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WD: Festplatten-Roadmap mit höheren Kapazitäten und mehr Leistung
WD: Festplatten-Roadmap mit höheren Kapazitäten und mehr Leistung
Western Digital, tritt künftig nur noch unter der seit längerem als Produktkategorie eingeführten Abkürzung WD auf und will sich auf die Anforderungen von KI-Anwendungen und hohen Speicherbedürfnissen konzentrieren.
WD setzt künftig auf die zwei parallelen Technologien, ePMR und HAMR, um die Kapazität von Festplattenlaufwerken (HDDs) schrittweise zu erhöhen. ePMR (energy-assisted Perpendicular Magnetic Recording) und HAMR (Heat-Assisted Magnetic Recording) sind zwei Speichertechnologien, die Western Digital (WD) parallel weiterentwickelt. Dabei ist ePMR eine Weiterentwicklung der klassischen magnetischen Aufzeichnung, bei der zusätzliche Energie genutzt wird, um die Speicherdichte zu erhöhen. Im aktuellen Stand werden UltraSMR ePMR HDDs mit einer Kapazität von 40 TB bei Hyperscale-Kunden qualifiziert. Die Serienproduktion in größeren Stückzahlen ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant. WD plant, ePMR durch die Nutzung von Innovationen aus dem HAMR-Bereich auf bis zu 60 TB zu erweitern, ohne den Energieverbrauch zu erhöhen.
Mit der HAMR-Technologie verspricht WD höhere Kapazitäten und somit weniger Stromverbrauch pro Terabyte.
HAMR hingegen nutzt gezielte Hitzeeinwirkung, um die magnetischen Eigenschaften des Speichermaterials temporär zu verändern und so eine noch höhere Datendichte zu ermöglichen. Die HAMR-HDDs von WD befinden sich aktuell ebenfalls in der Qualifizierungsphase bei Hyperscale-Kunden, bevor ihre Produktion ab 2027 gesteigert werden soll. Bis 2029 ist eine Skalierung auf 100 TB vorgesehen. Da beide Technologien auf einer gemeinsamen Architektur basieren, können Kunden flexibel zwischen ihnen wechseln und ihre Kapazitäten nach eigenen Zeitplänen ausbauen, ohne dass ein erzwungener Technologiewechsel oder Anpassungen der bestehenden Infrastruktur notwendig sind.
Western Digital nennt sich künftig nur noch WD und hat sich von der Flashspeicher-Sparte getrennt die künftig unter Sandisk eigenständig agiert.
Nach der Trennung von Sandisk und der dortigen Umbenennung von Produktgruppen hat WD keine eigene Flash-Speicher-Sparte und weißt nun verstärkt darauf hin, dass SSDs weiterhin teurer und in der Lebensdauer begrenzt bleiben. Um den steigenden Leistungsanforderungen zu begegnen, werden Technologien wie High Bandwidth Drive und Dual Pivot integriert, die die Datenbandbreite und die sequenzielle I/O-Leistung von HDDs deutlich erhöhen. Diese Entwicklungen sollen dazu beitragen, die Lücke zwischen HDDs und Flash-Speichern zu verringern. Ein weiterer Fokus liegt auf energieoptimierten HDDs, die den Stromverbrauch senken und damit die Betriebskosten reduzieren, während sie weiterhin schnellen Zugriff auf große Datenmengen ermöglichen. Diese Laufwerke sind besonders für die Speicherung von „kalten“ KI-Daten geeignet, die zwar selten, aber dennoch schnell verfügbar sein müssen.
Weiterführende Links:
Gimbaltest: DJI Ronin RS 5 – Stabilisierung und Tracking perfektioniert
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| Bildquellen: WD |
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Native Instruments ist insolvent
Native Instruments ist insolvent
Native Instruments, bekannt für Maschine, Traktor und Kontakt aber auch Muttergesellschaft von iZotope, Plugin Alliance und Brainworx, ist insolvent.
Das Insolvenzverfahren steht dabei noch am Anfang, laut öffentlicher Bekanntmachung wurde Prof. Dr. Torsten Martini aus der Berliner Wirtschaftskanzlei Görg zum Insolvenzverwalter bestellt. Weder Native Instruments selbst noch dessen Eigentümerin, seit 2021 die Beteiligungsgesellschaft Francisco Partners, haben bisher Stellungnahmen abgegeben. Francisco Partners ist dabei in der Branche nicht neu, mit unter anderem Grass Valley und Corsair gehören bekannte Firmen zum Portfolio. Der Fall Native Instruments erinnert an den Fall Magix im Jahre 2024 (wir berichteten). Auch hier gingen Gründeranteile 2018 erst an eine Beteiligungsgesellschaft, sechs Jahre später folgte dann die Insolvenz mit Resultat der Übernahme durch RM Equity Establishment. Die Audioprogramme Sequoia, Samplitude und Music Studio wurden im Juli 2025 an die Plugin-Schmiede Boris FX verkauft. Inwieweit bei Native Instruments eine Übernahme oder Verkauf einzelner Produkte und Tochterfirmen erfolgt, wird die Zeit zeigen.
Wie inzwischen offiziell bestätigt, ist Native Instruments insolvent und die Zukunft von iZotope und Co. ungewiss.
Weiterführende Links:
Lesertest: Nikon ZR bei Event- und Performance-Videografie
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Link zum Hersteller: Native Instruments
| Bildquellen: Native Instruments |
Cyberlink kooperiert mit MSI und Intel für mehr KI-Anwendungen
Cyberlink kooperiert mit MSI und Intel für mehr KI-Anwendungen
Auf der CES kündigte Cyberlink die erweiterte globale Zusammenarbeit mit MSI und Intel an. Mit MSI kooperierte man bisher nur in Taiwan und Japan.
Ziel ist es laut Cyberlink, die Herstellerpräsenz im Bereich von KI-Anwendungen in der Kreativbranche zu erhöhen – KI-Inhalte und -generatoren setzt Cyberlink nicht nur in ihren Programmen vermehrt ein, sondern auch in eigenen Anwendungen wie beispielsweise dem Online-Dienst MyEdit ein. Von der Kooperation verspricht man sich die Schaffung eines ideal auf diese Dienste zugeschnittenen Systems mit MSI- und Intel-Hardware. Das soll Kreativität und Produktivität gleichermaßen erhöhen. Denselben Zweck verfolgen neue KI-Werkzeuge, die Cyberlink auf der CES vorstellte: Zum einen den „KI-Marketingberater“ für das Design-Werkzeug Promeo, welcher unterstützend bei der Findung von Marketingstrategien bis hin zur Content-Erstellung wirken soll. Für die Videoschnittsoftware PowerDirector gibt es eine Funktion zum automatischen Videoschnitt, während für den Photoshop-Konkurrenten PhotoDirector eine in der Pressemitteilung nicht näher definierte Funktion namens „KI-Kunst“ angekündigt wurde. Wann diese Funktionen Einzug in die Serienversionen halten werden, ist derzeit noch unklar.
Auf der CES 2026 konnte man sich ein Bild von der Zusammenarbeit von Cyberlink, MSI und Intel machen.
Weiterführende Links:
Praxistest: Agfaphoto Realimove MC3X –günstiger DJI Osmo Pocket-Klon
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Link zum Hersteller: Cyberlink
| Bildquellen: MSI/Cyberlink |
Leica entwickelt Kamerasensoren wieder selbst
Leica will Sensoren wieder selbst entwickeln
Im „Leica Enthusiast Podcast“ mit Michel Birnbacher kündigte Leicas Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Andreas Kaufmann an, dass das Unternehmen wieder eigene Sensoren entwickle.
Dabei fokussiere man sich, so Dr. Kaufmann im Podcast, auf die M-Serie an Messucherkameras. Dort setzte man zuletzt für die M11 auf Sensoren von Sony und zuvor auf eine Kooperation mit AMS Osram für die M10. Die Entwicklung erfolge bereits „seit ein paar Jahren“ und habe etwa zeitgleich mit dem Umstieg auf den Sony-Sensor für die M11 begonnen. Aktuell ist noch unklar, ob Leica es die Sensoren nicht nur selbst entwickelt, sondern auch selbst fertigt – die Ko-Entwicklung mit AMS Osram wurde beispielsweise laut Dr. Kaufmann in Grenoble gefertigt, zudem dürfte Sony Semiconductor Solutions über entsprechende Kapazitäten verfügen.
Das M steht eigentlich für Messsucher, doch genau diesen ersetzte Leica bei der M EV1 durch einen elektronischen Sucher als Ergänzung zum bestehenden Portfolio.
Unklar ist bisher, inwieweit sich diese Ankündigung auf andere Kameras des Wetzlarer Herstellers auswirkt wie beispielsweise die SL-Serie an „klassischen“ Kameras, welche in den letzten Versionen SL 3 und SL3-S im Grunde Leicas Versionen von Panasonics S1-Serie sind. Kernthema der Podcast-Episode waren unter anderem weitere Fragen zur nicht videofähigen M-Serie, die im nächsten Modell wieder über einen klassischen Messsucher verfüge – diesen hatte Leica in der Variante M EV1 durch einen elektronischen Sucher ersetzt. In Zukunft solle die M-Serie sowohl in Varianten mit elektronischem Sucher als auch mit Messucher erscheinen. Generell habe man für 2026 einige neue Produkte in Entwicklung – ob diese nur für Fotografen oder auch für Videografen interessant sind, wird die Zukunft zeigen
Leicas SL-Kameras sind klassische Hybridkameras à la Panasonic S1II und S1IIR. Ob zukünftige Modelle wieder intern entwickelte Sensoren besitzenwerden, ist bisher aber reine Spekulation.
Weiterführende Links:
GoPro, DJI und Insta360: Wer baut die beste 360-Grad-Kamera?
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| Bildquellen: Leica |
Hamburg Open 2026: Stages, Guided Tours und Live Lab
Hamburg Open 2026: Stages, Guided Tours und Live Lab
Die HAMBURG OPEN findet nächste Woche Mittwoch den 14. und Donnerstag 15. Januar statt. Zeit die Veranstaltung zu planen, denn es gibt wieder reichlich Programm und rund 200 ausstellende Unternehmen.
Das Programm verteilt sich auf drei Stages: Vision Stage presented by Microsoft, OPEN Stage und Media Tec Stage. Während die Vision Stage aktuelle Technologie- und Zukunftsthemen in den Fokus rückt, liefert die OPEN Stage Impulse aus der Praxis – von Workflows und Produktionstrends bis zu Herausforderungen in Broadcast, Streaming und Content Creation. Die Media Tec Stage setzt Schwerpunkte bei Corporate Video, UCC und professioneller Medientechnik.
Im von der FKTG präsentierten Panel „Von Abhängigkeit zu Souveränität: Die europäische Cloud im Mediensektor“ geht es um Perspektiven für souveräne Cloud-Infrastrukturen und deren Bedeutung für Medienproduktion und -distribution. Ergänzend zeigt Joanna Eberhardt (x-dream-distribution GmbH) in einem vom IABM DACH Member Council präsentierten Vortrag, wie KI Cross-Media Publishing effizienter machen kann – und wo redaktionelle Kontrolle unverzichtbar bleibt.
Die Hamburg Open ist eine Messe, bei der die direkte Kommunikation im Mittelpunkt steht. Am Mittwoch Abend ist das Get-to-Gether.
Auf der Media Tec Stage dreht sich alles um Corporate Video und Unified Communications and Collaboration (UCC) – mit Diskussionen über Workflows und Lösungen für hybride Arbeitswelten. Im Vortrag „How to create Corporate Content (fast)“ zeigt Marc Jonas (Nachtblau), wie KI-gestützte Analyse und automatisierte Workflows Videoproduktion beschleunigen können. Neu im Programm sind die Guided Tours für Corporate Video: Unter Führung des Partners Studio Hamburg MCI erhalten Fachbesuchende Einblicke in Corporate-Video-Lösungen und deren Einsatz im Unternehmenskontext. Die Tour führt zu ausgewählten Anbietern und zeigt Komponenten sowie Anwendungsszenarien moderner Setups. Termine: Mittwoch und Donnerstag, jeweils 12:30 Uhr. Hier geht es zur Anmeldung.
Rund 200 Ausstellende und gleich drei Bühnen wollen für den ersten Input im Jahr sorgen.
Beim neuen Format LIVE LAB schaffen die Content Creator Ian und Daniel Budiman (Budibros) eine Umgebung, in der aktuelle Kamera- und Live-Broadcast-Technik gemeinsam mit Fachbesuchenden, C-PRO-Usern und Ambassadoren getestet und diskutiert wird. Das LIVE LAB setzt auf persönliche Gespräche, Produkttests und Challenges – live produziert und nah an der Community. Es streamt an beiden Messetagen auf dem budibros-Twitch-Kanal und nutzt Restreams, um Reichweiten zusätzlich zu erhöhen. Dazu gibt es wieder die parallelen Masterclasses, die Einblicke in KI-Projekte und Start-ups geben.
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Link zum Hersteller: Hamburg Open
| Bildquellen: Hamburg Open |