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Anita Theiss ist Fernsehredakteurin und Autorin und führt Regie, steht also eher hinter dem Konzept als hinter der Kamera. Doch im Heli der Deutschen Luftrettung durfte nur eine Person mitfliegen, so dass sie dieses Mal gleichzeitig für Redaktion, Regie und Kamera verantwortlich war.
Actioncam im Profi-Einsatz:
Erste Dreharbeiten mit Actioncams
Für einen Reportagedreh für „
hallo deutschland“ durfte ich einen Einsatz mit dem Rettungshubschrauber in München begleiten. Normalerweise arbeite ich als Fernsehredakteurin und Autorin und führe Regie, stehe also eher hinter dem Konzept als hinter der Kamera. In diesem Fall war ich jedoch gleichzeitig für Redaktion, Regie und Kamera verantwortlich. Ich filmte mit meiner eigenen Kamera, einer Sony Z90. Zusätzlich wollte ich mithilfe von Actioncams weitere Perspektiven einfangen: eine Kamera im Cockpit für die Piloten und eine Bodycam für den Notarzt. Dafür lieh mir VIDEOAKTIV eine GoPro Hero 13 und eine DJI-Kamera Action 5. Mit Actioncams hatte ich zuvor kaum Erfahrung, insbesondere mit der DJI hatte ich bisher noch nicht gearbeitet. Glücklicherweise zeigte mir Joachim Sauer die grundlegende Bedienung der Geräte. Er erklärte mir die Touchscreen-Steuerung und die wichtigsten Einstellungen. Anfangs gab es Probleme mit der Speicherkarte, da meine alte Karte zu langsam für die Kamera war. Zum Glück hatte ich zu Hause noch eine passende Speicherkarte, sodass ich dieses Problem schnell lösen konnte.
Der Beitrag von Anita Theiss für „hallo deutschland“ beginnt bei 22:51 Minuten und zeigt, wie stressig es bei der Luftrettung zugeht.
BEFESTIGUNG
Für die GoPro erhielt ich von Joachim einen Saugnapf zur Befestigung an der Scheibe sowie eine zusätzliche Sicherung, damit die Kamera im Notfall nicht herunterfallen konnte. Für die DJI-Bodycam gab es einen Brustgurt, der sich als sehr praktisch erwies. Allerdings verschob sich die Halterung am Brustgurt gelegentlich, sodass die Aufnahmen schief waren und nicht mehr waagerecht ausgerichtet. Auch hier gibt es etwas Abhilfe durch die Horizontbegradigung in der Actioncam – man muss sie nur finden. Zudem funktioniert die Horizontbegradigung bei DJI nur bis zu einem gewissen Winkel.
Die DJI Action 2 war mit dem Brustgurt beim Notarzt befestigt – bei viel Action bleibt der Brustgurt aber nicht immer gerade ausgerichtet.
BEDIENUNG
Etwas schwierig war zunächst das Öffnen des Batteriefachs und des SD-Kartenfachs bei der DJI. Ich schaffte es nicht auf Anhieb, bis ich Joachim Sauer dabei beobachtete und verstand, dass man die Abdeckung zuerst nach oben schieben muss, um sie öffnen zu können. Auch das Navigieren im Menü der DJI bereitete mir anfangs Probleme. Dank Joachim Sauers Hilfe wusste ich bald, wo ich die wichtigsten Einstellungen finde.
Anita Theiss im Cockpit des Münchner Christoph der Deutschen Luftrettung - noch bevor es aufgeht zu den Einsätzen.
Zu Hause probierte ich dann auch die GoPro intensiver aus. Hier fiel es mir zunächst schwer zu verstehen, in welche Richtung man wischen muss, um ins Menü zu gelangen. Die Bedienung unterscheidet sich nach meinem Empfinden doch deutlich von der DJI. Besonders das Formatieren der Speicherkarte war für mich nicht einfach zu finden. Schließlich fragte ich ChatGPT um Hilfe und konnte mit dieser Unterstützung die Karte erfolgreich formatieren. Außerdem war das Frontdisplay der GoPro zunächst deaktiviert. Ich wollte es unbedingt aktivieren, um die Bildkontrolle zu erleichtern, fand die entsprechende Einstellung jedoch nicht. Erst nach längerer Suche im Menü und mithilfe eines YouTube-Videos gelang es mir schließlich, das Frontdisplay einzuschalten.