OWC Thunderbolt 5 und USB4: neue Docks, Hubs und Kabel für Videoarbeitsplätze
OWC erweitert sein Anschlussprogramm um ein Thunderbolt-5-Dock, einen USB4-Hub und längere Kabel für Schnittplätze und mobile Produktionen.
OWC stellt zur IBC 2026 zwei unterschiedlich ausgelegte Anschlusslösungen vor. Das Thunderbolt 5 Dock with Dual HDMI ist für umfangreiche Arbeitsplätze gedacht und führt 16 Anschlüsse über ein Kabel zum Rechner. Zwei HDMI-2.1-Ausgänge binden Monitore ohne zusätzliche Adapter an. Hinzu kommen Thunderbolt 5, fünf USB-C- und drei USB-A-Buchsen, 2,5-Gigabit-Ethernet, Audio sowie UHS-II-Leser für SD- und microSD-Karten. Der Rechner beziehungsweise das Laptop kann mit bis zu 140 Watt geladen werden, während zwei vordere Anschlüsse jeweils bis zu 30 Watt für Laufwerke oder Mobilgeräte liefern. Abhängig von Rechner, GPU und Betriebssystem sollen an Thunderbolt-5-Hosts zwei 8K-Displays mit 60 Hertz oder drei 6K-Displays mit 60 Hertz möglich sein. Der kompaktere USB4 Hub konzentriert sich dagegen auf sechs Anschlüsse: zwei USB4-Ports, zwei USB-C-Schnittstellen mit 10 Gigabit pro Sekunde, HDMI 2.1 und die Verbindung zum speißenden Rechner. Der Hub versorgt Notebooks mit bis zu 81 Watt und unterstützt je nach System 4K mit 120 Hertz, 4K mit 240 Hertz bei Display Stream Compression oder 8K mit 60 Hertz. Die beiden USB4-Geräteports teilen sich insgesamt 40 Gigabit pro Sekunde und erreichen einzeln höchstens 20 Gigabit pro Sekunde. Für ein einzelnes schnelles Laufwerk kann die direkte Rechnerverbindung daher höhere Transferraten liefern. Das Thunderbolt 5 Dock with Dual HDMI soll im November 2026 für 349,99 US-Dollar erscheinen, umgerechnet rund 301,15 Euro. Der USB4 Hub soll Ende Oktober für 129,99 US-Dollar beziehungsweise rund 112 Euro verfügbar sein.
Zum Anschlussprogramm gehören außerdem drei neue Kabellängen. Das passive Thunderbolt-5-Kabel mit 1,5 Metern überträgt laut OWC bidirektional bis zu 80 Gigabit pro Sekunde, stellt für Displaydaten bis zu 120 Gigabit pro Sekunde bereit und unterstützt USB Power Delivery mit bis zu 240 Watt. Es arbeitet auch mit Thunderbolt 4 und 3, USB4 und USB-C. Für größere Entfernungen folgen aktive optische USB4-Kabel mit drei oder fünf Metern. Beide übertragen bis zu 40 Gigabit pro Sekunde und können über DisplayPort Alt Mode kompatible USB-C-Displays direkt ansteuern. Das Drei-Meter-Modell überträgt bis zu 240 Watt, die Fünf-Meter-Version bis zu 60 Watt. OWC empfiehlt die optischen Kabel wegen unterschiedlicher Leistungsanforderungen nicht für busgespeiste Geräte; das Datenblatt schließt außerdem Thunderbolt-5-Geräte aus. Für Videoarbeitsplätze ist diese Abgrenzung wichtig: Das passive Thunderbolt-5-Kabel erhält die höhere Bandbreite auf kürzerer Strecke, während die optischen USB4-Kabel netzbetriebene Speicher, Docks oder Displays weiter vom Arbeitsplatz entfernen können. So lassen sich etwa laute RAID-Systeme aus Aufnahme- oder Abhörbereichen verlagern. Das passive 1,5-Meter-Thunderbolt-5-Kabel ist ab nächsten Monat für 58,99 US-Dollar angekündigt, umgerechnet rund 50 Euro. Die aktiven optischen USB4-Kabel mit drei Meter kosten 98,99 US-Dollar beziehungsweise rund 85 Euro, fünf Meter 129,99 US-Dollar beziehungsweise rund 112 Euro.
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Bildquellen: OWC |