Zum Hauptinhalt springen

Report: YouTube-Kanal gehackt – was passiert und was man tun kann - Änderungen nach dem Hack, Fazit

| Joachim Sauer

Seite 4 von 4: Änderungen nach dem Hack, Fazit

ÄNDERUNGEN NACH DEM HACK

Letztlich kann ich den Kanal wiederherstellen und bekomme von YouTube den passenden Hinweis. Offensichtlich hatten die Hacker noch Zugriff auf die Mails – wie das bei einem geänderten Passwort funktionieren kann, ist mir zwar unklar, da das Passwort geändert und somit eigentlich auch Gmail nicht mehr funktionieren sollte. Aber offensichtlich haben es die Hacker dennoch geschafft auf die Mails zuzugreifen. Deshalb empfiehlt der YouTube-Support dringend, das von den Hackern neu hinterlegte Gmail-Konto aus dem Google Account zu entfernen und somit dieses Gmail-Postfach zu löschen. Zudem ordnet YouTube von sich aus den YouTube-Kanal einem anderen Google-Account von mir zu, so dass die Hacker nun sicher keinen Zugriff auf den YouTube-Kanal mehr hat. Damit ist der Kanal nun wieder in unserer Kontrolle. Beim ersten Login kommt man automatisch in eine Überprüfung, die anzeigt, welche Änderungen YouTube den Hackern zuordnet. Deckt sich dies mit den eigenen Erkenntnissen ist man mit einer Bestätigung schon durch und kann den Kanal wieder normal betreiben. Dennoch: Auch YouTube empfiehlt nochmal alle Inhalte zu checken, die Zahlwege und die Nutzer mit Zugangsrechten zu überprüfen.

Tipp

Hat der Hacker ein Gmail-Konto hinterlegt muss dieses dringend gelöscht werden. Intuitiv ist der Weg zum Löschen des Gmail-Postfachs kaum zu finden, doch wir haben vom YouTube-Support einen Link mit einer Anleitung bekommen – mit dieser klappt es dann eigentlich ganz einfach.

Der Link zur Anleitung von dem, was manuell überprüft werden sollte, findet man hier.

 

FAZIT

Joachim Sauer VIDEOAKTIV Autor

„Verzweiflung, Wut und Schrecken begleiten seinen Sturz“ heißt es in der „Schöpfung“ von Joseph Haydn – und genau so habe ich mich die letzten Tage gefühlt. Deshalb auch der Denkansatz unser Problem öffentlich zu kommunizieren und den Ablauf dieses Cyberangriffs hinzuschreiben. Meine gerade gesammelten Kompetenzen (auf die ich herzlich gern verzichtet hätte) sollen Euch im Vorfeld dazu animieren einen entsprechenden Plan mit den wichtigsten Infos zu erstellen und Euch im Krisenfall den Weg zurück zum Kanal ebenen und beschleunigen.

Fakt ist leider, dass die Haker schon viel weiter sind, als es die Google-Hilfe berücksichtigt. Diese geht immer davon aus, dass man noch Konto-Zugriff hat. Doch die Hacker respektive die Bots arbeiten so schnell und gründlich, dass man manuell nicht hinterher kommt und auf die Warn-E-Mails zu spät kommen, als dass man auf noch reagieren kann. Eine vorsorgliche Deaktivierung des Google Accounts ist zwar vorgesehen – aber dazu benötigt man Zugriff auf diesen Account und das war bei uns nicht mehr möglich. Dabei wäre es vielleicht ja ein Denkansatz bei der Deaktivierung der Zwei-Faktor-Authentifizierung einen Zeitversatz einzubauen. Damit könnten einen die Hacker nicht ganz so schnell und gründlich aussperren. Mir fällt zumindest derzeit nicht ein, welchen Nachteil dies haben sollte, denn wenn ich diese Authentifizierung selbst deaktivieren will, kommt es ja nicht auf die Zeit an.

Aber die Weisheit mit Löffeln gefressen habe ich zwangsläufig nicht – stimmen Tipps nicht oder kennt jemand noch andere Herangehensweisen beziehungsweise wichtige Informationen? Dann her damit an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.! Wir sind gerne bereit diese Tipps zu verifizieren und diesen Ratgeber dadurch aufzubohren. Das Ziel wäre es echte Hilfe zu leisten und die Verzweiflung vielleicht etwas in Grenzen zu halten. Denn VIDEOAKTIV hatte immerhin den Vorteil den Kontakt zu einer Community-Managerin zu haben – bei der wir uns auf diesem Weg noch einmal herzlich bedanken. Doch nicht jeder dürfte über so einen Kontakt verfügen – und ist damit extrem auf sich allein gestellt und findet derzeit kaum sinnvolle Informationen.

Jetzt Equipment vergleichen in der

VA Bestenliste

 

Seite
Autor:
Joachim Sauer
Bildquellen:
Joachim Sauer, MEDIENBUREAU

Weiteres Internes

| Magazin Intern
Alle Jahre wieder versammelt sich die Medienbranche in Amsterdam zur IBC, wo die Hersteller ihre neuesten Produkte und Innovationen zeigen. Aufgrund der Flut an News bieten wir auch in diesem Jahr wieder unsere Newsübersicht an, die alle…
| Magazin Intern
GoPro fusioniert mit Starman Optical: Rekapitalisierung und Neupositionierung GoPro hat sein Finanzproblem gelöst und wird Teil einer Unternehmensgruppe und soll weitere Geschäftsfelder erobern. Die Investoren wollen in Märkte für…
| Magazin Intern
Angriffe auf YouTube-Kanäle, respektive die dahinter liegenden Google-Konten werden, wie alle Cyberattacken insgesamt, immer mehr. Hier ein Ablauf des Angriffs auf VIDEOAKTIV und ein Report über das, was man tun kann, um die Hoheit über…