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Praxistest mit Videoszenen: Actioncams auf dem Fahrrad

| Joachim Sauer
Nicht am Rad drehen, sondern über das Radfahren drehen - das hilft will man Freunde am schönsten Hobby teilhaben lassen und sie so zum mitfahren bewegen. Die lautlose, schnelle Fortbewegung, den unter sich vorbeiziehenden Asphalt und die Landschaft hat eine hohe Faszination, die sich gut in bewegten Bildern festhalten lässt. Genau das erledigen die sechs Actioncams, die VIDEOAKTIV für die aktuelle Ausgabe der Radzeitschrift Roadbike getestet hat.



 

Die Konzepte gehen dabei durchaus auseinander. So ist Linse der Ciclocam 2 in der Brille verbaut, andere Kameras lassen sich am Helm oder direkt am Fahrrad befestigen. Allzu tief muss man gar nicht in die Tasche greifen, die günstigeste Cam gibt es für 140, das teuerste Modell schlägt mit 350 Euro zu buche. Ein weiteres für den Filmgenuß wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist die Auflösung der Kamera. Hier reicht das Spektrum von Auflösungen die in etwa dem normalen Fernsehbild entsprechen bis hin zum hochauflösendem Video, dass die aktuellen Full-HD-Bildschirmen ausreizt und damit ein schärferes Bild verspricht. Wer seinen Film besonders interessant präsentieren möchte, kommt nicht umhin sich nach dem Filmen an den Computer zu setzen. Spezielle Schnittprogramme machen aus den gefilmten Szenen einen echten Film.

IMG_8889 Live dabei: So können Sie Freunde bei Ihren Fahrradtouren teilnehmen lassen. IMG_8928 Sechs Kameras Ein Bike: Alle sechs Actioncams wurden gleichzeitig gestartet und haben parallel aufgenommen.

Die sechs folgenden Aufnahmen wurden alle von einem Rennrad beziehungsweise Helm und Brille parallel aufgenommen. Dank der mitgelieferten Befestigungsmittel war nach kurzer Zeit auch für alle sechs Actioncams ein Platz am Fahrrad gefunden. Die Montage verlief Problemlos, wer jedoch einen dickeren Fahrradlenker hat, der wird es schwer haben dort eine Cam zu befestigen.

Getestet wurde auf einem kleinen Hügel in Süddeutschland, bei dem auf kurzer Strecke circa 50 Höhenmeter überwunden werden mussten. Oben angekommen wurde gewendet. Bergab ging es dann im Schuss mit gut 45 Stundenkilometern. Stuntman für diese Testvideos war Joachim Sauer, zum Nachmachen wird ausdrücklich aufgefordert.

 

Den Test zu unseren Videos finden Sie in der Zeitschrift Roadbike.

Twenty20: ContourHD 1080p

 

Fazit: Kommt in Bildqualität nicht ganz an die anderen HD-Cams ran. Die Ausrichtung per Laser ist nur bedingt praxistauglich.

Auflösung: 1920 x 1080 Pixel/MPEG-4

Lieferumfang: 2 GB Micro-SDHC-Karte, Montageplatte, Brillenhalterung, USB-Kabel

Preis: 280 Euro

Oregon Scientific: Action Cam 5000 (ATC 5K)

 

Fazit: Dank Display lässt sich das Bild optimal ausrichten, zudem ist die Cam bis 10 Meter wasserdicht. Die nervöse Blende stört das Bild.

Auflösung: 640 x 480 Pixel/MJPEG

Lieferumfang: Lenker-, Helm-, Webcamhalterung, Klett-, Silikonband, Fernbedienung, Tasche, AV-, USB-Kabel

Preis: 130 Euro

Go Pro: Hero HD

 

Fazit: Liefert die beste Bildqualiät aller Cams und ist mit Gehäuse bis 60 Meter wasserdicht. Leider dient das LCD nicht der Ausrichtung.

Auflösung: 1920 x 1080 Pixel/MPEG-4

Lieferumfang: Wasserfestes Gehäuse, Kopf-, Armband, 2-Wege-Armhalterung, Montageplatten, YUV-, AV-, USB-Kabel

Preis: 200 Euro

Drift Innovation: HD 170

 

Fazit: Bietet das beste Gesamtpaket aus Bedienbarkeit und Bildqualität. Großer Pluspunkt ist das Display zur Bildkontrolle.

Auflösung: 1920 x 1080 Pixel/MPEG-4

Lieferumfang: Lenker-, Brillen-, Helmhalterung, Kopf-, Klettband, Fernbedienung, YUV-, USB-Kabel

Preis: 330 Euro

Ciclosport: Ciclocam 2

 

Fazit: Die Kamerabrille sitzt etwas locker auf der Nase. Trotz hoher Auflösung lässt die Bildqualität zu wünschen übrig.

Auflösung: 1280 x 960 Pixel/MJPEG

Lieferumfang: 4 GB Micro-SDHC-Karte, SD-Adapter, Wechselgläser, USB-Kabel-, USB-Ladegerät

Preis: 200 Euro

Camsports: Nano

 

Fazit: Die Cam ist extrem klein und leicht. Die Ausrichtung gestaltet wegen fehlender Markierung als schwierig.

Auflösung: 736 x 480 Pixel/MJPEG

Lieferumfang:2 Klettbänder, Kletthalterung, Klettkleber, Kopfband, USB-Kabel-, USB-Ladegerät

Preis: 100 Euro


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