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DJI Osmo Pocket 4: D-Log und 4K mit 240 fps

| Joachim Sauer

DJI will mit der Gimbal-Kamera Osmo Pocket 4 die Zielgruppe erweitern und integriert höhere Bildraten, einen höheren Dynamikumfang und ein zweifaches Zoom. Wir haben die Kamera bereits unter realen Drehbedingungen getestet.

DJI verspricht bei der Osmo Pocket 4 einem Dynamikumfang von 14 Blendenstufen und 10-Bit D-Log. Der 1-Zoll-CMOS-Sensor und f/2,0-Blende – das klingt dagegen nach wenig Neuerung, denn diese Eckdaten hatte bereits die Pocket 3. Dennoch soll die Pocket 4 dank des besseren Dynamikumfangs gerade im Schwachlichtbereich die besseren Bilder liefern. Die Pocket 4 bietet nun etwas mehr Gimbal-Modi. Mit ActiveTrack 7.0 können Motive verfolgt werden, wobei das Gimbal auch einem vorher ausgewählten Motiv folgen soll. Mit den Tracking-Modi Spotlight Follow und Dynamic Framing sollen die Aufnahmen cineastischer werden, wobei der Autofokus Motive scharf halten soll. Jetzt gibt es zudem QuickShots die sich per Gestensteuerung starten lassen. DJI integriert, passend zur Zielgruppe der Selfie-Filmer, Modi für Porträtaufnahmen, mit der man geschönte, oder im Marketing-Speech „natürlichere und feinere Hauttöne“ aufzeichnen soll. Weitere Neuerung: Die Kamera kann 4K-Auflösung mit bis zu 240fps aufnehmen. Eine benutzerdefinierbare Voreinstellungstaste, mit den bevorzugten Einstellungen belegt werden kann und der 5D-Joystick ermöglicht es, die Kamera zurückzuschwenken, den Gimbal neu zu zentrieren und die Kamera umzudrehen.

Der Unterschied zur Osmo Pocket 3 ist bei der vierten Version äußerlich nicht auszumachen. Doch DJI hat die Videoverarbeitung und die Gimbalsteuerung überarbeitet. Was dies bringt offenbart unser Test

Neu ist zudem ein Modus mit langer Belichtungszeit für Schwachlicht um Bewegungsunschärfe zu erzeugen und Bewegungsspuren einzufangen. Dazu gibt´s eine Reihe von Filmlooks. DJI verspricht eine längere Akkulaufzeit und schnelleres Laden und baut in die Osmo Pocket 4 einen 107 GB großen internen Speicher, der eine Datenrate (beim Auslesen) von bis zu 800 MB/s hinbekommen soll. Als Zubehör beziehungsweise beim Creator Combo im Lieferumfang ist das ansteckbares Fülllicht, das wir auch im Test zum Leuchten bringen lassen. Es bietet drei Helligkeits- sowie Farbtemperatureinstellungen. Die Osmo Pocket 4 soll dank integriertem Mikrofon-Array, die Stimmen natürlich aufzeichnen, doch sie passt sich dank 4-Kanal-Audioaufnahme auch in ein Produktionsumfeld ein und kann mit den DJI Mikrofonlösungen Mic 2, Mic 3 und Mic Mini (jeweils separat erhältlich oder in ausgewählten Combos enthalten) zusammenarbeiten.

Das Fülllicht ist bei der Creator Combo mit dabei, aber in dem Pack steckt nur ein Mic 3. Allerdings kann die Osmo Pocket mit zwei Mikrofonen Kontakt aufnehmen und soll zudem noch den internen Ton aufzeichnen können. In unserem Test hat letzteres allerdings noch nicht geklappt. 

Die Osmo Pocket 4 kann ab heute vorbestellt werden. Der offizielle Verkauf und Versand beginnt am 22. April. Den Einstieg macht die Osmo Pocket 4 Essential Combo für 479 Euro. Sie enthält die Osmo Pocket 4, ein USB-C-auf-USB-C-PD-Kabel (USB 3.1), einen Osmo Pocket 4 Griff mit 1/4″-Gewinde und einen Osmo Pocket 4 tragbaren Tragebeutel. Für 499 Euro bekommt man das Osmo Pocket 4 Standard Combo in dem zudem die Osmo Pocket 4 Gimbal-Klemme enthält. Die Osmo Pocket 4 Creator Combo gibt es für 619 Euro, wobei hier das Weitwinkelobjektiv, der Mic 3 Sender inkl. Magnetclip und zwei DJI Mic 3 Windschutze, das Osmo Pocket 4 Fülllicht und das Osmo Mini-Stativ enthalten sind.