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Drohnentest: DJI Avata 360 – grenzenlose Action - Steuerung und Flugverhalten

| Joachim Sauer

Seite 2 von 4: Steuerung und Flugverhalten

STEUERUNG

DJI bietet für die Avata 360 verschiedene Steueroptionen an – wobei man zwangsläufig am günstigsten wegkommt, wenn man schon eine Steuerung sein Eigen nennt und die Dohne allein für 459 Euro kauft. Mit der bereits länger bekannten RC2-Steuereinheit inklusive eigenem Monitor kostet sie 719 Euro und mit der Motion Fly More Combo und Goggles sowie dem Steuergriff liegt sie (mit Zusatzakkus) bei 939 Euro. Wir haben die Avata 360 sowohl mit der RC 2 als auch mit der virtuellen Brille geflogen – sowohl im Außenbereich also auch in Innenräumen. Festhalten kann man, dass beides bei uns gut funktioniert hat, der Installationsaufwand aber nicht ganz unerheblich ist. Die Drohne machte im Testzeitraum nahezu täglich Updates vom Fluggerät, aber auch von den Steuereinheiten. Wir waren stundenlang damit beschäftigt die passende Software aus dem Netz zu saugen, wobei dies durchaus auch an der frühen Leihstellung und der langsamen Datenübertragung aus Fernost gelegen haben mag.

Wahlweise bekommt man die DJI Avata 360 mit der RC 2 Fernsteuerung oder in der Motion Fly More Combo mit der Goggles und Handsteuerung. Wir hatten beide Varianten für den Testflug in der Redaktion.

Gleichzeitig kann man festhalten, dass dabei die RC2 sehr deutlich an ihre Leistungsgrenze kommt und nach der Updateinstallation eigentlich immer einen Neustart benötigte. Aber auch im realen Betrieb reagiert sie beim Bewegen durch das Menü vergleichsweise zögerlich auf Bedienbefehle. Glücklicherweise ist dies Phänomen dann bei der eigentlichen Steuerung der Drohne nicht mehr festzustellen. Fakt ist aber, dass die Handhabung mit unterschiedlichen Steuereinheiten der Drohne nicht wirklich schmeckt und teils eine Neukoppelung notwendig machte. Nichtsdestotrotz kann man festhalten, dass eigentlich beide Steuerungen sinnvoll sind, da sie sehr unterschiedliche Flugverhalten und -manöver ermöglichen.

DJI Avata360 3653Die RC 2 Fernsteuerung brauchte im Test lange, bis sie sich nach dem Einschalten halbwegs verzögerungsfrei bedienen ließ. Während des Flugs tritt dieses Phänomen zum Glück nicht auf.

FLUGVERHALTEN

Die deutlich spielerische und intuitivere Variante der Steuerung bietet DJI mit Goggles und Handsteuerung, auch wenn dies vielleicht im ersten Augenblick gar nicht stimmen kann, da man zwangsläufig die Drohne nicht mehr im Blick hat. Rein rechtlich bedeutet dies, dass man eigentlich so nur fliegen kann, wenn man eine zweite Person neben sich hat, welche die Drohne überwacht. Doch durch die virtuelle Brille und den mit Hilfe der Handsteuerung festgelegten virtuellen Zielpunkt steuert man im wahrsten Sinn zielsicher. Getestet haben wir das gleich mehrfach, wobei selbst enge Passagen damit gut machbar waren. Allerdings ist die Ansage des Copiloten, ob die Drohne nun wirklich mittig anfliegt, Anfangs durchaus hilfreich. Wir haben in einem nächsten Test die Schwierigkeit nochmal erhöht und sind in einem Hotelzimmer von der Empore rückwärts in den Raum geflogen, haben dabei Höhe verloren, um im Stockwerk darunter dann durch den engen aber immerhin rund zwei Meter langen Eingangsbereich ins Freie zu fliegen und dort gleich schnell aufzusteigen, um dann mit einer Drehbewegung die Bodensee-Landschaft zu zeigen. Solche dann doch sehr präzisen Bewegungen lassen sich mit der RC 2 deutlich leichter umsetzen – zumal man die Drohne dabei auch noch im Blick behalten kann. Tatsächlich reagiert die Avata 360 extrem schnell auf die Steuerbefehle, was in den schnellen Sport- und Normalmodi auch der Sicherheit dient. Allerdings fliegt sie auch der Cine-Modus laut Werksangabe mit circa 21 Kilometern pro Stunde, wobei wir vermuten, dass die Geschwindigkeit eher darüber liegt. Entsprechend reagiert die Drohne auch hier sehr spontan auf Bewegungen am Steuerknüppel. Damit nicht Ruckler den Flug stören, muss man entsprechend mit viel Feingefühl steuern. Und das fällt mit der Goggles und Handsteuerung deutlich leichter. Der Haken andersherum: Die Verfolgung via Active Track und die Flugmuster gibt es nur mit der RC 2-Fernsteuerung.

DJI Avata360 Flug RC2Mit der RC 2 kann man auch alleine fliegen, denn man kann die Drohne im Blick behalten. Doch da sie recht schnell auf die Steuerbefehle reagiert ist viel Feingefühlt und Kontrolle am Bildschirm wichtig.

Kamera, Formate und Bildqualität
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Autor:
Joachim Sauer
Bildquellen:
DJI, Joachim Sauer, Jonas Schupp MEDIENBUREAU

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