Zum Hauptinhalt springen

Sony Speicherkarten: SSD-Mangel schlägt aufs Produktportfolio durch

| Joachim Sauer

Der weltweite Mangel an SSD-Speicher bewegt Sony dazu, den Vertrieb nahezu aller SD- und CFexpress-Speicherkarten erstmal auszusetzen.

Zumindest hat Sony in Japan eine Mitteilung auf seiner Website, nach der man „aufgrund des weltweiten Mangels an Halbleitern (Speicher) und anderen Faktoren davon ausgeht, dass das SSD-Speicher-Angebot in absehbarer Zeit die Nachfrage nach CFexpress- und SD-Speicherkarten nicht decken kann.“ Entsprechend will Sony ab sofort keine Bestellungen von Händlern und Kunden annehmen und auch den Verkauf im Sony Store vorübergehend aussetzen. Das bedeutet allerdings nicht, dass es nie wieder Sony-Speicherkarten geben wird, denn „bezüglich der Wiederannahme von Bestellungen werden wir die Liefersituation weiter überwachen“, meint Sony. Die derzeitige Aussetzung des Vertriebs umfasst alle Speicherkartenlinien von Sony, darunter CFexpress Typ A-, CFexpress Typ B- und SD-Karten. Auch das gesamte Spektrum der High-End-SD-Karten sowie der günstigeren SD-Karten V30 mit 128 GB und 64 GB wurden eingestellt. Es spielt also keine Rolle, ob es sich um High-End oder Low-Cost SSD-Speicher handelt, derzeit ist SSD-Speicher prinzipiell Mangelware. Dieser Mangel ist auf den scheinbar endlosen Speicherhunger von KI-Rechenzentren zurückzuführen. Die Kosten für Speicherkomponenten steigen, weil das Angebot an den Dies, aus denen alle SSD-Arten bestehen, begrenzt ist und derzeit von Unternehmen verbraucht wird, die KI-Rechenzentren errichten und erweitern.

Egal ob hochwertiger schneller Speicher oder günstigere, langsame SD-Karten - der Markt für Dies ist so lehrgefegt, dass Sony seine Speicherprodukte vorerst aussetzt.