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Bridge Suite: Videoschnitt per Storyboard und Transkript

| Joachim Sauer

Innerhalb der Bridge Suite ordnet die Anwendung Motions Interviews satzweise im Storyboard. B-Roll, Animationen, Untertitel und eine klassische Timeline bleiben direkt zugänglich.

Der niederländische Filmemacher Thom Easix positioniert Motions als Gegenentwurf zu Schnittprogrammen, die vor allem mit einer horizontalen Timeline arbeiten. Ausgangspunkt ist das Transkript: Das Storyboard zeigt jeden gesprochenen Satz als eigene Zeile und verknüpft ihn mit dem gewählten Bild. Abschnitte lassen sich zusammenführen, teilen oder vertikal neu anordnen; die Timeline wird dabei nach Herstellerangaben direkt nachgeführt. In der öffentlich zugänglichen Demo umfasst das Storyboard zehn Sätze, kann Schnittmarken an den Satzgrenzen setzen und B-Roll automatisch zuweisen. Für jede Passage stehen außerdem Optionen und eine KI-Funktion für die Automatische Ergänzung von Sprecherbild mit B-Roll, Stockmaterial, Animation und Kamerabewegung bereit. Damit zielt der Ansatz besonders auf Interview-, Reportage- und Erklärformate, deren Dramaturgie zuerst über den gesprochenen Inhalt entsteht. Die klassische Timeline bleibt für Mehrspur-Schnitt, Audio, Titel und Untertitel erhalten, sodass das Storyboard den detaillierten Schnitt ergänzt und nicht ersetzt.

Bridge Motions schneidet ohne Timeline, ohne dabei gänzlich auf sie zu verzichten. Die KI-Funktionen gibt es nur für zahlende Kundschaft. 

Als Teil der Bridge Suite verbindet Motions den Videoschnitt mit Werkzeugen für Design, Animation, Musik und 3D. Laut Entwickler ließen sich Titel und Animationen dadurch im selben Umfeld wie das Schnittprojekt erstellen. In der frei zugänglichen Demo ist die KI allerdings deaktiviert, die Schnittoberfläche mit Timeline, Storyboard, Transkript und MP4-Export lässt sich jedoch ohne Konto testen. Für das Speichern eigener Projekte ist ein kostenloser Bridge-Suite-Zugang erforderlich. Den Export nach Adobe Premiere per XML nennt der Entwickler ebenfalls als Funktion. KI-Dienste lassen sich laut Suite-Seite mit einem eigenen API-Schlüssel oder über eine Verbindung zu Claude beziehungsweise ChatGPT verwenden, wodurch beim jeweiligen Anbieter separate Kosten entstehen können. Motions ist ab sofort im Browser kostenlos verfügbar; für Unternehmen wird zusätzlich eine Serverlizenz ohne öffentlich genannten Preis angeboten.

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