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GoPro Mission 1-Serie: Actioncams mit 1-Zoll-Sensor und MFT-Bajonett

| Joachim Sauer

GoPro möchte mit seiner neuen Mission1-Serie bestehend aus drei Kameras in den Markt der professionellen 8K- und 4K-Open-Gate-Kompaktkinokameras vordringen – wobei es trotz Micro-Four-Thirds-Bajonett bei der bekannten Actioncam-Bauform bleibt.

Nichts anderes als die kleinste und robusteste Kinokameras soll die neue Mission-Serie sein, wobei die neuen Kmaeras sogar bis zu 20 Meter wasserdicht sein sollen. Es gibt die Mission 1 Pro mit 50MP 1-Zoll-Sensor gibt, die 8K60, 4K240 und 1080p960 aufzeichnen kann und als 8K30 und 4K120 Open-Gate-Videoaufnahmen erlaubt. Als Bildprozessor setzt man auf den neuen GP3, mit dem man eine längere Akkulaufzeit und bessere thermische Leistung verspricht. Auf der gleichen Basis setzt die Mission 1 Pro ILS auf, die dann das Micro Four Thirds (MFT)-Bajonett hat und damit kompatibel zu sehr vielen Objektiven ist. Darunter gibt es dann die Mission 1, die dann „nur“ 8K30-Videoaufnahmen und 4K120 Open Gate Bilder aufzeichnen kann. Das Objektiv der Mission 1 und Mission 1 Pro wurde ebenfalls neu entwickelt und soll nun 159 Grad Blickwinkel zulassen.

Der Hingucker ist die Mission 1 Pro ILS die mit einem MFT-Bajonett kommt. Je nach Objektiv die kleine Actioncam kaum noch hinter der Optik auffallen. 

Der neue 50MP 1"-Sensor bietet mit der größeren Oberfläche 1,6μm große Pixel und 3,2μm-Fusionspixel. Damit verspricht GoPro bis zu 14 Blendenstufen. Der ebenfalls neue GP3-Prozessor verfügt über ein 5-nm-Design und soll mit besserer Effizienz höhere Bildraten und Bildqualitäten ermöglicht. Eine AI Neural Processor Unit (NPU) ermöglicht die Verarbeitung von Videopixeln und soll schlechten Lichtverhältnissen helfen. Zudem sind so, zumindest bei den Pro-Modellen auch ein 10-Sekunden-Burst von 960 Bildern pro Sekunde in 1080p 16:9 für eine 32X Slo-Mo möglich. Ohne Burst sind in 1080p 16:9 (und 1440p 4:3) Aufnahmen mit 480 Bildern pro Sekunde (16X Zeitlupe) machbar. Verbesserungen soll es durch den Enduro 2 Akku geben. Die Mission 1-Serie kommt damit laut GoPro auf 5+ Stunden Aufnahme bei 1080p30 und 3+ Stunden Aufnahme bei 4K30 mit einer Ladung. Der Enduro 2-Akku ist mit den Hero13 Black-Kameras kompatibel, und ebenso können die Mission 1-Serie Kameras mit der älteren Hero13 Black Enduro-Batterie arbeiten, allerdings mit kürzerer Laufzeit.

Die Mission 1 Serie hat ein neues und größeres Objektiv um den 1-Zoll-Sensor belichten zu können. Zudem bietet GoPro Zubehör wie einen Batteriegriff und eine Mikrofonfunkstrecke an. 

GoPro will mit 13 auf bestimmte Umgebungen oder Anwendungsfälle abgestimmten Aufnahmemodi die Bedienung vereinfachen. Von aktivitätsspezifischer Unterwasserfarb-Wissenschaft und abgestimmter Stabilisierung im Tauchmodus bis hin zu gesichts-orientierten Framing und Tonmapping im Vlog-Modus soll die Mission 1-Serie die Bildoptimierung vereinfachen. 4 Mikrofone bieten verbesserte Stereoaufnahme und Windrauschreduktion, während 32-Bit-Float-Audioaufnahmen Clipping verhindert. Und Bluetooth 5.3-Audio ermöglicht es drahtlos mit kompatiblen Geräten über das Hands-Free Profile (HFP) v1.9 mit Super Wideband (SWB) Speech zu verbinden. Dazu gibt es passend auch ein neues drahtloses Mikrofon.

Die Mission Series und die Preise für die neuen Produkte werden am GoPro-Stand auf der NAB-Messe, vom 19. bis 22. April; am Stand C5519, vorgestellt, wobei man auch einen Point-and-Shoot-Griff und Powered Grip; die Enduro 2 Batterie mit höherer Kapazität und ein I/O-Erweiterungs-Medien-Mod soviel weiteres Zubehör rund um die neue Serie zeigt.