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Praxistest: Eizo ColorEdge CS3200X – Spitzenklassen-Einstieg

| Jonas Schupp

Der CS3200X ist das Topmodell von Eizos CS-Serie, welche wiederum der Einstieg in die umfangreiche Palette der Eizo-Schnittmonitore ist. Wir haben den Bildschirm getestet.

360 Grad Kameravergleich Titel

 

IM TEST:
Eizo ColorEdge CS3200X, 1779 Euro

 

In der Videobranche genießen Eizo-Monitore ein hervorragenden Ruf für ihre Farbtreue, bereits vorkonfigurierte Farbprofile ab Werk und umfangreiche Einbindungsmöglichkeiten in Profi-Setups. Genau diese Eigenschaften soll auch der CS3200X mit seiner Fläche von 31,5 Zoll (80 cm) und 4K-Auflösung besitzen und dabei gleichzeitig mit günstigerem Preis auch unterhalb der Profiliga wildern – denn bisher waren Eizo-Bildschirme auch aufgrund ihres Preisschilds meist Industrie und Profis vorbehalten. Schafft es der CS3200X, auch ambitionierten Amateuren Profi-Eigenschaften näher zu bringen? Das wollten wir wissen und haben für den Test unseren bewährten, aber inzwischen etwas in die Jahre gekommenen BenQ-Monitor gegen das Eizo-Modell getauscht.

Eizo ColorEdge CS3200X FrontFür den Test schnitten wir für etwa einen Monat lang Projekte mit dem ColorEdge CS3200X und können deshalb direkt aus der Praxis berichten.

AUFBAU

Wie zu erwarten, gibt es beim Auspacken des Bildschirmes keine Überraschungen: ein dünner Rahmen und Bedienelemente an der rechten Unterseite sind moderner Standard, ebenso der Standfuß, welcher Drehungen um 344 Grad, Neigen um fünf beziehungsweise 35 Grad nach vorn respektive hinten neigen und Höhenverstellungen um 14,2 Zentimeter ermöglicht. Praktisch ist die mitgelieferte, einfach von oben aufschiebbare Gegenlichtblende sowie der seitliche USB-Hub mit vier USB-A-Anschlüssen, von denen zwei als 5Gps USB 3-, zwei als USB 2-Ports daherkommen. Ebenso ist ein 70W-USB-C-Upstream-Anschluss an Bord, über welchen auch das Grafiksignal laufen kann. Alternativ nimmt der CS3200X auch Signale über HDMI und DisplayPort auf.

360 Grad Kameravergleich GRAn der linken Seite befindet sich der USB-Hub mit vier USB-A-Anschlüssen, davon sind zwei als USB 3 mit höherer Geschwindigkeit ausgeführt.


PRAXIS

Die Inbetriebnahme des Eizo ColorEdge CS3200X ist denkbar einfach: auspacken, anschließen und dann nur noch einrichten. Dabei erlaubt das Gerät umfangreiche Anpassungen an die eigenen Bedürfnisse, uns gefällt aber vor allem die zahlreichen eingespeicherten Farbprofile, die beispielsweise mit sRGB oder Adobe RGB Arbeiten mit Grafikprogrammen zulassen oder mit BT.2100 und BT.709 schon den geeigneten Farbraum für die Video-Farbkorrektur bereithalten. Für die moderne Medienbranche, in der oft zwischen Video- und Bildbearbeitung sowie Design-Anwendungen gewechselt werden muss, ein Segen – auch weil der Wechsel zwischen den Profilen über die Steuerung mit vielen Tasten schnell erfolgt. Für alle, die lieber mit eigenen Profilen arbeiten, stellt Eizo zwei Speicherplätze für ebensolche bereit.

Über sechs Tasten kann man schnell und einfach im Menü navigieren.

Eizo ColorEdge CS3200X FarbraumDie wichtigsten Farbräume für Bild- und Videobearbeitung sind schon im Monitor eingespeichert und müssen nicht extra konfiguriert werden.

Im Vergleich zu unserem inzwischen etwas mehr als fünf Jahre altem BenQ-Modell wirkt der Eizo-Monitor trotz gleicher 4K-Auflösung schärfer und konnte außerdem ab Werk mit einem besseren Kontrast aufwarten. Die Größe von 31,5 Zoll, also 80 cm in der Diagonalen ist dabei perfekt für unseren Schnittplatz mit Sitzposition etwa 1,5 m vom Monitor entfernt, was einen zweiten Monitor für das Vorschaubild erübrigt hat.

Eizo ColorEdge CS3200X GegenlichtblendeDie mitgelieferte Gegenlichtblende hilft bei Streulicht von der Seite, wie es beispielsweise im VIDEOAKTIV-Studio durch das seitliche Fenster entsteht.

 

FAZIT

Joachim Sauer VIDEOAKTIV Autor

Etwa einen Monat war der Eizo ColorEdge CS3200X zum Test in der Redaktion und konnte mit sehr guter Bildqualität und einfacher Bedienung punkten. Klar, auch Bildschirme anderer Hersteller schaffen vergleichbare Bildqualität mit vorkonfigurierten Profilen und USB-Hubs gehören inzwischen zum Standard für Schnittmonitore. Was Eizo-Geräte aber von diesen abhebt, ist zum einen die bessere Bedienung sowie das eben doch einen Tick bessere Bild, das bei Profis oft das Zünglein an der Waage ist. Auch der ColorEdge CS3200X konnte mit diesem Quäntchen mehr Qualität punkten, weshalb wir das Testgerät nur ungerne wieder zum Hersteller zurückgeben. Die Größe in Kombination mit der Auflösung erspart dabei einen zweiten Bildschirm, was den dann doch etwas höheren Preis wieder relativiert. Damit hat der CS3200X durchaus das Potential, zum idealen Profi-Referenzmonitor nicht nur für Profis zu werden – die Eintrittstür in die Eizo-Welt ist er auf jeden Fall.

+ sehr gute Bildqualität
+ einfache Bedienung
+ Gegenlichtblende
- zwar günstiger, im Vergleich zur Konkurrenz aber dennoch etwas teurer

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VA Bestenliste

DATEN

DATEN UND TESTERGEBNISSE

Canon EOS C50 Tabellenbild

Hersteller Eizo
Modell ColorEdge CS3200X
Preis 1779 Euro
Internet www.eizo.de
DATEN
Größe (Diagonale) 31,5 Zoll (80 cm)
Auflösung 4K-UHD (3840 x 2160 p)
Konnektivität 1x HDMI
1x DisplayPort
1x USB-C
1x USB-C Upstream
1x USB-B Upstream
4x USB-A (2x USB 3, 2x USB 2)
Ton -
Helligkeit 350 cd/m²
Gewicht 10,6 kg
Besonderheiten vorinstallierte Farbprofile, Gegenlichtblende
va logo kl 100  
Urteil  sehr gut
Preis/Leistung sehr gut

 

Autor:
Jonas Schupp
Bildquellen:
Eizo, MEDIENBUREAU

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