuhigung

TRACKING

Während man mit einem doppelten Druck auf den Joystick das Gimbal ausrichtet und mit einem dreifachen Druck die Richtung um 180 Grad dreht, aktiviert ein einfaches Drücken die Active Track-Funktion – alternativ kann man auch erkannte Motive auf dem Display antippen. Das Tracking selbst funktionierte im Test bei einzelnen Personen zuverlässig und ermöglichte Aufnahmen ganz ohne eine Person hinter der Kamera – so zum Beispiel im Wohnmobil-Studio beim Actioncam-Vergleich zwischen GoPro Mission 1 Pro, DJI Osmo Action 6 und Insta360 Ace Pro 2. Sind mehrere Personen im Bild oder das markierte Objekt zu lange verdeckt, wirkt sich das auch direkt auf das Tracking aus, wobei die 4P in den allermeisten Situationen zuverlässig arbeitete. Lediglich die Reaktionsgeschwindigkeit bei Moderationen war uns selbst in der langsamsten Geschwindigkeit zu hoch, was sich in stellenweise übermotivierten Korrekturen und daraus folgenden kleinen Rucklern widerspiegelte.

Ist das Tracking aktiv, erscheint ein grüner Rahmen um die erkannte Person.

AUTOFOKUS

Durch den 1-Zoll-Sensor und die relativ kurze Naheinstellgrenze von etwa sechs Zentimetern kann man mit der Osmo Pocket 4P durchaus eine gewisse Unschärfe in seine Videos bekommen – ohne natürlich den Cine-Look von Kameras mit Vollformat-Sensoren zu bekommen. Hier hilft die “Tele”, auch wenn das 3-fach-Zoom mit 60 Millimeter jetzt keine echt lange Brennweite ist. Für mehr Unschärfe im Hintergrund ist die zweite Optik dagegen ein echter Mehrwert, der einen guten Autofokus notwendig macht. Hier deckt sich zwangsläufig das Ergebnis mit dem Tracking: Ist ein Objekt erkannt, ist auch die Schärfe korrekt gesetzt. Gleichzeitig bedeutet dies aber, dass bei Personengruppen der Fokuspunkt nicht ganz zuverlässig auf der gewünschten Person bleibt, sondern gerne mal springt. Eine Hilfe ist es das Objekt zentral im Bild zu halten – so dies möglich ist.

DJI Osmo Pocket 4P UnschaerfeDurch den 1-Zoll-Sensor bekommt man durchaus eine cineastisch anmutende Unschärfe in seine Bilder, ein guter Autofokus ist daher notwendig.

BILDBERUHIGUNG

Bei der Bildberuhigung zeigt sich, dass DJI zu den Vorreitern der Gimbal-Technologie gehört. Die 4P leistet sich trotz des wuchtigeren Kameramoduls keine Schwächen und liefert eine sehr gute Beruhigung ab. Die Kamera lässt sich im FPV-Modus sehr gut führen. Das Hilft besonders, wenn man Personen oder Objekte verfolgt, was schon so intuitiv funktioniert, dass dies eigentlich jeder sofort hinbekommen sollte. Gleichzeitig kann die Kamera auf Wunsch die Horizontale „festnageln“ - dabei gleicht sie erstaunlich gut die Auf- und Abbewegungen des Arms aus, so dass man nicht unbedingt im speziellen „Entengang“ gehen muss – die besser beruhigten Bilder bekommt man so aber dennoch.

Digitalzoom, Nachtmodus und Fazit mit Wertungstabelle
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Autor:
Joachim Sauer, Jonas Schupp
Bildquellen:
DJI, Joachim Sauer, Jonas Schupp MEDIENBUREAU

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