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Premiere-Schnittmaschine: Medion Akoya X7702 D im Test

| Joachim Sauer

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Leistung beim Schnitt Spannend für die Tester: Wie leistungsfähig ist das Windows7/Intel-i7-Gespann. Auf unserer Testworkstation (Apple MacPro unter Windows Vista 64 mit 2 x Intel Xeon Quad 2,8 GHz sowie 4 GB Arbeitsspeicher) spielte Premiere CS 4 im Frühjahr drei AVCHD-Spuren ab. Der Medion Akoya X7702 D liegt von der Ausstattung sogar leicht über unserem derzeitigen Referenzsystem. Den Leistungstest führen wir wie immer mit Bild-in-Bild-Spuren durch, wobei das Hintergrundbild im Vollformat abspielt, die überlagernden Spuren dagegen das Videomaterial auf 33 Prozent kleiner skalieren müssen. Die Timeline spielte die erste Überlagerungsspur und damit zwei AVCHD-Dateien noch ab, doch kommt dann eine dritte Spur dazu ist nach spätestens zwei Sekunden völliger Stillstand angesagt. Dabei zeigte der Systemmonitor bei einer Spur keine 20 Prozent Prozessorauslastung, bei zwei Spuren lediglich circa 30 Prozent, bei drei Spuren lag der Durchschnitt bei über 60 Prozent, doch zudem sprang diese Leistung immer wieder kurzzeitig auf 100 Prozent, was dann für die deutlichen Aussetzer sorgte. Auch bei der Wiedergabe von HDV zeigte das System lediglich 6 Spuren ruckelfrei. Unser Referenzrechner packte 10 HDV-Spuren. Unabhängig vom verwendeten Videocodec lastet der Rechner den Arbeitsspeicher nie mehr als 24 Prozent aus. Die Vorschau gibt der Rechner zwangsläufig ausschließlich via DVI und damit immer mit sichtbarem Zeilenversatz aus. Eine spezielle Schnitthardware für analoge oder digitale interlaced Videosgnale gibt es nicht. Bei der Berechnung unserer zwei Minuten Testszene mit 50 Prozent Deckkraft hängt der Medion Rechner unsere Testworkstation dagegen mächtig ab: 1:30 Minuten, das bedeutet statt Faktor 1,2 nur noch 0,8 und damit schneller als Echtzeit. Auch bei der Timelinevorschau bleibt das System in Führung: Faktor 0,5 statt 0,6 ist allerdings kein ganz so großer Sprung. Bei der Berechnung fordert Premiere erfreulicher Weise alle Leistung ab und lastet die Prozessorkerne alle mit nahezu 100 Prozent aus. Einzige Nebenwirkung: Die Lüfter des Medion Akoya heulen merklich auf und beim Export wird aus dem sonst stetigen brummen ein wahrer Orkan. Allerdings legt sich dieser auch sofort wieder wenn der Export abgeschlossen ist. Für Tonaufnahmen ist das System nur bedingt geeignet, da das Brummen im unteren Frequenzbereich verursacht durch Netzteil und die große 1,5 Terabyte-Festplatte stören. Etwas mehr Dämmung würde dem System gut tun.

 

-> Konfiguration -> Brennausgabe/Fazit/Technische Daten/Preis bridge2.jpg Organisator: Adobes Bridge dient als Medienbasis erlaubt die Bewertung und spielt dank MediaPlayer AVCHD-Clips ab. premiere_pro_cs4.jpg Profi-Schnitt: Adobe Premiere CS4 verfolgt ein professionelles Bedienkonzept und kostet Original 1010 Euro.
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