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DJI Osmo Pocket 4: Social-Media-Kamera im Test - Sound, Fazit und Bewertung

| Joachim Sauer

Seite 4 von 4: Sound, Fazit und Bewertung

SOUND

Bei der Osmo Pocket 3 haben wir den internen Ton kritisiert, weil dieser im Frequenzgang doch deutlich eingeschränkt war. Bei der Osmo Pocket klingt der über die eigenen Mikrofone aufgezeichnete Ton nun etwas ausgewogener – aber der große Sprung nach vorn ist das immer noch nicht. Es ist eben gar nicht so einfach, zum einen die Griffgeräusche durch die Hand zu reduzieren und dennoch Sprache aufzuzeichnen. Entsprechend nimmt man tatsächlich besser via Bluetooth ein Funkmikrofon wie das in der Creator Combo mitgelieferte Mic 3. Dieses hat uns allerdings eine Moderation komplett zunichte gemacht, da wir Aussetzer hatten. Warum, ließ sich nicht nachvollziehen – der Haken ist eben, dass man während beziehungswiese vor der Aufnahme den Ton nicht via Kopfhörer kontrollieren kann. Wir haben bei einem Interview aber auch die zwei DJI Mic 2-Sender verbunden – das klappt gut und benötigt auch keinen Empfänger. Der eigentliche Vorteil: man soll nun auch mit vier Kanälen und somit parallel auch dem Ton der Kameramikrofone aufzeichnen können, wobei dieser bei unserem Softwarestand noch nicht zu finden war. Einen Vorteil, den die Osmo Pocket 4 auch im Vergleich zu Profi-Kameras wie der Canon EOS C50 besitzt, ist die Möglichkeit, Ton mit 32 Bit aufzuzeichnen.

Es gibt einen guten Grund, warum man besser zu einem Funkmikrofon greift, denn der über die eigenen Mikrofone der Osmo Pocket 3 aufgezeichnete Klang ist vom Frequenzband sowohl von unten als auch von oben nach wie vor eingeschränkt.

 

FAZIT

Die Schlagrichtung der Osmo Pocket 4 ist konsequent auf Social-Media-Produzenten ausgelegt. Als Einzelkämpfer gleichzeitig Tonman und Vorturner – da bleibt nicht viel Zeit und Nerv, sich mit der Kamera zu beschäftigen. Die muss einfach ihren Job machen und genau das macht die Pocket 4 gut – aber nur etwas besser als die Vorgängerin. Ein Fortschritt ist bei der Stabilisierung des Gimbals zu erkennen und der D-Log Modus hat gegenüber dem D-Log M der Pocket 3 einen klaren Vorteil, so dass die Bilddynamik in diesem Modus besser geworden ist. Wer sich die Arbeit mit dem Color Grading sparen will, nutzt die mitgelieferten Filmlooks, deren Intensität man bestimmen darf – eine gute Idee.

Wir haben die Osmo Pocket 4 auf der Fotokamera aufgesetzt genutzt, um gleichzeitig Foto und Video aufzunehmen und können festhalten, dass genau diese Kombination sehr gut für Social-Media funktioniert. Das macht sie auch im Profi-Umfeld sehr spannend, zumal man so eine Kamera hat, die man zur Not auch einem Kunden in die Hand drücken kann um kleinere Videosequenzen selbst aufzeichnen zu können und erhält so schnell zusätzliches Material für Social Media und Co.

+ interner Speicher
+ verbessertes Gimbal
+ D-Log-Aufzeichnung
- Tonkontrolle vor der Aufnahme nicht möglich

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DATEN

DATEN UND TESTERGEBNISSE

DJI OsmoPocket4 Tabellenbild

Hersteller DJI
Modell Osmo Pocket 4 Creator Combo
Preis 479 Euro (Essential Combo)
499 Euro (Standard Combo)
619 Euro (Creator Combo)
Abmessungen 14 x 4,2 x 3,4 cm
Gewicht 176 g
Internet www.dji.com
DATEN
Aufzeichnungsformate 4K-UHD (240/200/120/100/60/50/48/30/25/24p),
Full-HD (240/200/120/100/60/50/48/30/25/24p)
max. Datenrate 130 Mbit/s
Codecs (Dateiformate) H.265, H.264
Max. Abtastung intern 4:2:0 (10 Bit)
Aufnahmemedien interner Speicher, Micro-SDXC
Bildwandler/Auflösung 1 Zoll/9,4 Megapixel
BILDQUALITÄT max. 44 Punkte 33,4/sehr gut
Outdoor sehr gut
Indoor sehr gut
Lowlight sehr gut
Bildberuhigung hervorragend
Aufnahmewinkel (min - max.) 69 – 84 Grad
TON max. 7 Punkte 6/sehr gut
Tonaufnahme stereo
Mikrofonanschluss drahtlos
Tonqualität gut
AUSSTATTUNG max.23 Punkte 16,5/gut
GPS-Empfänger/Bluetooth/WLAN ●/●/●
Akkufach/Zusatz-Akku ○/●
Anschlüsse USB-C
USB-C Speicher (intern/Karte) 107 GB/Micro-SD
Spritzwasserschutz
wasserdicht/Tiefenangabe  —/0 m
Unterwassergehäuse
Objektiv drehbar
Überkopfkorrektur manuell/automatisch
LED-Leuchte
Intervall-Fotofunktion
Aufnahmeloop
Pre-Recording 15 Sek.
Lieferumfang Griff mit 1/4-Zoll-Gewinde, Tragebeutel, Gimbal-Klemme, Weitwinkel-Objektiv, DJI Mic 3
BEDIENUNG max.26 Punkte 19,5/sehr gut
Bedienungsanleitung nur digital, vollständig, verständlich
Akkulaufzeit  130 Minuten 
Akku-Ladezustand in Prozent
Fernbedienung via App
Smartphone-App DJI Mimo
Touch-Dsplay
Status/Kontroll-Display (Diagonale) ●/● (5 cm)
Ein-Tasten-Aufnahme
gut erkennbare Record-Funktion
Menüstruktur übersichtlich und logisch
Fernsteuermöglichkeit sehr gut
Tasten/Handhabung gut bedienbar (auch mittels Sprachsteuerung), sehr klare Logik
 
Urteil max.100 Punkte sehr gut 75,4
Preis/Leistung sehr gut

 

 

Seite
Autor:
Joachim Sauer
Bildquellen:
DJI, Joachim Sauer, Jonas Schupp MEDIENBUREAU

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