Die DJI Osmo Pocket hat sich zur Standard-Kamera für schnelle Social-Media-Videos entwickelt und soll als Version Pocket 4 nun viele Details noch besser machen, wobei DJI vor allem die Modi für Nachtaufnahmen, Zeitlupe und mehr kreative Freiheiten im Blick hat.
IM TEST: DJI Osmo Pocket 4, 479 Euro getestet in der Creator Combo, 619 Euro
DJI hat mit der Osmo Pocket den Markt der Content Creator maßgeblich verändert – zum einen durch das kompakte Setup, aber vor allem durch die leichte Handhabung der Gimbal-Kamera, auch wenn sie genau genommen eher ein Ersatz für Actioncams und Smartphones als für große Kamera-Setups ist. Doch die Bildgestaltung mit der bewegten, aber ruhig geführten Kamera hat gerade die vielen Reportagen auf Social-Media-Kanälen beeinflusst – und offensichtlich viele auch zu einem „Downgrade“ veranlasst. Jetzt also folgt die Osmo Pocket 4, wobei im Vorfeld wieder viele Gerüchte im Umlauf waren und einige ein Gimbal mit zwei Kameras erwartet haben. Doch die Pocket 4 unterscheidet sich äußerlich kaum von der Vorgängerin, die (nach einem Firmware-Update) auch schon ein 2-faches verlustfreies Zoom sowie ein 4-faches Digitalzoom ermöglicht hat. Einen 1-Zoll großen Sensor hatte die Pocket 3 ebenfalls schon – doch jetzt verspricht man einen auf 14 Blendenstufen erhöhten Dynamikumfang, wozu die Pocket 4 nun 10-Bit D-Log unterstützt und zudem höhere Bildraten aufzeichnen kann. Dazu gibt es praktische Gimmicks wie eine kleine LED-Leuchte. VIDEOAKTIV hat die Osmo Pocket 4 unter realen Drehbedingungen als Einzelkämpfer getestet, wenn parallel Fotos und Videos produziert werden sollen, aber auch als klassische Selfie- und Interview-Kamera. Zudem war sie mit im Kurzurlaub.
Joachim Sauer hat in den letzten Wochen viel mit der DJI Osmo Pocket 4 in ihrem natürlichen „Habitat“ gedreht: Als Filmkamera beim parallelen Fotografieren, als Selfie-und Interview-Kamera und im Urlaub.
AUSSTATTUNG
Auf den ersten Blick hat sich bei der Pocket 4 nicht viel verändert. Nach wie vor ist das Display drehbar und schaltet die Kamera ein. Darunter verstecken sich zwei Tasten, zwei weitere gibt es im stetigen Zugriff darunter – wobei eine davon ein Joystick ist, der wahlweise Gimbal und Zoom steuern kann. Weiterhin gibt es einen Micro-SD-Kartenslot, wobei dessen Bedeutung deutlich geringer ist, denn ab sofort liefert die Pocket 4 einen integrierten 107 GB großen internen Speicher. Mit einer Akkuladung kann man mit der Pocket 4 knapp 40 Minuten arbeiten, wobei sie über die USB-Schnittstelle am Boden geladen werden kann. Wegen der USB-Buchse passt unten kein Stativgewinde hin, weshalb DJI einen aufsteckbaren Adapter mitliefert, der die USB-Buchse zur Seite ausführt und unten das klassische 1/4-Zoll-Gewinde liefert.
Der kleine Adapter sorgt dafür, dass es unten ein Stativgewinde gibt. Die USB-Buchse wird seitlich ausgeführt und kann die Pocket 4 während der Aufnahme mit Strom versorgen.
Wer sich die Creator Combo leistet, bekommt einen Zusatzakku, der statt des Adapters aufgesteckt wird und die Akkulaufzeit knapp verdreifacht. Auch am Akku gibt´s unten ein Stativgewinde und in der Creator Combo auch gleich das passende Ministativ. Zudem bekommt man hier auch gleich einen Mic 3-Funkmikrosender (hier zum Test der Funkstrecke) geliefert. Wer alles in die passende Tasche packen will, muss etwas Geschick mitbringen, hat dann aber alles kompakt beieinander, zumal DJI nicht nur eine gepolsterte Transporttasche, sondern auch noch einen Beutel für weiteres Zubehör mitliefert.
In der Osmo Pocket 4 Creator Combo liefert DJI neben dem Zusatzakku auch ein kleines Funkmikrofon mit.
Praktisch ist aber nicht nur die mitgelieferte Gimbalsperre für den Transport, sondern auch die eingangs erwähnte aufsteckbare Leuchte (exklusiv in der Creator Combo), welche mittels zwei Tasten in drei Farbtemperaturen (2800/4000/5500 Kelvin) und ebenso vielen Helligkeitsstufen (12/25/40 Lux, gemessen in 60 cm Entfernung) eingestellt werden kann. Vor allem bei Vlog-Aufnahmen bei Dunkelheit macht die Leuchte einen guten Job als Kopflicht und auch in dunklen Drehumgebungen nimmt man die Lampe gern zur Hand, solange das Objekt nicht zu weit entfernt ist. Einziges Manko: In gewissen Neigungswinkeln ragt das Licht in das Bild hinein, da die Haung nicht genug Kippwinkel nach hinten besitzt.
Das aufsteckbare Kopflicht hilft in dunklen Drehumgebungen – auch wenn es gerne mal ins Bild ragt.
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