AV-Synchronität: Technische Hochschule Deggendorf untersucht Bild-Ton-Versatz in Livesendungen
Ein Forschungsteam untersucht bei Alex Berlin, wie Audio und Video trotz gemeinsamen Takts auseinanderlaufen und welche Latenzen entstehen. Thema der Livesendung ist ein Talk über die Zukunft der Signalübertragung.
Die Technische Hochschule Deggendorf untersucht Audio-Video-Synchronität nicht nur im Labor, sondern unter realen Produktionsbedingungen. Am 2. Oktober begleitet das Team von Prof. Dr. Sascha Kreiskott die Live-Sendung „Media Talk - Zukunft der Signalübertragung“ bei Alex Berlin und misst dabei den zeitlichen Abstand zwischen Bild und Ton. Denn schon kleine Abweichungen können laut Kreiskott für Zuschauer deutlich wahrnehmbar sein, obwohl Kameras, Audiogeräte und weitere Komponenten einer Produktion eigentlich an einem gemeinsamen Taktgeber hängen. Die Messung soll zeigen, an welchen Stellen der Signalkette dennoch Verzögerungen entstehen. Zugleich will das Team die Bedingungen einer Live-TV-Produktion mit den Ergebnissen einer früheren Untersuchung im Kino vergleichen. Dort hatte die Gruppe analysiert, wie Medienserver, Videoformate und unterschiedliche Bildraten die Latenz und damit den Versatz zwischen Bild und Ton beeinflussen.
Die Sendung entsteht als Eigenproduktion der TH Deggendorf gemeinsam mit dem Sender Alex Berlin, das Studio und technische Infrastruktur bereitstellt. Hochpräzise Messgeräte zeichnen die Synchronität während der Ausstrahlung auf, ein weiteres Team der TU Berlin werde die Praxisergebnisse in Forschungsarbeiten übernehmen. Dabei geht es unter anderem um skalierbare Live-Übertragungen und die Frage, wie sich deren Energiebedarf reduzieren lässt. Die Livesendung läuft morgen, am 2. Oktober 2026 von 15 bis 16 Uhr im frei empfangbaren Programm und Livestream von Alex Berlin.
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Bildquellen: TH Deggendorf |
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