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Vergleich 360-Grad-Kameras: DJI Osmo 360 II gegen Insta360 X6 und GoPro Max 2 - App und Desktop-Software

| Jonas Schupp

Seite 3 von 5: App und Desktop-Software

APP

Es ist die alte Leier: Insta360 und DJI fordern eine Registrierung der gerade erworbenen Kamera über die jeweilige App, sonst sind die Kameras nicht mehr als teure Briefbeschwerer. Wir kritisieren diese Praxis schon seit Jahren und empfinden es als Gängelung, wobei man bei Insta360 für die Registrierung immerhin keinen Account anlegen muss. Besser macht es da GoPro, die zwar eine Registrierung anbieten, aber nicht aufzwingen. Um die App-Nutzung kommt mal letztlich bei allen dreien nicht herum – spätestens für Firmware-Updates. Denn alle drei Hersteller rollen über die Apps neue Versionen aus. Doch im Mittelpunkt der Nutzung dürfte die Fernsteuerung für die 360-Grad-Kameras stehen. Hier unterscheiden sich die drei Apps nur wenig und bieten zum einen eine gute Vorschau, mit der sich durch das 360-Grad-Bild scrollen lässt, als auch die Option manuell die Belichtungseinstellungen vorzunehmen. In der Praxis punktet die X6 mit der schnellsten und unproblematischsten Verbindung zum Smartphone. So kann man die Kamera stressfrei irgendwo platzieren, wo man später nicht rankommt und nicht nur die Modi und Aufnahme wählen, sondern sie auch aus der Ferne aus- und einschalten.

360 Grad Kameravergleich AppX6Alle Kameras lassen sich über die App fernsteuern, wobei Insta360 bei der Kommunikationsgeschwindigkeit zwischen Smartphone und Kamera die Nase vorn hat.

Darüber hinaus bieten alle drei Apps den mobilen Schnitt an, wenn man das gefilmte Material noch kurz für Social Media fit machen möchte, so dass es auch unterwegs machbar ist 360-Grad-Aufnahmen für Social Media aufzubereiten. Gedacht sind sie alle für den schnellen Schnitt von wenigen Clips – umfangreiche Bearbeitung will man mit allen dreien nicht wirklich machen. Insta360 bietet außerdem eine KI-gestützte Analyse und Bearbeitung der Aufnahmen. Das erleichtert die Suche nach interessanten Momenten, ersetzt aber noch keine redaktionelle Auswahl. Die automatisch gewählten Perspektiven passen nicht immer zur gewünschten Bildaussage. Wer einen gezielt gestalteten Film erstellen möchte, kontrolliert die Ergebnisse und setzt den Ausschnitt selbst. Dennoch: Den größten Funktionsumfang bietet die Insta360-App mit DJIs Mimo-App dicht dahinter, während GoPros Quick-App deutlich spartanischer ist.

DESKTOP-SOFTWARE

Wer die individuellere Bearbeitung bevorzugt und die Bildqualität beurteilen können will kommt und die Nachbearbeitung am Rechner nicht umhin. Da alle drei Kameras in einem proprietären Format speichern ist die Herstellersoftware nicht nur zum Schnitt, sondern auch zur Erstellung der „echten“ 360-Grad-Aufnahmen – sprich zum sogenannten Stitching, dem Zusammenfügen der Clips notwendig. Anschließend bestimmt man Blickrichtung, Ausschnitt und gegebenenfalls die Bewegung der virtuellen Kamera. Am Schnittrechner fällt GoPros Player vergleichsweise spartanisch aus. Er erledigt die grundlegende Aufbereitung, bietet aber deutlich weniger Bearbeitungsmöglichkeiten als die Studio-Anwendungen von DJI und Insta360. Diese erlauben nicht nur den umfangreicheren Schnitt sondern auch mehr Eingriffe in das Stitching. Wer ohne zusätzliche Schnittsoftware arbeiten möchte, findet bei DJI und Insta360 durchaus vollständigeren Werkzeuge.

360 Grad Kameravergleich Herbst26 DJIStudioDJI und Insta360 konnten mit ihren Studio-Umgebungen überzeugen, GoPros spartanischer Player hingegen nicht.

Für einen weiterführenden Workflow sind die Reframe-Plugins interessant. GoPro und Insta360 bieten solche Erweiterungen für Premiere Pro an. DJI hat kein eigenes entsprechendes Plugin, doch hier lässt sich mit der Konkurrenz aushelfen: die Osmo-Aufnahmen konnten wir nach dem Export, wie im Einzeltest beschrieben, mit den Konkurrenz-Plugins in Premiere Pro weiterbearbeiten. Besonders das GoPro-Plugin hilft mit seiner individuell einstellbaren Linsenkrümmung beim Ausgleichen von Verzerrungen.

360 Grad Kameravergleich Herbst26 ReframeGoPro bietet das unserer Meinung nach beste Reframe-Plugin mit dynamischem Regler für die Linsenkrümmung.

Stitching, Bildqualität und Bildstabilisator
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Autor:
Joachim Sauer, Jonas Schupp
Bildquellen:
DJI, Insta360, GoPro, Joachim Sauer, Jonas Schupp MEDIENBUREAU

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