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Praxistest: Panasonic VX3 und V900 – Camcorder Reloaded - Bedienmenü, Bildsteuerung und Technik

| Joachim Sauer

Seite 2 von 4: Bedienmenü, Bildsteuerung und Technik

BEDIENMENÜ UND BILDSTEUERUNG

Auch bei der Menüanzeige fühlen ich mich zurückversetzt in alte Zeiten, was ja per se manchmal nichts Schlechtes ist: So intuitiv bedienbar wie ein Camcorder ist keine Digitalkamera. Die linke Hand übernimmt die Bedienung der Parameter, was nahezu ausschließlich über den berührungsempfindlichen, großen Bildschirm erfolgt. Leider ist die Touch-Funktion beim HC-VX3 und V900 etwas ungenau, so dass man für den gewünschten Parameter oft mehrfach drücken muss. Das gilt sowohl für die sparsamen Kameramenüs als auch für die Bedienfelder im Hauptbildschirm, die Panasonic in einer Seitenleiste untergebracht hat und deren Bedienung einem Mäusekino gleicht. Der klare Vorteil der beiden Camcorder sind die zwei intelligenten Automatiken (iA und iA+), die Anwendende von allen Bildeinstellungen entlasten.

Panasonic HC VX3 Bildschirm Menue

Das Display ist nicht größer als bei Fotokameras und zeigt ein Bild, das eine echte Beurteilung nicht zulässt. Fotokameras erlauben immerhin einen Zoom ins Bild, hier gibt es nur eine Ausschnittvergrößerung - und auch die nur, wenn 4K-Auflösung ausgewählt ist.

Die Frage die sich hier stellt ist dann eher, ob man soweit entmündigt werden möchte. Denn tatsächlich kann ich im Automatikmodus zum Beispiel keine Einstellung von ISO-Empfindlichkeit und Weißabgleich treffen – es wird also entweder alles automatisch gewählt oder alles manuell eingestellt. Ein Zwischenweg, wie dies bei Fotokameras möglich ist, gibt es nicht. Da helfen auch die vielen Szenen-Einstellungen nicht wirklich weiter. Auch beim Menü wird deutlich, dass das Camcorder-Konzept schon einige Jahre alt ist. Es zeigt einfach alle Einstelloptionen untereinander auf unterschiedlich vielen Seiten verteilt, wobei man pro Seite immer nur vier Menüpunkte sieht. Obwohl oder gerade weil Fotokameras mehr Menüpunkte haben bieten diese Untermenüs an, was aber auch den Camcordern gut stehen und die Übersichtlichkeit erhöhen würde.

TECHNIK

Nicht nur im Preis, sondern auf in der maximalen Auflösung unterscheiden sich HC-V900 und HC-VX3 voneinander: während letzterer zeitgemäßes UHD-4K liefert, filmt der V900 nur in Full-HD. Dennoch arbeiten beide mit dem gleichen 1/2,5-Sensor mit 8,57 Megapixeln, worauf ein 4,12 – 98,9mm-Objektiv sitzt, was entsprechend zum Kleinbild eine Brennweite von etwa 25-600 Millimetern ergibt. Die Blende geht dabei von F1.8 im Weitwinkel auf bis zu F4 im Telebereich hoch. Dass der Sensor von der Pixelanzahl mehr als 4K-Auflösung bietet, macht sich Panasonic zunutze und kombiniert den 24-fachen optischen Zoom mit einem verlustfreien Digitalzoom zu einem 32-fachen (VX3) oder 48-fachen (V900) Zoom. Aufgezeichnet wird in AVCHD und MP4, wobei nur letzteres 4K-fähig ist, ebenfalls Full-HD vorbehalten ist der HDR-Modus. Als Speichermedium dient ein SD-Kartenslot, mit Datenraten von maximal 72 Megabit pro Sekunde sollten auch günstige SD-Karten mit den Camcordern kompatibel sein.

Panasonic HC VX3 Medienbureauc 1062823

Die beiden Camcorder zeichnen auf SD-Karte auf, wobei es nicht die schnellste sein muss, denn die maximale Datenrate ist mit 72 Megabit/s nicht besonders hoch.

Bildstabilisator und Praxis
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