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Hands-on: Panasonic Lumix S5II - Test von Autofokus, Bildstabilisierung und ISO-Aufnahmen - Empfindlichkeit und V-Log-Modi

| Joachim Sauer

Seite 4 von 7: Empfindlichkeit und V-Log-Modi

EMPFINDLICHKEIT & V-LOG-MODIDie automatische Umschaltung der nativen ISO-Empfindlichkeit ist komfortabel – aber eben nicht immer gefragt. Schön also, dass Panasonic den Kameraleuten nun wieder die manuelle Wahl lässt, ob man die hohe oder niedrige Empfindlichkeit auslesen möchte. Wenig überraschend ist, dass die Kamera bei der ISO-Empfindlichkeit überzeugen kann – immerhin ist dies auch eine der Stärken der S1H. So lästig ist es, dass man die Kamera mit ISO 100 nur im Standardprofil und nicht im V-Log-Modus nutzen kann. Stattdessen liegt die minimale Empfindlichkeit bei ISO 640, wodurch man schon an Tagen mit bedecktem Himmel einen ND-Filter benötigt. Die zweite native Empfindlichkeit liegt im V-Log-Modus bei ISO 4000. Entsprechend ist ISO 6400 noch weitgehend rauschfrei und selbst ISO 12.800 noch so gut, dass man es im dokumentarischen Bereich durchaus mal einsetzen kann.

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Die S5II erlaubt die manuelle Auswahl der zwei nativen ISO-Empfindlichkeiten, bietet aber auch weiterhin die automatische Umschaltung. Im V-Log-Modus liegen die zwei Empfindlichkeiten bei ISO 640 und 40000, im Standard-Modus bei ISO 100 und 640.

Auf der anderen Seite sind bereits bei ISO 12.800 erste Detailverluste sichtbar. Darüber wird das Bildrauschen in dunklen Bildpassagen dominanter, die Detailverluste größer. So wie wir es derzeit beurteilen können, sind ISO 16.000 und zur allergrößten Not auch mal ISO 25.600 durchaus so nutzbar, dass es unbedarften Zuschauern nicht wirklich auffällt. Die täglich im Fernsehen zu sehenden Reality Soaps nutzen oftmals weit schlechteres Bildmaterial. Neu unter den Profilen findet man ein „Echtzeit LUT“, das genau das macht, was man sich aus dem Namen zusammenreimen kann: Die Kamera liest die Videodaten mit flachem Profil vom Sensor aus, doch die Kamera wendet noch vor dem Speichern ein entsprechendes LUT-Profil auf die Videodaten an. Bedingung ist, dass man entweder das eingespeicherte VLOG_709-Profil nutzt oder aber bereits eigene LUT-Profile auf die Kamera gespeichert hat. Zehn Speicherplätze bietet die S5II dafür an, die man von einer SD-Karte aus mit LUTs versorgen kann. Die Idee ist prinzipiell gut, denn so nutzt man den höheren Dynamikumfang und „presst“ diesen gleich in das passende Profil. Entsprechend entfällt der Nachteil, dass man in der Nachbearbeitung jeden Clip bearbeiten muss. Auf der anderen Seite fehlt zwangsläufig die Möglichkeit bei kritischer Belichtung nochmal mit einer individuell auf den Clip angepassten Nachbearbeitung etwas herausholen zu können.

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Die S5II kann mit flachem Profil vom Sensor ausgelesen werden, bietet aber die Option das passende Korrekturprofil direkt vor dem Abspeichern anzuwenden.

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