Korg microAudio 22 und 722: kompakte Audio-Interfaces für Musik, Live und Streaming
Korg präsentiert mit den Audio-Interfaces microAudio 22 und 722 zwei kompakte Werkzeuge für Musik und Live-Anwendungen. Das microAudio 722 besitzt als Alleinstellungsmerkmal einen an Synthesizer angelehnten Analogfilter.
Im Namen und laut Korg auch in der Funktionsweise lehnt sich der Filter an den des Synthesizers 700S an, welcher 1973 auf den Markt kam und nicht nur Korgs (damals noch KEIO) erster Synthesizer überhaupt ist, sondern gemeinsam mit Rolands SH-1000 zu den ersten Synthesizern aus Japan zählt. Der Filter des microAudio 722 soll so besonders warm und musikalisch, sprich in bestem Sinne „retro“ klingen und sich somit wie das gesamte Interface in ein bestehendes DAW-Setup integrieren lassen. Anwendende können zwischen Hoch- oder Tiefpassfilter wählen sowie per Drehregler Cutoff und Resonance einstellen. Auch ein LFO (Low Frequency Oscillator) zum dynamischen Anpassen ist an Bord. Zudem kann man den Filter nicht nur auf das Eingangssignal, sondern auch auf den per USB-C eingehenden Ton legen und somit den Filter unabhängig vom restlichen Interface nutzen. Über die kostenlose Software microAudio Editor können Nutzende nicht nur die Parameter der Interfaces synchron steuern, sondern auch die in die Geräte integrierten Effekte Noise Gate und Kompressor respektive Limiter nutzen. Nicht machbar sind jedoch Aufnahmen mit 32 Bit, maximal 24 Bit und 192 Kilohertz sind möglich.
Für den „klassischen“ Interface-Betrieb besitzt das microAudio 722 zwei USB/Klinke-Kombibuchsen mit zuschaltbarer 48 Volt-Phantomspeisung, wobei man diese nur für beide Kanäle gleichzeitig aktivieren kann. Dafür sind die Eingänge wie etwa bei Zooms H5studio-Recorder verknüpfbar und lassen sich dann mit einem Regler immer gleich laut auspegeln. Midi In/Out ist ebenfalls an Bord, jedoch nur in 3,5mm-TRS-Ausführung. Die Interface-Ausgänge als auch der separat pegelbare Kopfhöreranschluss sind hingegen „ausgewachsene“ 6,3mm-Klinkenbuchsen. Ein Netzteil brauchen sowohl microAudio 22 als auch 722 nicht, die Stromversorgung übernimmt der angeschlossene Rechner. Das Monitorsignal lässt sich zwischen Mono und Stereo umschalten, um beispielsweise die Monokompatibilität der eigenen Mischung zu überprüfen.
279 Euro verlangt Korg für das microAudio 722, mit 199 Euro genau 80 Euro günstiger ist das microAudio 22, das dementsprechend aber auf einige Eigenschaften verzichten muss. So ist kein Filter mehr an Bord und auch MIDI bleibt dem großen Interface vorbehalten. Es bleibt aber zwei verknüpfbaren Eingängen sowie umschaltbarem Monitorsignal, auch die Ausgänge sowie deren Regler sind mit dem 722 identisch. Beide Audio-Interfaces sind ab sofort im Handel erhältlich, im Lieferumfang enthalten ist ein USB-Kabel sowie beim 722 ein eigenes Adapterkabel von MIDI auf 3,5mm-TRS.
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Bildquellen: Korg |