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Test: Sigma 24-70mm DG DN Mark II | Art – fürs Filmen optimiert - Autofokus und Fazit

| Joachim Sauer

Seite 3 von 3: Autofokus und Fazit

AUTOFOKUS

Eine der größten Schwächen des alten Sigma-Zooms war der unzuverlässige Autofokus. Natürlich lassen sich im Autofokus nur Urteile über die Kombination aus Kamera und Objektiv treffen. Dennoch – mit der Konkurrenzoptik S-E2470 aus dem Hause Panasonic/Lumix arbeitet der Autofokus der Testkamera, einer Panasonic Lumix S5 Mark II X, wesentlich präziser. Uns bot sich während des Tests die Möglichkeit, im Rahmen einer Veranstaltung beide Sigmas unter identischen Bedingungen miteinander zu vergleichen. Dabei fand die Handlung auf der Bühne statt, auf der sich große Monitorlautsprecher befanden. Stand eine Person so, dass ihr Körper zur Hälfte vom Lautsprecher verdeckt wurde und nur noch ihr Oberkörper zu sehen war, verlor das alte Zoomobjektiv schnell den Fokus. Demgegenüber bleibt die Mark II-Version auf der Person drauf und arbeitet auch sonst sehr zuverlässig. Erst bei drei Blendenstufen Unterbelichtung hapert es mit der Personenerkennung. Damit liegt das Sigma nicht ganz auf dem Niveau des 650 Euro teureren Panasonic-Objektives, der Autofokus ist dennoch uneingeschränkt praxistauglich und im Drehalltag nutzbar.

Sigma 24 70 II AF Vergleich

Während der Autofokus des Vorgängermodells (links) immer wieder von der Person auf die Monitorbox umschwenkt, bleibt der Fokus bei der neuen Optik (rechts) stets auf der Person.

Auch beim manuellen Fokus hat Sigma nachgebessert und den Fokusweg mehr als verdoppelt. Erreichte man beim Vorgänger die Endpunkte schon mit einer Viertelumdrehung, braucht es beim neuen Modell etwa eine ganze Umdrehung, um von der Naheinstellgrenze zum Unendlich-Schärfepunkt und umgekehrt zu gelangen. Dadurch lässt sich auch mit manuellem Fokus präzise arbeiten. Etwas Geschmackssache ist die Farbwiedergabe, die für unseren Geschmack etwas zu poppig ist. Hier ist uns die Panasonic-Vergleichsoptik eine Nuance natürlicher - letztendlich aber natürlich Ansichtssache.

 

 

DATEN UND TESTERGEBNISSE

Sigma 24 70 II Tabellenbild

Hersteller Sigma Serie Art-Line Brennweite 24-70 Millimeter Internet sigma-foto.de Preis 1349 Euro DATEN                                              Verfügbare Bajonette L-Mount, Sony E Bildfeldabdeckung Vollformat Lichtstärke F2.8 Länge 120 Millimeter Gewicht 745 Gramm Filterdurchmesser 82 Millimeter Frontdurchmesser 87,8 Millimeter Anzahl der Blendenlamellen 11 Besonderheiten Custom-Knöpfe BEWERTUNG                                              Lens Flare hervorragend Bokeh gut Fokus Breathing sehr gut va logo kl 100   Urteil sehr gut Preis/Leistung sehr gut

FAZIT

Joachim Sauer VIDEOAKTIV AutorDie Mark II-Version des Sigma 24-70mm DG DN ist ein großer Schritt nach vorne. Auch wenn der Autofokus nicht ganz an die Konkurrenz von Sony und Panasonic heranreicht, ist er im Normalfall uneingeschränkt praxistauglich. Die manuelle Fokussteuerung ist jetzt so präzise, wie wir sie uns vom Vorgängermodell gewünscht hätten. Die klassischen Sigma-Farben, auch schon vom 70-200mm-Objektiv bekannt, sind Geschmackssache. Demgegenüber ohne Zweifel hervorragend ist der Lens Flare, der kaum merkbar, klar und frei von milchigen Effekten ist. Auch das Focus Breathing ist für ein Zoomobjektiv sehr gut. Das macht das Sigma insgesamt zu einem ernstzunehmenden, günstigeren Mitbewerber zu den etablierten Modellen. Für den Preis von 1349 Euro - etwa 150 Euro mehr als beim Vorgänger - bleibt es noch für ambitionierte Hobbyfilmer interessant, während Profis vom geringen Gewicht und den kompakten Maßen profitieren.+ hervorragender Lens Flare+ guter Autofokus (bei Normalbelichtung)+ sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis- Autofokus bei Unterbelichtung unzuverlässig

 

 

Autor: Joachim Sauer / Bilder: Jonas Schupp, Joachim Sauer MEDIENBUREAU

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