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VIDEOAKTIV Wissen kompakt: 3D-Technik - Teil 11

| Joachim Sauer

Seite 11 von 11: Teil 11

 

Was brauche ich zur Vorführung?

Bei JVC zeigt schon das Display 3D. Doch cooler kommt das Raumvideo aus dem Fernseher oder vom 3D-Beamer.

Vor dem 40-Zoll-Fernseher wirkt derselbe 3D-Film anders als vor dem Projektor. Wenn das Bildfeld zunimmt und der Betrachtungsabstand ab, kann es sein, dass die 3D-Teilbilder zu weit auseinander liegen. Wer sich weiter als das 1,5Fache der Fernseher-Diagonale von der Mattscheibe entfernt, lernt den Puppenstubeneffekt kennen, vor allem bei Weitwinkelszenen. Und wer zu weit seitlich sitzt, sieht Geister schatten. Der perfekte 3D-Genuss hängt ein wenig auch von den Geräten ab.

PER TV

3D ist automatisch in neue TVs integriert. Sie sollten aber wie der Blu-ray-Player mit der HDMI-1.4a-Schnittstelle ausgestattet sein. Welche Wiedergabeformate verwendet werden, zeigt der Blick ins Fernseher-Menü. Der TV-3D ist kleingruppentauglich. Aktive Brillen für das Shuttersystem sind meist recht teures Sonderzubehör. Es lohnt sich, Universalbrillen zu besorgen, die bei mehreren Fernsehermarken funktionieren. Fernseher mit den billigen Polarisationsbrillen sind teuer und kaum verbreitet.

PER COMPUTER

Manche Player-Software spielt die 3D-Dateien ab. CyberLink PowerDVD etwa kann in der neusten Version auch MVC von JVC und Sony-Dateien lesen.

PC_oder_TV_3D Zwei Methoden: Die Seefront-PC-Lösung besteht aus der Positionssteuerung und einer Superfolie zum Aufstecken (oben). Camcorder per 3D-fähiger HDMIBuchse an 3D-TV anschließen - und los geht's (unten). 3D_Projektor_mit_Brille 3D-Equipment: Heimkino-Beamer mit Shutter-Brille in Lichtventiltechnik mit hohem Kontrast - für große Nutzergruppen.

Doch ohne entsprechende Vorrichtungen zeigt der PC nur anaglyphisches Rot/Grün. Deshalb arbeiten die Player mit Sonderausstattern wie Seefront zusammen. Der clippt einen speziellen optischen Filter auf den Monitor und ermittelt via Webcam die Position des Betrachters, der sich vor dem Rechner ohne Brille bewegen kann, ohne den 3D-Eindruck zu verlieren.

PER PROJEKTOR

Seit diesem Jahr gibt es 3D-Projektoren für den Heimgebrauch. Sie lassen deutlich mehr Zuschauer zu und funktionieren wie die TVs, also mit Shutter-Brillen – bis auf einen Polarisationsprojektor von LG, der mit passiven Brillen arbeitet wie die Kinos. Beide verwenden eine Polarisationstechnik, die jedem Auge nur einen bestimmten Teil des Lichts zuführt, was aber die Lichtstärke der Projektion halbiert.

PER DISPLAY

Anders als bei Camcorder-3D Displays Displays wird auf Präsentationsschirmen eine Linsenfolie (fresnelartig) aufgezogen, die die Pixel für die Augen separiert und so den 3D-Effekt ohne Brille ermöglicht. Der Bildeindruck wirkt nicht so natürlich wie bei den Brillenverfahren.

PER KONSOLE

Die Sony PlayStation 3D kann dank Software-Update auch 3D-Spiele zeigen. 3D-Blu-ray-Filme werden erst Ende 2011 kompatibel sein.

 

 

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