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Apple kauft MotionVFX: Verstärkung für das Apple Creator Studio

| Joachim Sauer

Gerade erst hat Apple die Konkurrenz zum Adobe Creativ Studio angekündigt, da verstärkt man mit dem Zukauf des Effektspezialisten Motion FX sein Engagement für die Kreativbranche.

MotionVFX, 2009 von Szymon Masiak gegründet, ist einer der bekanntesten Drittanbieter für Zusatzeffekte und Vorlagen und integriert sich als Plugin ins Schnittprogramm Final Cut Pro, aber zumindest bisher auch in Adobe Premiere Pro und Blackmagic Design DaVinci Resolve. Jetzt verkündet Motion VFX seinen "bislang größten Edit" und teilt mit, dass man Teil des Apple-Teams wird und man weiter „erstklassige, visuell inspirierende Inhalte und Effekte für Videoeditoren entwickeln will“. Da Apple selbst dazu noch keine Stellungnahme herausgegeben hat ist der Kaufpreis unbekannt. Doch glaubt man den Quellen sollen rund 70 Mitarbeiter des polnischen Herstellers Motion VFX zum künftigen Arbeitgeber Apple wechseln. Da die offizielle Stellungnahme von Apple fehlt, kann man derzeit nur spekulieren, wie der Produktkatalog künftig aussehen wird. Derzeit kann man auf der Website noch alle Produkte kaufen – und man kann davon ausgehen, dass dies auch noch eine ganz Weile so bleiben wird.

Bei Motion VFX findet man die Ankündigung, dass man künftig Teil von Apple ist - Apple schweigt sich bisher dazu aus. 

Allerdings dürfte sicher sein, dass man mit künftigen Entwicklungen die Apple Produkte Motion und Final Cut bevorzugt bedienen wird. Denn Apple ist zwangsläufig daran interessiert das Ökosystem aus Motion Studio und eigener Hardware zu stärken und dabei zugleich seine Abhängigkeit von Drittanbietern zu verringern. Deshalb gehen wir davon aus, dass langfristig Motion VFX als eigenständige Marke, die auch für Schnittprodukte anderer Hersteller Effekte anbietet, vorbei ist. Zumal diese Übernahme nicht der erste Zukauf im Kreativsegement ist, denn Apple hat vor kurzem auch Pixelmator übernommen und in Creator Studio integriert. Für Anwendende von Final Cut Pro und Motion bedeuten diese Übernahmen eine Stärkung mit neuen Effekten, die direkt in die Software integriert sind. Fraglich ist allerdings ob dies für alle Nutzenden gilt, oder ob Apple damit das Creator Studio als höherwertiges Komplettpaket von den Einzelprodukten abheben und das Abonnement stärken will. Apple hat bereits mehrfach betont, dass man für die Einmalkauf-Version von Final Cut Pro weiterhin Updates erhält – doch das sagt aber eben nichts Funktionsumfang dieser Versionen aus, den Apple wohl eher nicht kostenfrei weiter ausbauen wird.