VIDEOAKTIV-Newsletter Nr. 896 – Hands-on: Sony FX5 | die Branche in Bewegung
Geschätzte Leserin, geschätzter Leser,
neue Cine-Kameras sind rar – entsprechend geistert auch die zur Cine-Line gehörende FX5 schon einige Wochen gerüchteweise durchs Internet. Gerade mal ein einziges Vorserien-Modell hatte Sony im Vorfeld für den deutschsprachigen Raum – und dennoch hat es die FX5 auf eine Stippvisite auf die Insel Reichenau in die VIDEOAKTIV-Redaktion geschafft. Rein äußerlich kann die FX5 wenig überraschen – es sei denn, man erwartet wegen der neuen Modellbezeichnung eine größere Kamera. Tatsächlich hat sie ein nur wenige Millimeter größeres Gehäuse als die bereits seit fünfeinhalb Jahren verkaufte FX3. Neu ist aber nicht nur der 16,6 Megapixel-Sensor, der somit 5K-Videoauflösung bietet – sondern auch der ganz klare Verzicht auf die Fotofunktion und die Integration des Video-Menüs aus FX6, Burano und Venice 2 – so dass man nahtlos von den großen Cine-Kameras umsteigen kann. Wir haben die kurze Zeit in der Redaktion intensiv genutzt mit ihr gedreht, bei strahlendem Sonnenschein, bei Nacht und in Räumen – so können wir jetzt bereits nicht nur technische Details, sondern auch erste Testszenen und unsere Eindrücke liefern.
In den letzten Jahrzehnten haben wir bereits viele Firmen und Marken kommen und gehen sehen. Doch wie sehr die Branche unter Druck wird klar, wenn man sich die Anzahl an Meldungen über Firmenübernahmen, Verkäufe und Insolvenzen der letzten 12 Monate anschaut. Arri gehört nun zu Riedel, aber Arri Rental nicht mehr dazu – MRMC gehört nicht mehr zu Nikon, sondern soll von MultiDyne wieder auf Spur gebracht werden und Adobe verleibt sich Topaz Labs ein. Nach der Native Instruments Pleite und deren Übernahme durch InMusic (unter anderem Akai und M-Audio) veräußern diese nicht nur iZotope an Boris FX weiter, sondern nun auch Brainworx sowie Plugin Alliance an deren ursprünglichen Gründer Dirk Ulrich. Und damit haben wir nur Bezug auf die Ereignisse der letzten Wochen genommen. Schaut man mal genauer hin wird eines sehr deutlich: Die Spezialisierung steht im Mittelpunkt – kleinere Marken kommen unter die Räder, oder eben unter das Dach von größeren Strukturen, die sich ihrerseits auf ganz bestimmte Segmente, wie Multimediasoftware, Audiohardware oder eben Studio-Ausbau konzentrieren. Offensichtlich wird der richtige Kanal zum Kunden immer entscheidender…
… bleib einfach dran
Dein VIDEOAKTIV-Team














