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Praxis-Test Sony AVCHD-Camcorder HDR-SR8

| Joachim Sauer

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Das erste PAL-Vorserienmodell des Speicherriesen mit 100 GB-Festplatte musste am letzten Wochenende mit auf die Mindelheimer – Hütte im Allgäu, um am Klettersteig ihre Fähigkeiten zu zeigen.



hdr-sr8_f Hand angelegt: Die SR8 von Sony mit Riesen-Festplatte im sehr handlichen Gehäuse und mit Touchscreen.

dsc00029 Das erste PAL-Vorserienmodell des Speicherriesen mit 100 GB-Festplatte musste am letzten Wochenende mit auf die Mindelheimer –Hütte im Allgäu, um am Klettersteig ihre Fähigkeiten zu zeigen.

Der HDR-SR8 ist das neue Sony AVCHD-Top-Modell und erst ab Juli in den Läden zu haben. Kostenpunkt: 1700 Euro, kein Pappenstiel. Dafür bietet das Gerät auch Einiges: Den optischen Bildstabilisator beispielsweise, der auch bei Nahaufnahmen mit dem 10fach-Zeiss-Varo-Sonnar noch zuverlässig ruhig hielt. Das Gerät ist gegenüber seinen Vorgängern der UX oder SD-Serie kleiner und leichter geworden, was bei Rucksack-Transport über Klettersteige sicher kein Fehler ist. Angenehm auch, dass sich der Filmer bei einer 100 GB – Festplatte keine Gedanken über den Datenträger mehr machen muss. In bester Qualität passen da satte 15 Stunden auf die Platte. In kaum schlechterer HD-Qualität sind es schon 30 Stunden. Wer auf ein wenig Qualität verzichtet, kann die Spielzeit nochmals verdoppeln. Die Bildqualität der SR8 scheint gegenüber den AVCHD-Vorgängermodellen nochmals zugelegt zu haben. Das eröffnete sich zwar bei der Aufnahme nicht sofort, da die Monitorkontrolle vor allem des Weißabgleichs manchmal deutlich täuschte. Als die Bilder dann allerdings über unseren Full-HD-Studio-Monitor flimmerten, erzielten sie eine Schärfe und Natürlichkeit, die keinerlei Wünsche offen ließ. Die Szenen wirkten plastisch und wie bewegte Postkartenbilder von erstaunlicher Tiefe. Dafür sorgte auch ein enormer Kontrast. Dieser ist besser als die Qualität, die von handelsüblichen TVs wiedergegeben werden. Die Bildqualität wird also in aller Regel von den LCD-Panels, dem Scaler und der Farbverarbeitung des Fernsehers limitiert. Sogar die Unschärfe beim Schwenken, die AVCHD-Modellen bisher nachgesagt wird, scheint verringert. Die Kapazität des mitgelieferten NP-FH60 Akkus erlaubte die Aufzeichnung von 20 Minuten Film und 57 Fotos mit 6 Megapixel-Auflösung. Da nur ein Akku mit auf die Berghütte ging, wurde mit der Einschaltzeit natürlich gehaushaltet. Da wir tunlichst vermieden, die Kamera am Gipfel fallen zu lassen, konnte die Wirksamkeit der automatischen Kopfabschaltung nicht näher erforscht werden. Funktionsfehler traten jedoch keine auf,die Kamera arbeitete fehlerfrei, der Autofokus zeigte erstaunliche Präzision und erlaubte sich nur bei bewusster Vordergrundgestaltung Unsicherheit. Bei derartigen Motiven sollte aber ohnehin der manuelle Fokus in Kraft treten, der über eine kleine Metallwalze vorne am Objektiv nur recht ungenau gesteuert werden kann. Fokus-Assistenten-Funktionen wie ein Peaking oder eine Detaillupe sind dem Gerät nicht mitgegeben worden. Dafür gibt es noch die Easy-Taste, die das etwas unübersichtliche Menü weitgehend ausblendet. 

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