Zum Hauptinhalt springen

Actioncam-Vergleich 2026: GoPro Mission 1 Pro gegen Insta360 Ace Pro 2 und DJI Osmo Action 6 - Bildstabilisator und Lichtstärke

| Jonas Schupp

Seite 4 von 6: Bildstabilisator und Lichtstärke

BILDSTABILISATOR

Ein guter Bildstabilisator ist Grundvoraussetzung für Actioncams und alle drei Modelle können mit einem solchen punkten. Schaut man genauer hin, offenbaren sich doch Unterschiede, wenn das Tempo schnell oder das Gelände uneben wird. Die Ace Pro 2 ist hierbei am „unruhigsten“, was aber Meckern auf hohem Niveau ist. Mit neuem Sensor und dementsprechend auch einem neu entwickelten Bildstabilisator muss GoPro, bisher Vorreiter in dieser Kategorie, nun der Osmo Action 6 den Vortritt lassen – die Unterschiede sind hierbei aber sehr gering und treten vor allem bei plötzlichen Schlägen auf sonst glatter Straße auf. Getestet wurde dabei in der Standard-Stabilisierung aller drei Kameras, da diese Einstellung die allermeisten Einsatzgebiete abdeckt und somit am häufigsten verwendet werden dürfte. Bei maximaler Stabilisierung kann die Mission 1 Pro wieder die DJI-Konkurrentin ausstechen, bei welcher im „Rocksteady Plus“-Modus digitale Fehler und verwaschene Details im Bild auftreten. Wer mehr dazu erfahren möchte, kann die Informationen in unserem Einzeltest der Osmo Action 6 nachlesen.

Beim Bildstabilisator hat die DJI Osmo Action 6 in der Standardeinstellung leicht die Nase vorn. 

LICHTSTÄRKE

Einer der deutlichsten Sprünge zwischen Hero 13 und Mission 1 Pro betraf die Lichtstärke – seit langem ein Schwachpunkt von GoPro. Nun können die Amerikaner zur Konkurrenz aufschließen, wie die ISO-Vergleichsaufnahmen zeigen. Die native Empfindlichkeit liegt dabei bei allen drei Kameras bei ISO 100, was prinzipiell keine hohe Lichtstärke verspricht. Deshalb steuern alle hersteller mit einer integrierten Rauschreduzierung dagegen, was sich bei ISO 800 in einem – vor allem bei der Ace Pro 2 – merklichen Detailverlust widerspiegelt. Der Detailverlust an der Insta360-Actioncam wird bei ISO 3200 so hoch ausfällt, dass bei uns bereits eine Stufe vorher bei ISO 1600 Schluss ist. Die Mission 1 Pro besitzt zwar weniger Detailverlust, allerdings ist hinsichtlich des Bildrauschens aus professioneller Sicht alles über ISO 3200 nicht mehr verwendbar. Spitzenreiter bleibt die Osmo Action 6, die lange die Waage zwischen Detailverlust und Bildrauschen hält und erst bei ISO 6400 die professionelle Grenze erreicht. Hier hat sich offensichtlich zwischen unserem ersten Test und dem Vergleich einiges getan, denn damals war schon bei ISO 1600 Schluss.

Mission 1 Actioncamvergleich ISO 800Bei ISO 800 fällt die künstliche Entrauschung bei allen drei Kameras durch Verlust der Detailschärfe auf, am deutlichsten aber bei der Insta360 Ace Pro 2.

Nachtmodus und Bildqualität
Seite
Autor:
Joachim Sauer, Jonas Schupp
Bildquellen:
GoPro, DJI, Insta360, MEDIENBUREAU

Weitere Kamera-Artikel

| Magazin Kamera
Nach Teilankündigungen, Veröffentlichungen in anderen Ländern und scheibchenweise herausgegebenen Infos ist die DJI Osmo Pocket 4P endlich bei uns erhältlich. Wir zeigen, was die Kamera kann.   IM TEST: DJI Osmo Pocket 4P, 599…
| Magazin Kamera
Noch wird der Gimbal-Kamera-Markt von DJI beherrscht – doch Insta360 greift mit der Luna Ultra an und bringt ganz eigene Ideen für diese Kategorie mit.   IM TEST: Insta360 Luna Ultra, 729 Euro getestet im Creator Bundle, 930…
| Magazin Kamera
Brandneu ist die Sony FX5 – und sieht doch der FX3 täuschend ähnlich. Im Inneren arbeitet aber ein neuer Sensor und sie hat bedeutende Anleihen von der größeren FX6 sowie von Burano und Venice 2. Wir liefern erstes Test-Footage und…