Metabones Speed-Booster: Sensorlupe für Vollformat-Optiken
Im Verbund mit dem Adapter wird aus einem Objektiv mit einer Lichtstärke von f=2,5 und einer Brennweite von 50 mm (wie etwa dem 250 Euro teuren Canon EF 2,5/50 mm Compact Macro) ein Objektiv mit einer höheren Lichtstärke von 1,4 und einer tatsächlichen Brennweite von 35,5 mm. Allerdings nur, wenn es an Kameras mit kleinerem Bildsensor wie APS-C angeschlossen sind. Die technischen Schlussfolgerungen, die sich daraus ergeben, haben wir im Praxis+Technik-Artikel zusammengetragen.
Ökonomisch liegt die Tragweite eines solchen Adapters auf der Hand. Günstige, gebrauchte Foto-Optiken können nun besser für Video verwendet werden, da ihre Abbildungsleistung ausreicht und ihre Lichtstärke durch den Adapter ansteigt. Gerade die kleinen Gehäuse, etwa für das Canon-M-System oder das Sony NEX-System, für die es oft nicht viele lichtstarke Optiken gibt, können hier profitieren. Und lichtstarke Linsen sind für Aufnahmen mit kleiner Schärfentiefe unumgänglich.
Gegenüber einfachen Adaptern ändert sich bei dieser Lösung der Bildausschnitt kaum. Gegenüber Weitwinkel-Vorsatzlinsen bleibt die Lichtstärke erhalten.
Allerdings kostet der Metabones-Adapter selbst gut 650 Euro, was immerhin auf eine gute optische Qualität der in den Adapter integrierten Meniskuslinse schließen läßt. Außerdem überträgt Metabones auch Steuersignale zwischen Kamera und Objektiv.
Der interessanteste Speed-Booster dürfte der für EF-Bajonett (Canon-Optiken) auf E-mount (Sony NEX) sein. Hier soll sogar die Blendenautomatik, Autofokus, Bildstabilisierung und die Exif-Datenübertragung funktionieren. Wer Leica, Nikon-F, oder Contax-Linsen anschließen will, muss sich noch ein wenig gedulden.
Der Adapter ist im Profi-Videohandel, etwa bei Marcotec, schon in Kürze für 549 Euro (zzgl. MwSt. also defakto 655 Euro) erhältlich.
Mehr zum Speed-Booster erfahren Sie in diesem Praxis+Technik-Artikel.
(mb) Lupenadapter:Metabones Speed-Booster Link zum Hersteller: Metabones