Canon EOS R8 Mark II: kompakte Vollformatkamera mit IBIS und Video-Oversampling
Canons neue Vollformatkamera richtet sich mit 6K-Oversampling, Pre-Recording und 180p-Zeitlupe an mobile Foto- und Video-Creator.
Canon erweitert sein EOS-R-System um die EOS R8 Mark II, eine spiegellose Vollformatkamera mit 24,2-Megapixel-CMOS-Sensor und DIGIC-X-Prozessor. Neu gegenüber der EOS R8 ist die kamerainterne Bildstabilisierung: Zusammen mit einem kompatiblen RF-Objektiv soll sie nach CIPA-2024-Messung bis zu 7,5 Belichtungsstufen im Bildzentrum und 7,0 Stufen am Rand ausgleichen. Videos zeichnet die EOS R8 Mark II 4K mit bis zu 60 Vollbildern pro Sekunde auf und setzt dabei auf das Oversampling aus 6K-Sensordaten. In Full HD sind bis zu 180 Bilder pro Sekunde für Zeitlupen möglich. Canon Log 3, HLG, Custom Picture und die Unterstützung eigener LUT-Dateien sollen die Farbabstimmung in gemischten Produktionsumgebungen erleichtern. Hinzu kommen ein 2,35:1-Cinema-View, Movie Digital IS, eine gezielt steuerbare Defokus-Funktion und ein Produktdemomodus für Aufnahmen vor der Kamera. Neben einer eigenen Schalterstellung für ON/OFF/Movie verfügt die Kamera über ein neues Slow-&-Fast-(S&F)-Wahlrad sowie eine zusätzliche C3-Custom-Position. Praktisch für Videoaufnahmen sind außerdem die integrierte Tally Lamp sowie separate Anschlüsse für Mikrofon und Kopfhörer. Wie bei so kompakten Kameragehäusen üblich gibt es wieder den etwas "wackligen" Micro-HDMI-Anschluss als Ausgang.
Der elektronische Verschluss ermöglicht laut Canon Serien mit bis zu 40 Bildern pro Sekunde, wobei der Pufferspeicher Platz für bis zu 73 RAW-Dateien hat. Eine Voraufnahme speichert bis zu 20 Bilder aus der halben Sekunde vor dem vollständigen Auslösen. Dual Pixel CMOS AF II erkennt Personen, Tiere und Fahrzeuge und kann bis zu zehn in der Kamera registrierte Personen priorisieren. Canon nennt eine AF-Empfindlichkeit bis EV -7,5 unter festgelegten Testbedingungen. Das überarbeitete Gehäuse bietet einen Multi-Controller, frei belegbare Bedienelemente und optional den Extension Grip EG-E2. Für den Datenaustausch stehen WLAN mit 2,4 und 5 GHz, Bluetooth 5.3 sowie USB-C mit bis zu 10 Gbit/s bereit. Über USB sind außerdem Stromversorgung, Laden und Livestreaming vorgesehen, wobei der Hersteller auf die die Camera Connect App verweist, die Übertragung und Fernsteuerung ermöglicht.
Als erste Canon-Kamera kann das Modell JPEG-Dateien mit zusätzlichen Tiefeninformationen aufnehmen, die sich über die zunächst kostenlose Dual Pixel 3D Converter App für Windows in räumliche Inhalte umwandeln lassen. Das Gehäuse wiegt rund 499 Gramm beziehungsweise 546 Gramm mit Akku und Speicherkarte und misst 131,4 x 90 x 79,7 Millimeter. Die Canon EOS R8 Mark II soll ab 20. Oktober 2026 für 1.799 Euro verkauft werden. Das Kit aus Kamerabody mit dem RF 24-105mm F4-7.1 IS STM liegt bei 2.199 Euro.
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Bildquellen: Canon |