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Praxistest: Sigma fp L - die kleine Vollformatkamera für Filmer - Formate und Schnittstellen, Bildqualität

| VIDEOAKTIV

Seite 2 von 3: Formate und Schnittstellen, Bildqualität

Formate und SchnittstellenMit dem neuen Testverfahren haben wir gerade bei den Formaten etwas die Zügel angezogen. Wie man anhand der neu vorgestellten Kameras der letzten Monate erkennen kann, gehört UHD mit 50/60 Bildern inzwischen eigentlich zum Standard. Doch genau hier patzt die Sigma fp L, was folgerichtig im Test der VIDEOAKTIV 4/21 Punkte kostet. UHD-Auflösung mit 25 respektive 30 Bildern ist zwar in vielen Bereichen völlig ausreichend – aber eben keinesfalls gut. Der kompakten Bauweise geschuldet ist es, dass Sigma leider nur die Micro-HDMI-Schnittstelle integriert. Um übermäßige Belastungen von der sehr kleinen Buchse fern zu halten sollte man sich den massiven Blitzschuh-Adapter (HU-11) holen, der allerdings 129 Euro kostet.

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Am kompakten Gehäuse der fp L bekommt Sigma nur weniger Tasten und Wahlräder unter doch die robusten Schalter und Tasten mit guten Druckpunkt sorgen zusammen mit dem Quickmenü für eine gute Bedienbarkeit.

Er lässt sich links an der fp L mittels 1/4-Zoll-Gewinde sicher andocken und bietet nicht nur den (intelligenten) Blitzschuh, auf den man den Monitor leichter befestigen kann, sondern beinhaltet zudem eine Zugentlastung fürs HDMI-Kabel und führt, im Gegensatz zum Blitzschuh-Adapter, die USB-C-Buchse nach außen. Wer statt des Monitors lieber einen Sucher nutzt bekommt für 649 Euro einen elektronischen Sucher (EVF-11), der aufgrund der optionalen Lieferung aber nur mit halbierter Punktzahl im Testraster bewertet wird. Wichtiges Details am Rande: Die fp L hat glücklicherweise keine Aufnahmebegrenzung und lässt sich, wie inzwischen viele Kameras, über USB-C-Anschluss auch während der Aufnahme mit Strom versorgen, so dass sich via Powerbank die Aufnahmezeit verlängern lässt. Eine echte Besonderheit ist dagegen dass sich die Kamera beim Anstecken an den Rechner direkt als Webcam ausgeben kann und die bei sonst allen Herstellern nötige Softwareinstallation überflüssig macht.

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Den Aufnahmemodus zeigt die fp L im Display etwas zu dezent an. Schon etwas auffallender ist die Anzeige darunter, die das Schreiben auf SD-Karte signalisiert.

BildqualitätEs mag angesichts der inzwischen immer günstigeren Webcams, die zudem in jedem Laptop schon eingebaut sind lächerlich klingen, aber wer einmal mit dem eleganten Look gezielt eingesetzten echten Unschärfe in ein Meeting geht, trifft meist auf Erstaunen.Die künstlichen Hintergründe oder virtuell errechnete Unschärfe sieht dagegen einfach dilettantisch aus. Gerade Filmemacher sollten sich hier in der Kommunikation keine Blöße geben. Die Sigma fp L ist hier bestens geeignet – nicht nur wegen der schnellen Integration als Full-HD-Webcam, sondern auch weil die Unschärfe dank Vollformatsensor einfach klasse.Auch die bei uns meinst aufgesetzte 35 Millimeter Brennweite passt dazu schon sehr gut – wobei eben hier auch auffällt, dass sich die Kamera bei Autofokus schwer tut, sobald man nicht mehr direkt in die Kamera schaut.

Bildqualität und Fazit
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