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Rollei AF 24 mm und AF 35 mm: Weitwinkel-Festbrennweiten mit F1.8-Blende

| Jonas Schupp

Rollei ergänzt sein 85mm-Objektiv um zwei Weitwinkel für spiegellose Vollformatkameras von Sony und Nikon, die ebenso lichtstark sind wie die Tele-Brennweite.

Im 24 mm-Weitwinkel arbeiten 14 Linsenelemente, angeordnet in elf Gruppen. Dank vier ED-, zwei HR- und zwei asphärischer Linsen verspricht Rollei kontrastreiche Bilder mit hoher Schärfe und natürlichen Farben. Die Naheinstellgrenze liegt bei 32 cm, elf Blendenlamellen sind für ein rundes Bokeh zuständig. Der Hersteller verspricht schnellen, leisen Autofokus durch STM-Motor und Reisetauglichkeit durch kompakte Maße und Gewicht. Diese sind je nach Bajonett unterschiedlich: Für die Version mit Sony E-Mount gibt Rollei 9,2 x 8 cm bei 477 g an, die Nikon Z-Variante ist mit 9,6 x 8 cm und 483 g minimal größer und schwerer. Für zukünftige Firmware-Updates besitzt die Optik einen USB-C-Anschluss auf der Rückseite, ein frontseitiges 62 mm-Gewinde nimmt Filter auf.

Neben Blenden- und Fokusring ergänzen zwei Tasten die Bedienelemente. Eine dient der Fokus-Umschaltung, die andere ist bei kompatiblen Kameras frei belegbar.

Genau wie das Schwesterobjektiv besitzt auch das AF 35 mm eine „HFT-X“ genannte Vergütung, die Lens Flare-Effekte reduzieren soll. USB-C-Anschluss, Filtergewinde, Blendenlamellen sowie Bedienelemente und nicht zuletzt der STM-Autofokusmotor sind ebenfalls identisch. Anders ist die optische Konstruktion, denn in der 35 mm-Festbrennweite arbeiten lediglich elf Elemente, angeordnet in acht Gruppen. Rollei gibt jeweils zwei HR- und asphärische Linsen sowie sieben ED-Elemente an. Ob letztere stimmt, ist fraglich, in der dazugehörigen Grafik wird stattdessen eine ED-Linse angegeben. Maße und Gewicht gibt Rollei mit 9,3 x 8 cm und 476 g (Sony E) respektive 9,3 x 8 cm und 498 g (Nikon Z) an. Beide Objektive sind ab sofort erhältlich, wobei die von Rollei angegebene UVP von 349 Euro wie üblich nicht verlangt wird, stattdessen liegen die Preise bei 299 Euro.